Pateientenverband unter Korruptionsverdacht

diabetes-news-ddb-vorstand-woelfert

Korruptionsverdacht – falsch und unverschämt!

Deutscher Diabetiker Bund (DDB) verwahrt sich gegen „Transparency International“ – DDB-Vorsitzender Wölfert: „Es ist unfassbar, dass Diabetes-Patienten in den Dunstkreis der Korruption gebracht werden. Transparency International schadet langfristig den Interessen der Patienten.“

Kassel, 22. Mai 2006. Der Deutsche Diabetiker Bund (DDB) wehrt sich gegen völlig aus der Luft gegriffene Vorwürfe, die im aktuell vorgestellten „Jahrbuch Korruption 2006 – Schwerpunkt: Korruption im Gesundheitswesen“ der Nichtregierungs-Organisation Transparency International erhoben werden.

Hierzu erklärt Manfred Wölfert, Vorsitzender des DDB: „Der Deutsche Diabetiker Bund ist betroffen und sehr überrascht darüber, mit welchen unseriösen Mitteln eine Organisation mit der Reputation von Transparency International unseren Verband zu diffamieren versucht. Es ist unfassbar, dass Diabetes-Patienten, denen in Kürze droht, dass ihnen innovative Medikamente verweigert werden, in den Dunstkreis der Korruption gebracht werden. Transparency International schadet damit langfristig den Interessen der Patienten.“

Der DDB vertritt die Interessen von 40.000 Mitgliedern und rund 6 Mio. Diabetikern in Deutschland, so Wölfert, und weiter: „Wenn der DDB und die Diabetiker in Deutschland zu dem Schluss kommen, dass sie mit Insulin-Analoga deutlich besser im Alltag zurechtkommen, weniger unterzuckern und bessere Blutzuckerwerte haben, dann sollte man das zur Kenntnis nehmen. Diabetiker wissen am besten selbst, was gut ist für sie.“ Die Meinungsäußerungen der Betroffenenorganisation dann in die Nähe von Korruption zu rücken, sei falsch und unverschämt!“ „Es ist skandalös, wie Transparency International mit Halbwissen, schlecht recherchierten Fakten und einem guten Maß an Selbstgerechtigkeit unsere Patientenorganisation verunglimpft. Fakt ist, dass der DDB im eigenen Interesse gegen eine komplette Entnahme der kurzwirksamen Insulinanaloga aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen ist. Dieses Begehren ist ausschließlich durch eigene Erfahrungswerte mit der Krankheit begründet und steht in keinem Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Interessen der Pharmaindustrie.“

Offizielle Stellungnahme des DDB zu kurzwirksamen Insulinanaloga lesen (PDF-Datei)

Für weitere Fragen steht Ihnen der Deutsche Diabetiker Bund zur Verfügung.

Kontakt

Manfred Wölfert
Deutscher Diabetiker Bund
Bundesvorsitzender
Fax: 0561 4009937
Telefon: 0171 6123813; Festnetz: 0561 403850
E-Mail: bundesvorsitzender@diabetikerbund.de