News-Archiv: 2006

Patienten-Information

(2006)

Liebe Patientin, lieber Patient,

mit Bedauern müssen wir Sie über die neue Regelung in den Arzneimittelrichtlinien der gesetzlichen Krankenversicherung informieren: Nach Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses dürfen Sie als Mensch mit Typ 2 Diabetes nicht mehr mit Ihrem kurzwirksamen Insulinanalogon auf Kosten unserer gesetzlichen Krankenkassen behandelt werden. Auf Eigenkosten kann Ihre jetzige Therapie selbstverständlich weitergeführt werden. Praktisch heißt das: Wir als Ihre behandelnden Ärzte müssen Sie auf Humaninsulin umstellen, es sei denn, es liegt eine der folgenden Ausnahmen vor:

  • dass Sie allergisch auf Humaninsulin reagieren (sehr selten!)
  • dass bei Ihnen trotz Intensivierung der Therapie eine stabile, adäquate Stoffwechsellage mit Humaninsulinen nicht erreichbar ist, aber mit kurzwirksamen Insulinanaloga nachweislich gelingt
  • wenn bei Ihnen aufgrund unverhältnismäßig hoher Humaninsulindosen eine Therapie mit kurzwirksamen Insulinanaloga im Einzelfall wirtschaftlicher ist

Jede Umstellung auf einen anderen Insulintyp oder ein Insulin eines anderen Herstellers bedarf besonderer Vorsichtsmaßnahmen und muss deshalb unter strenger ärztlicher Aufsicht erfolgen. Diese Umstellung könnte eine Änderung Ihres Insulinbedarfs sowie Neigung zu Unterzuckerungen nach sich ziehen. Des weiteren kann eine Verschlechterung des Stoffwechsels auftreten mit all seinen negativen Folgen. Voraussichtlich werden neuerliche Schulungsmaßnahmen erforderlich werden sowie engmaschigere Blutzuckerselbstkontrollen. Hierbei werden wir Ihnen in bewährter Weise mit unseren Diabetesteams zur Seite stehen und versuchen, das Beste aus dieser misslichen gesetzlichen Regelung zu machen.

Wir Ärzte haben gemeinsam mit dem Deutschen Diabetikerbund seit vielen Monaten bei den Verantwortlichen gegen diese Regelung angekämpft. Leider vergebens. Wir bedauern sehr, dass wir Ihnen diese für Sie bisher optimale medizinische Versorgung nicht mehr zukommen lassen können. Ihre direkten Ansprechpartner für eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen dieses Sachstandes sind die jeweiligen Bundestagsabgeordneten ihrer Region.

BVND und BVDK werden Sie über die weiteren Entwicklungen unter www.bdd-ev.de informieren. Bei Fragen und Problemen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstellen von BVND (buero@bvnd.de) und BVDK (buero@bvdk-bdd.de).

Risiko Bauchumfang

(2006)

Die 4 B – alle Faktoren im Überblick

Bauchumfang

Der Bauchumfang ist das äußerlich sichtbare Anzeichen für das Fett an den inneren Organen, das so genannte Innere Bauchfett. Das Innere Bauchfett produziert Substanzen, die verstärkt zu Störungen des Blutzuckers, des Fettstoffwechsels und des Blutdrucks führen können. Dies bedeutet ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.

Blutfette

HDL-Cholesterin wird das „gute Cholesterin“ genannt, da es das Cholesterin aus den Gefäßen abtransportiert. Es ist der Gegenspieler des LDL-Cholesterins, des „schlechten Cholesterins“, das sich in den Gefäßen absetzt und so zu einer Atherosklerose führen kann. Triglyzeride (Blutfette) sind in hohen Konzentrationen schädlich, da sie die Entstehung von Atherosklerose begünstigen.

Blutzucker

Der Blutzuckerwert gibt Auskunft, ob eine Zuckerkrankheit (Typ-2-Diabetes) oder erste Vorboten vorliegen. Typ-2-Diabetes beruht auf Beeinträchtigungen im Kohlenhydratstoffwechsel, die zu Unempfindlichkeit gegenüber Insulin und erhöhten Blutzuckerwerten führen können. Auf Dauer schädigt der hohe Blutzucker die Gefäße und ist damit ebenfalls eine Gefahr für das Herz, aber auch für Nieren, Nerven, Augen und zahlreiche andere Organe.

