News-Archiv: 2006

HbA1c-Messungen

(2006)

HbA1c-Messungen

In Deutschland herrscht Unterversorgung
Pro Jahr wächst die Zahl der Diabetiker um fünf Prozent – rund 300.000 Patienten stoßen jedes Jahr neu ins Versorgungssystem. Dies legt eine Kostensteigerung für das Gesundheitswesen nahe.
Die Kostensteigerung steht nach Ansicht von Prof. Dr. med. Hans Hauner von der TU München außer Zweifel. Während der Herbsttagung der DDG/AND hielt er einen Vortrag zum Thema „Qualität der medikamentösen Versorgung in Deutschland – ein europäischer Vergleich“.
2001 gab es in Deutschland 5,7 Millionen Diabetiker, was rund 7% der deutschen Bevölkerung entspricht. Seit 1988 stieg die Zahl der Betroffenen um 43%. 30% von ihnen erhielten keine Medikamente – meist zu Beginn der Erkrankung; 2,5 Millionen wurden mit oralen Antidiabetika versorgt, rund 1,4 Millionen werden inzwischen mit Insulin behandelt – „mit stark steigender Tendenz.“ Die Insulinmonotherapie hat um 22% zugenommen, die Kombinationstherapie stieg ebenfalls stark an – im Gegensatz zu einer ausschließlichen Therapie mit oralen Diabetika. Dies ist ein Indiz für den derzeitigen Trend, Typ-2-Diabetiker viel früher als bisher mit Insulin zu behandeln: „Wie gut und sinnvoll dies ist, müssten wir viel kritischer diskutieren. Unter anderem wird dieser Trend z.B. durch Strukturverträge und moderne Therapiekonzepte gefördert“, sagte Hauner u.a. zur Prävalenz des Diabetes mellitus (AOK-Versichertenstichprobe 1998-2001).
Der Diabetesmarkt
Der Insulinmarkt wächst jährlich um zehn Prozent – im Gegensatz dazu zeigt sich der Absatz oraler Antidiabetika rückläufig, berichtet der Experte. In den letzten Jahren nahm die Verordnung der Kurz- und Normalinsulina zu. Darin kommt die Einführung innovativer Insulintherapien zum Ausdruck – „dem größten Wandel, den wir in den letzten Jahren zu verzeichnen hatten“. „Es muss aber gesagt werden, dass wir die besten und längsten Erfahrungen gerade bei Älteren mit den Mischinsulinen aufzuweisen haben. Wir wissen relativ wenig über die moderne Insulintherapie in dieser Patientengruppe“, befindet Hauner. 40 % des Insulinumsatzes gehen auf das Konto der Insulinanaloga, jede zweite Verordnung eines kurz wirksamen Insulins ist ein Analogon.
Muster der Verordnung
27% erhielten 2001 Insulin, 56% orale Antidiabetika – insgesamt wurden 71% mit Antidiabetika therapiert. Im Jahr 2001 – dem Jahr der Datenerhebung – dominierten noch die kombinierten Insulinpräparate, doch hatten damals bereits die schnell wirkenden mit neun Prozent einen beachtlichen Anteil am Verordnungsgeschehen. Bei oralen Antidiabetika ist die Gruppe der Sulfonylharnstoffe immer noch die größte – 40% aller Betroffenen erhalten diese. 30% erhalten Metformin, z.T. auch in einer Kombination mit den Sulfonylharnstoffen. Der Anteil des Metformins nehme übrigens zu, der der Harnstoffe dagegen ab: „Hier zeigt sich ein Therapieverhalten, dass nahe an den Empfehlungen der Fachgesellschaft liegt“, stellt der Münchner Professor fest.
HbA1c-Wert-Messungen
60% der bekannten Diabetiker haben im Laufe eines Jahres überhaupt eine HbA1c-Messung erhalten – dies ist zwar eine deutliche Verbesserung, kann aber noch nicht das Erreichen des Ziels markieren. Im Gegensatz zur Untersuchung des Zentralinstituts der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (ZI), deren Zahlen in diesem Punkt besser sind, floss hier kein selektiertes Patientengut ein. Auffällig war für Hauner auch die mittlere Anzahl an Messungen, die bei 1,3 lag: Auch dies liegt klar unter den Forderungen der Leitlinien, „so dass wir nur ein Viertel der HbA1c-Messungen haben, die wir laut Leitlinien bräuchten – dies ist ein klares Indiz für eine erhebliche Unterversorgung.“

