Diese Diabetes-Apps können Ärzte verordnen

Ausgezeichnete Diabetes-Apps
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Digitale Gesundheitsanwendungen, kurz DiGA, sind Smartphone-Apps, die auf Rezept verordnet werden können, weil sie nachweislich einen Vorteil für Patientinnen und Patienten haben. Zwei Diabetes-Apps hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aktuell für Menschen mit Diabetes zugelassen: Vitadio sowie HelloBetter Diabetes und Depression. Wir stellen sie vor.

(18.12.2022) Sucht man im Google Playstore oder im App Store nach Diabetes-Apps, findet man ein riesiges Angebot. Mit diesen Apps – ein bekanntes Beispiel ist mysugr – lassen sich z. B. Blutzuckermesswerte speichern und analysieren. Damit sich eine App allerdings “digitale Gesundheitsanwendung” (DiGA) nennen darf und auf Rezept verordnet werden kann, muss sie in Studien einen therapeutische Nutzen nachweisen. Auch beim Datenschutz stellt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hohe Anforderungen. Im Bereich Diabetes sind aktuell zwei Apps als DiGA zugelassen: Vitadio sowie Hello Better Diabetes und Depression.

Vitadio für Menschen mit Typ-2-Diabetes

“Vitadio” unterstützt Menschen mit Typ-2-Diabetes mit einem 12-monatigen personalisierten Programm dabei, ihre Blutzuckerwerte in den Griff zu bekommen und Gewicht abzunehmen. Die App begleitet Anwenderinnen und Anwender Schritt für Schritt auf ihrem Weg zu einem gesünderen Leben. Dafür gibt es täglich kleine, erreichbare Aufgaben und Lerneinheiten, die Wert darauf legen, positive Gewohnheiten zu festigen und negative nach und nach zu streichen. Dabei geht es weder um eine strikte Diät noch um Kalorienzählen, wie der Macher der App betonen.

Hier erfahren Sie mehr über Vitadio.

 

HelloBetter Diabetes und Depression

“HelloBetter Diabetes und Depression” ist ein Online-Therapiekurs mit einer Dauer von 12 Wochen. Die Anwendung ist zeitlich und örtlich flexibel im Alltag möglich. Patienten können den Kurs eigenständig durchführen – eine Einführung durch den behandelnden Arzt oder Psychotherapeuten ist nicht erforderlich. Parallel steht ein wissenschaftlich qualifizierter Telefon- und Chat-Support zur Beantwortung von Frage der Anwender zum Ablauf des Kurses zur Verfügung. Patientinnen und Patienten, die die App nutzen, werden während des Therapiekurses durch einen Psychologen von HelloBetter betreut. Dieser gibt nach jeder Kurseinheit Feedback, überwacht den Therapiefortschritt und steht bei Fragen zur Verfügung.

Menschen mit Diabetes und depressiven Verstimmungen können sich diese App auf Rezept verordnen lassen, wenn bei ihnen zuvor die Diagnose “E10 Diabetes Typ 1” oder  “E11 Diabetes Typ 2” gestellt wurde.

Hier erfahren Sie mehr über HelloBetter Diabetes und Depression.

Weitere Informationen zu Diabetes und Depression finden Sie hier auf diabetes-news.

Eine Liste der zugelassenen Apps auf Rezept stellt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) online zur Verfügung.

Quelle: eigene Recherche

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Dieser Artikel wurde verfasst von Heidi Buchmüller