AOK schließt Vertrag mit Sanofi-Aventis über Insulinpräparat „Lantus“

Baden-Württembergs Diabetiker, die bei der AOK versichert sind, können ihre gewohnte Diabetes-Therapie mit dem so genannten langwirksamen Insulinanalogon „Lantus“ beibehalten.

Die AOK weist darauf hin, dass langwirksame Insulinanaloga demnächst nur noch eingeschränkt auf Krankenkassenkosten eingesetzt werden können. Aber der aktuell zwischen der AOK Baden-Württemberg und Sanofi-Aventis geschlossene Vertrag ermöglicht den betroffenen Diabetikern die gesicherte Fortsetzung ihrer Therapie mit dem Medikament, das sie gewohnt sind. Diese gesicherte Versorgung belastet die Versichertengemeinschaft nicht mit höheren Kosten.

„Wir haben die sich bietenden Möglichkeiten für einen solchen Selektivvertrag auf regionaler Ebene genutzt. Auch weil uns die konstante Versorgung unserer AOK-versicherten Diabetiker im Land ein wichtiges Anliegen ist. Außerdem ist der Einsatz dieses Insulins bei unseren Versicherten nun in jedem Fall wirtschaftlich“, sagte Dr. Rolf Hoberg, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg am Freitag, den 9. Juli 2010 in Stuttgart.

Laut AOK benutzen in Baden-Württemberg ungefähr 12.000 Diabetiker die Therapie mit dem langwirksamen Insulin „Lantus“ und profitieren von dem Vertrag mit dem Pharma-Unternehmen, weil sie ihre Therapie nicht auf ein anderes Insulin umzustellen müssen.

Diabetes›News: Dies ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Wir hoffen jetzt natürlich, dass auch andere Kassen diesem Beispiel folgen, um die Versorgung der insulinpflichtigen Patienten flächendeckend zu garantieren.