Impfungen bei Diabetes

Impfungen bei Diabetes

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Impfungen schützen Menschen mit Diabetes

Impfungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge überhaupt. Sie schützen vor Infektionskrankheiten, die schwer verlaufen können und oft nicht ursächlich behandelbar sind.

Gegen diese Krankheiten gibt es Impfempfehlungen, speziell auch für Diabetiker. Sie werden von einem Expertengremium, der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin herausgegeben.

Die Virusgrippe (Influenza) und Pneumokokken-Erkrankungen sind Infektionskrankheiten, die für Diabetiker besonders gefährlich sind.

Warum sind Diabetiker besonders gefährdet?

Stoffwechselentgleisungen erhöhen bei Diabetikern das Infektionsrisiko durch Grippe-Viren oder Pneumokokken-Bakterien. Sind die Erreger in den Körper eingedrungen, kommt es schneller zu schweren Krankheitsverläufen. Häufig sind sie mit einer hohen Sterblichkeit verbunden. Auch gut eingestellte Patienten können davon betroffen sein.

Deshalb empfiehlt die STIKO Diabetikern die Grippe- und die Pneumokokken-Impfung. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Beide Impfungen können während eines Arztbesuches am linken und rechten Oberarm verabreicht werden.

Unabhängig vom Lebensalter und Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe empfiehlt die STIKO auch die vollständige Grundimmunisierung gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) und Diphtherie sowie die Auffrischimpfungen alle 10 Jahre.

Wer keine vollständige Grundimmunisierung gegen Polio (Kinderlähmung) hat, sollte sich ebenfalls impfen lassen. Die Kosten für diese Impfungen übernehmen die Krankenkassen. Kombinationsimpfstoffe vermeiden unnötige Injektionen.

Tipp: Nehmen Sie beim nächsten Arztbesuch den Impfausweis mit und sprechen Sie den Arzt auf die Impfungen an.

Impfungen für Diabetiker im Überblick:
Grippe Impfung jährlich
Pneumokokken Impfung alle 6 Jahre
Tetanus Auffrischimpfung alle 10 Jahre
Diphtherie Auffrischimpfung alle 10 Jahre
Polio Impfung bei unvollständiger Grundimmunisierung