Blutdruck

Der Blutdruck ist bei Übergewichtigen oft erhöht, weil das Herz kräftiger pumpen muss, um die größere Blutmenge durch den Körper zu pumpen. Muss das Herz über Jahre eine erhöhte Pumpleistung aufbringen, kann Herzmuskelschwäche die Folge sein. Der Blutdruck wird mit zwei Messwerten ermittelt: dem oberen (systolischen) und dem unteren (diastolischen) Wert.
Deshalb sollten nicht nur Taxifahrer auf ihren Bauchumfang und mögliche weitere damit verbundene Risikofaktoren wie ein erhöhter Blutzucker, ungünstige Blutfettwerte und hoher Blutdruck achten. Jeder, der sich über sein Herz-Kreislauf-Risiko im Klaren sein möchte, sollte regelmäßig seinen Bauchumfang messen. Einfach ein Maßband anlegen und den Wert ablesen, schon weiß man, wie es um die eigene Gesundheit bestellt ist.

Kostenloses Informationsmaterial inklusive der Risiko-Drehscheibe, dem ersten einfachen Risiko-Check für zu Hause und unterwegs, kann einfach und schnell beim Initiativenbüro „Bauchumfang ist Herzenssache“ oder auf der Website www.Bauchumfang-ist-Herzenssache.de abgefordert werden.

Bundesregierung will bei Diabetikern sparen

(2006)

Bundesregierung will bei Diabetikern sparen

Moderne Insulintherapie soll Neuerkrankten vorenthalten werden
Berlin (ots) – Ein bislang interner Beschlussentwurf des gemeinsamen Bundesausschusses der Bundesregierung sieht vor, dass Millionen Diabetikern die Möglichkeit einer Behandlung mit modernen Insulinanaloga versagt werden soll.
Unter den Hammer gekommen (Das Papier ist dem IFGA – Institut für Gesundheitsaufklärung – zugespielt worden.) Insulinanaloga sind neue Medikamente, die nach Meinung von Experten in der Behandlung von Diabetes einen Quantensprung in der Therapie der Betroffenen darstellen.
„Dass diese Arzneien für Kassenpatienten zukünftig nicht mehr bezahlt werden sollen, habe ausschließlich wirtschaftliche Gründe“, meint Prof. Dr. Rüdiger Landgraf, ehemaliger Präsident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft. Es sei ungerecht, dass nur noch Diabetiker, die bereits Insulinanaloga bekommen, die Medikamente auch zukünftig erhalten sollen.
Tatsache ist, dass der Beschlussentwurf bereits das Datum vom 21. Februar 2006 trägt. Dies bedeutet, die vorher entworfenen Pläne sind offensichtlich schon beschlossene Sache. „Das ist ein Skandal“, so das IFGA. In dem Beschluss heißt es: „Der Gemeinsame Bundesausschuss kann die Verordnung von Arzneimitteln ausschließen, wenn die Wirtschaftlichkeit nicht nachgewiesen ist …“
„Die Vorenthaltung von anerkannter Medizin für Leidende, ist eine Frechheit“, so Institutsleiter Adel Massaad.
Diabetologen sind sich auch darüber einig, dass man mit den neuen Therapien diabetesbedingten Folgeerkrankungen, wie Erblindungen, Infarkte oder auch Amputationen effektiver begegnen kann, als mit der alten Insulingeneration. „Wer derartige Beschlüsse unterstützt und effektive Therapien Betroffenen lediglich aus Kostengründen entziehen will, handelt verantwortungslos“, sagt Prof. Dr. Rüdiger Landgraf.
Um den Beschluss und seine Auswirkungen zu kippen, bereiten Betroffene eine Sammelklage auf EU-Ebene vor, um Forderungen nach optimaler Versorgung mit zeitgemäßen Insulin-Analoga politisch zu thematisieren.

„Sollte es tatsächlich gelingen, Diabetikern Insulinanaloga wegzunehmen und damit ihren Gesundheitszustand drastisch verschlechtern, wird auf die Bundesregierung eine Welle von Strafanträgen wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Schadenersatz zukommen“, warnt das IFGA.
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Mit Vitamin C gegen den Winterspeck

(2006) diabetes-news-vitamin-c

Mit Vitamin C gegen den Winterspeck

„Ran an den Winterspeck“ heißt es jetzt wieder für Millionen Bundesbürger. Wer Diät lebt, sollte jedoch darauf achten, dass die Vitamin- und Mineralstoffzufuhr nicht zu kurz kommt, denn gerade Vitamin C lässt Fettpölsterchen schmelzen, so die VitaVea AG.

