Kategorie-Archiv: Weitere hormonelle Erkrankungen bei Diabetes

Diabetes und Hormone

Hormonschwankungen und Erkrankungen des Hormonsystems beeinflussen den Verlauf und die Behandlung des Diabetes mellitus. Bestimmte Hormonerkrankungen treten speziell beim Diabetes mellitus Typ 1 gehäuft auf, wie Schilddrüsenerkrankungen. Werden sie nicht erkannt können sich diese Krankheiten verschlechtern, ja sogar lebensbedrohliche Krisen auftreten.

In den nachfolgenden Kapiteln erfahren Sie, …

  • … für welche autoimmunen Hormonerkrankungen Menschen mit Typ-1-Diabetes und LADA-Diabetes ein erhöhtes Risiko tragen
  • … wie Hormonkrankheiten und die Behandlung mit Hormonen Diabetes entstehen lassen und die Behandlung von Diabetes mellitus beeinflussen
  • … wie bei jungen Frauen männlich wirkende Hormone mit kosmetischen Problemen, Zyklusstörungen, Gewichtsproblemen und Diabetesrisiko zusammenhängen: Das sogenannte PCO-Syndrom („Polyzystisches-Ovar-Sydrom“)

Hormone: Botenstoffe des Körpers

Hormone steuern über den Blutweg verschiedene Organe und Körperfunktionen. In der Regel bildet eine Drüse den Botenstoff „Hormon“. Dieses erreicht über die Blutgefäße oder das Gewebewasser ein Zielorgan. Dort wirkt es auf verschiedene Weise. Diese „Wirkung“ wiederum wird von der Drüse gemessen. Sie reguliert die Hormonbildung. Solche Wirkwege – man nennt sie auch „Regelkreise“ – finden sich in vielfältiger Weise im Körper. Weiterlesen

Typ-1-Diabetes: eine Autoimmunerkrankung

Ursache des Typ-1-Diabetes ist eine Fehlfunktion des menschlichen  Abwehrsystems: „Antikörper“, die sonst gegen Fremdes (z.B. Bakterien, Viren, fremdes Gewebe) gerichtet sind, greifen jetzt die körpereigene Bauchspeicheldrüse, speziell die Inselzellen an. Man spricht von einer „Autoimmunerkrankung“ – eine Immunreaktion gegen körpereigenes Gewebe. Die nachfolgende Schädigung der Inselzellen (Zellen der Bauchspeicheldrüse: a-Zellen, b-Zellen) führt unter anderem zum Insulinmangel und nachfolgend zum unkontrollierten Blutzuckeranstieg. Weiterlesen

Autoimmune Schilddrüsenerkrankungen

Autoantikörper gegen Bestandteile der Schilddrüse können zu einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse („Autoimmune Thyreoiditis“) führen. Der Nachweis der Antikörper alleine bedeutet noch keine Krankheit. Oft entsteht aber durch die Antikörper eine Schilddrüsenschwäche oder auch Überfunktion der Schilddrüse. Nur bei einer solchen Fehlfunktion ist eine Behandlung erforderlich. Eine Schilddrüsenfehlfunktion erschwert wiederum die Einstellung des Diabetes. Weiterlesen

Zöliakie / einheimische Sprue

Kennzeichnend für die Zöliakie ist eine Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Getreideprodukten, die das Klebereiweiß Gluten enthalten. Es ist unter anderem in Weizen und Roffen enthalten – Getreidesorten, die üblicherweise unsere tägliche Ernährung bestimmen. Gluten ist ebenfalls in Grünkern, Gerste und Dinkel enthalten sowie in vielen Fertigprodukten aus dem Supermarkt. Weiterlesen

Morbus Addison – Nebennierenschwäche

Antikörper gegen Nebennierengewebe schädigen die Zellen der Nebennierenrinde. Dort wird Cortisol gebildet. Cortisol ist vielen Laien als Medikament (z.B. gegen Asthma, Rheuma oder Allergien) bekannt; das Hormon wird aber im Körper täglich gebildet und ist lebenswichtig: Die Unterfunktion der Nebennierenrinde mit Cortisolmangel führt zu starker Schwäche, Müdigkeit, Kreislaufbeschwerden. Wenn der Mangel zunimmt und Cortison nicht ausreichend ersetzt wird (Addisonkrise) kann er lebensbedrohlich sein! Weiterlesen