Schätzungsweise jeder zweite Bundesbürger hat in der kalten Jahreszeit mehr an Pfunden zugelegt, als ihm lieb sein mag. Wer abnehmen möchte, muss aber nicht leiden. Mit den folgenden zehn Tipps können Sie leicht und gesund abspecken:

  1. Setzen Sie sich ein realistisches Ziel. Zehn Kilo in zehn Tagen kann man nicht schaffen. Empfehlenswert sind zwei bis vier Kilo pro Monat.
  2. Schlafen Sie sich schlank. Eine amerikanische Studie ergab, dass während des Schlafs Hormone freigesetzt werden, die den Appetit und das Hungergefühl kontrollieren. Achten Sie dabei auf ausreichend Schlaf: Pro Nacht sollten Sie rund sieben bis neun Stunden in Morpheus Armen ruhen.
  3. Trinken Sie viel stilles Wasser. Deutsche Forscher stellten fest, dass man schon durch das Trinken von einem halben Liter Wasser rund 50 Kalorien verbrauchen kann. Wer täglich also etwa zwei Liter Wasser trinkt, könnte schon allein dadurch pro Jahr etwa zwei bis drei Kilo abnehmen.
  4. Scharf macht schlank. Deshalb würzen Sie kräftig mit Chili und Co. Studien zeigten, dass Pfeffer, Meerrettich, Chili und Senf dem Stoffwechsel kräftig einheizen. Folge: Es werden mehr Kalorien verbrannt.
  5. Wer abnehmen will, der muss sich bewegen. Es muss aber nicht gleich Hochleistungssport sein. Auch kleine Alltagsbewegungen verbrennen jede Menge Fett: Durch Treppensteigen, dem Abwasch per Hand, Garten- und Hausarbeit purzeln die Pfunde dann wie von Geisterhand.
  6. Ernähren Sie sich bewusst. Das heißt: wenig Fett, Alkohol, Süßigkeiten – und dabei reichlich Vollkornprodukte, Obst, Gemüse und Milchprodukte.

Chrom steigert die Fettverbrennung

  1. Wer Kalorien zählt, der verringert auch die Nahrungsmenge. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente können dadurch zu kurz kommen. Ernährungswissenschaftler raten deshalb, während dieser Zeit ein Vitamin- und Mineralstoffpräparat einzunehmen. Ideal ist Mental Vit, weil es nicht nur alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe enthält, sondern auch Chrom. Das Spurenelement rückt nämlich dem Speck erfolgreich zu Leibe, indem es die Fettverbrennung steigert. Ebenfalls als Fatburner erfolgreich ist Vitamin C, das in Mental Vit auch ausreichend vorhanden ist. Vitamin C unterstützt den Körper bei der Produktion des Hormons Noradrenalin, das Fett in Energie umwandelt.
  2. Essen Sie langsam. Ausgiebiges Kauen erleichtert dem Körper die Verdauungsarbeit und macht schneller satt.
  3. Essen Sie im Sitzen und ohne Ablenkung wie lesen oder fernsehen.
  4. Nehmen Sie ihre Speisen zu den drei Hauptmahlzeiten ein – nicht zwischendurch.

Kosten des Diabetes mellitus

(2006)

Die Ergebnisse
Die jährlichen Pro-Kopf-Kosten für die Krankenversorgung – ohne Kosten der Pflegeversicherung – betrugen für Versicherte mit bekanntem Diabetes im Mittel 4.457 €. Dies waren 2.193 € durchschnittliche Ausgaben mehr als für vergleichbare Versicherte ohne Diabetes. Dazu kamen indirekte Kosten, v.a. für Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung, in Höhe von 1.328 €.

Zentrale Stellschraube im Insulinstoffwechsel entdeckt

(2006)

Langes Leben dank Gendefekt?

Der gemeinsame Vorfahr von Taufliege und Maus lebte vor mindestens 900 Millionen Jahren. Dennoch sind sich „Steppke“ und das entsprechende Maus-Cytohesin so ähnlich, dass SecinH3 gegen beide wirkt. „Wir haben den Hemmstoff an unsere Fliegenlarven verfüttert“, erklärt Hoch. „Sie entwickelten sich dann genauso, als wäre ihr Steppke-Gen defekt.“ Die Erbanlage hat aber noch eine ganz andere Wirkung, die die Phantasie der Forscher beflügelt: Fliegen, bei denen „Steppke“ defekt ist, leben deutlich länger als ihre Artgenossen. „Ein spannender Effekt“, findet Hoch. „Das müssen wir unbedingt weiter untersuchen.“

Folgeerkrankungen verhindern

(2006) kosten-sparen

VDGH: Blutzuckerselbstmessung entlastet die Krankenkassen

Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH):

Die Zahl der Diabetiker steigt rasant. Über fünf Millionen Zucker- kranke sind mittlerweile in Deutschland in ärztlicher Behandlung. Die Ausgaben hierfür drohen das Gesundheits- und das Sozial- system zu sprengen. Insbesondere die Folgeerkrankungen des Diabetes, so der Verband der Diagnostica-Industrie (VDGH), verursachen hohe Kostensteigerungen.

Gelinge es, die Diabetes-Folgen, etwa Herzinfarkt, Schlaganfall oder Amputationen, zu vermeiden, würden die Krankenkassen finanziell massiv entlastet. Die regelmäßige Kontrolle des Blutzuckerspiegels sei dafür entscheidend. „Wer seinen Blut- zuckerspiegel kennt, der verhält sich gesundheitsbewusster“, betonte VDGH-Geschäftsführer Dierk Meyer-Lüerßen in Berlin. Denn Ursache für Diabetes Typ II sei in der Regel Bewegungsarmut und falsche Ernährung. Diese Darstellung untermauerte Prof. Dr. Stephan Martin vom deutschen Diabetes-Forschungszentrum in Düsseldorf durch das Ergebnis der mehrjährigen ROSSO-Studie: Patienten, die ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig mit Blutteststreifen selbst kontrollierten, leben länger und leiden deutlich seltener an Folgekrankheiten. Dank der Blutzuckerselbstmessung können die Patienten sofort erkennen, ob und wie sich ihr geänderter Lebensstil auf ihre Krankheit ausgewirkt hat.

„Dass Bewegung und geänderte Ernährungsgewohnheiten etwas bringen, motiviert die Menschen offensichtlich, ihre Verhaltensänderungen beizubehalten“, betonte Meyer-Lüerßen. Die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft habe daher die Selbstmessung für alle Arten des Diabetes empfohlen. Diese Empfehlung gewinne vor dem Hintergrund der aktuellen Studie besonderes Gewicht.

Er wies darauf hin, dass die Verordnung von Blutzuckerteststreifen auch nicht durch die Bonus-Malus-Regelung für Ärzte berührt werde, die mit dem Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz am 1. Mai eingeführt wird.

Der VDGH-Geschäftsführer sagte, was die Studie am Beispiel der Blutzucker-Teststreifen zeige, nämlich wie durch gezielt eingesetzte labordiagnostische Leistungen erhebliche Einsparpotenziale im Gesundheitswesen erschlossen werden könnten, gelte auch für andere Bereiche der Labordiagnostik. „Wenn Krankheiten frühzeitig erkannt werden, dann erspart dies dem Einzelnen Leid und der Gesellschaft Geld.“ Doch häufig werde am falschen Ende gespart.
Er mahnte in diesem Zusammenhang die Aufnahme neuer, aussagekräftiger Labortests in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung an. Seit Jahren würden Kassenpatienten moderne Diagnostica vorenthalten.

Nahrungsergänzungsmittel Zimtkapsel

(2006)

„Diabetiker, die auf Anraten einiger Ärzte oder im Rahmen eines Diätplans täglich größere Mengen Zimtpulver verzehren oder Zimtpräparate zu sich nehmen, sollten wegen möglicher hoher Cumarin-Gehalte und der nicht hinreichend belegten Wirksamkeit auf diese Produkte verzichten“, so der Leiter des BfArM, Prof. Dr. Reinhard Kurth. Auch die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) rät von der Einnahme von Zimtpräparaten ab.
„Verbraucher, die Cassia-Zimtpulver oder Cassia-Zimtpräparate aus anderen Gründen, etwa zur besseren Verdauung, in größeren Mengen zu sich nehmen, sollten auf deren Einnahme ebenfalls verzichten“, rät der Präsident des BfR, Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel.

Neuerscheinung „Diabetes zu Hause“

(2006)

Diabetes zu Hause – ein Situationsbericht

… zur Betreuung von Diabetikern im häuslichen Umfeld durch den ambulanten Krankenpflegedienst

"Diabetes zu Hause" vereint Daten und Fakten von Diabetikern, die an Disease Management Programmen teilnehmen, mit Ergebnissen der Situationsanalyse von Diabetikern, die im Rahmen der Behandlungspflege von ambulanten Krankenpflegediensten betreut werden. Die Buch-Neuerscheinung enthält einen Überblick über aktuelle Forschungsergebnisse zu Diabetes im Alter, zur Diabetesbehandlung, dem Diabetesmanagement, der Situation der ambulanten Krankenpflegedienste und den durch Diabetes verursachten Kosten.
Der Bericht schildert die Lage, der sich ambulante Krankenpflegedienste auf der Patienten-, Krankheits-, Arzt- und Krankenkassenebene gegenübersehen. Mit der Situationsbeschreibung wird den beteiligten Leistungsempfängern, Leistungsverordnern und Leistungsentscheidern die Möglichkeit gegeben, aus der Perspektive der ambulanten Krankenpflegedienste die Situation und Gegebenheiten der Diabetikerbetreuung zu betrachten, ungenutzte Potenziale in der Versorgungskette zu erkennen und mit den eigenen Zielvorstellungen zu verbinden.
Es wird ein transparentes Entscheidungsverfahren vorgestellt, mit dem die Leistungsgenehmigung entsprechend der Fähigkeiten des Diabetikers differenziert werden kann und wonach der ambulante Krankenpflegedienst eine situations- und patientengerechte Leistung erbringt.
Prof. Dr. Wolfgang Kerner (Präsident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft): " … Frau Dr. Ortrud Hamann und ihre Ko-Autoren zeigen, dass eine optimale Versorgung älterer Menschen mit "Diabetes zu Hause" auf folgenden Säulen aufgebaut sein muss:

  1. Beachtung des Prinzips Selbstversorgung vor Fremdversorgung
  2. Sicherung der Selbstversorgungskompetenz der älteren Menschen
  3. evidenzbasierte und zielgerichtete Therapie
  4. Sicherung der Qualität aller erbrachten Leistungen
  5. aktive Kooperation aller an der Versorgung beteiligten medizinischen und pflegerischen Institutionen, einschließlich der Kranken- und Pflegekassen
  6. Beachtung ökonomischer Aspekte bei der Auswahl der therapeutischen und versorgenden Maßnahmen … "

Der Situationsbericht ist das Ergebnis der kooperativen Gemeinschaftsarbeit zwischen dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) und dessen Mitgliedsdiensten, der AOK Mecklenburg-Vorpommern, dem AOK Bundesverband und dem Institut für Innovatives Gesundheitsmanagement – IIGM.

Passend zur Thematik bietet der bpa seinen Mitgliedern eine Qualifizierungsoffensive an, im Rahmen derer sich Pflegefachkräfte zu Diabetes-Pflegefachkräften fortbilden können. Grundlage der Fortbildung zur Diabetes-Pflegefachkraft ist das Programm "Diabetes-Pflege-Management" des Instituts für Innovatives Gesundheitsmanagement.
Bisher gibt es Diabetes-Pflegefachkräfte von bpa-Pflegediensten in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die Qualifikation der ambulanten Krankenpflegefachkräfte ist inzwischen auf die Bundesländer Niedersachsen, Bayern, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg ausgedehnt worden.

Lilly Deutschland schließt Direktverträge ab

(2006)

Verordnungsausschluss durch Direktvertrag nicht wirksam

Für die Versicherten der Techniker Krankenkasse und der Deutschen BKK hat dieser Verordnungsausschluss keine Folgen: Sie werden das kurzwirksame Analoginsulin Humalog auch weiterhin auf Kassenrezept ärztlich verordnet bekommen. Tom Wellner, Geschäftsführer von Lilly Deutschland, begrüßte die Direktverträge mit den beiden Kassen als einen wichtigen Schritt zum Erhalt der ärztlichen Therapiefreiheit und des Zugangs zu innovativen Medikamenten. „Mit dieser Vereinbarung ersparen wir Patienten, die bereits auf kurzwirksame Analoginsuline eingestellt sind, eine medizinisch nicht begründete Umstellung und ermöglichen den Patienten, die von kurzwirksamen Analoginsulinen profitieren können, auch weiterhin den Zugang zu diesen Medikamenten.“

Zukünftige Versorgung sichern

„Wir sind nach wie vor der Meinung, dass der Verordnungsausschluss eine medizinisch falsche und rechtlich unverhältnismäßige Maßnahme ist“, so Wellner. „Diese und weitere anstehende Entscheidungen bedrohen langfristig die medizinische Versorgung in Deutschland. Das halten wir für inakzeptabel“. Lilly wird daher weiterhin dafür kämpfen, dass der Zugang zu innovativen Therapien und die Therapiefreiheit der Ärzte erhalten bleiben.

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