Europäischer Vergleich
Die mittleren HbA1c-Werte sind europaweit nicht sehr verschieden: Sie liegen bei 7,4%. Die Schwankungsbreite lag bei 7,0% in Schweden und 7,8% bei englischen Patienten – „die Unterschiede sind inzwischen dank der erreichten Einstellungsqualität gar nicht mehr so groß“, erläuterte Hauner. In Deutschland werden dreimal so viele Typ-2-Diabetiker mit Insulin behandelt wie z.B. in Frankreich, trotz identischer durchschnittlicher HbA1c-Werte. Dies spricht nicht unbedingt für eine frühe Insulintherapie. Auch in Holland erhalten nur halb so viele Patienten Insulin. In Schweden erhalten sogar nur knapp 50% der Patienten eine antidiabetische Medikation – „offensichtlich wartet man dort länger mit der Verordnung“, schlussfolgert Hauner.
In Deutschland wird immer noch mehr als in anderen europäischen Ländern mit Sulfonylharnstoffen behandelt. Was das Metformin angeht, liegt Deutschland hier noch etwas zurück – aber insgesamt gehen die Trends in die richtige Richtung. Die Häufigkeit von mikro- und makrovaskulären Komplikationen zeigt sich europaweit ähnlich.
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Diabetologen, rührt Euch!

(2006)

Es gibt einen sehr sensiblen Gradmesser für die Veränderung im Berufsbild „Arzt“. 2004 waren zu 69 Prozent freiberufliche Vertragsärzte Träger Medizinischer Versorgungszentren. Diese Quote liegt inzwischen bei 61 Prozent. „Es ist anhand der Zahlen derzeit nicht zu sagen, ob der Anteil der Krankenhäuser als MVZ-Träger gestiegen und die absolute Zahl der Vertragsärzte gleich geblieben ist oder ob Letztere auch absolut den Rückzug angetreten haben. Egal wie die Zahlen zu interpretieren sind, sie bedeuten aus Sicht der Vertragsärzte auf jeden Fall Stagnation. Und ein „Stehenbleiben“ können sich die Diabetologen in Umbruchzeiten wie diesen nicht leisten“, erklärt das BVND-Vorstandsmitglied Dr. Martin Reuter. Neben Krankenhäusern sind u.a. auch Apotheken und Managementgesellschaften Träger von MVZs.
Angestellter Arzt dominiert
Eine weitere Zahl, die Auskunft über das Schicksal „Arzt“ gibt: Der Anteil von MVZs mit freiberuflich tätigen Ärzten sank gegenüber jenen, die überwiegend Festangestellte beschäftigen. Von Mai bis Dezember 2004 sank ihr Anteil von 60 auf 20 Prozent ab – auf Kongressvorträgen würde der Referent dies mit dem Hinweis „hoch signifikant“ besonders betonen. Der angestellte Arzt dominiert die Medizinischen Versorgungszentren. Die unerfreuliche Überraschung kann noch kommen, denn über die Beschaffenheit von MVZs ist so gut wie nichts bekannt. Da keine Meldepflicht besteht, wer, wann und wo ein solches Zentrum gründet, entwickeln sie sich im toten Winkel: „Diese Datenlücke soll mit der Gesundheitsreform, vor allem dem Vertragsarztänderungsgesetz, geschlossen werden“, berichtet Martin Reuter.
MVZ – muss das denn sein?
MVZ – müssen sich Diabetologen überhaupt damit ernsthaft auseinandersetzen?, könnte eine Frage lauten. Nicht die Organisationsform eines MVZ ist das Ausschlaggebende, sondern die Bereitschaft für eine wie auch immer zu organisierende Zusammenarbeit. Für niedergelassene Diabetologen, so Reuter, gibt es Alternativen – vor allem ab dem Jahr 2007, wenn das Vertragsarztänderungsgesetz in Kraft tritt. Doch da MVZs nicht nur von Vertragsärzten gegründet werden, sind sie das Boot für andere, um kräftig mitzumischen („Portal-MVZs“).
Für die Diabetologen analysierte Martin Reuter: „Ein Ärztehaus oder auch eine Gemeinschaftspraxis kann im Großen und Ganzen das leisten, was auch ein Medizinisches Versorgungszentrum kann. Ein MVZ bringt uns keine wesentlichen Vorteile – auch nicht mehr Geld. Der einzige Vorteil des MVZ, Praxisärzte anzustellen, wird ab 2007 durch das Vertragsarztänderungsgesetz egalisiert. Es gibt aus Sicht des BVND derzeit keinen überzeugenden Grund, ein MVZ einzurichten.“
Ein anderes Vehikel zur Kooperation ist die Integrierte Versorgung. MVZ und IV, beides sind zwei verschiedene Paar Schuhe, doch können MVZs Teil eines Vertrags zur Integrierten Versorgung werden. „Für die nahe Zukunft muss man mit einem Marktanteil Integrierter Versorgungsverträge von 17 Prozent bis 2010 rechnen. Tendenz weiter steigend. Bereits 2020 soll die 35-Prozent-Marke überschritten werden“, zitiert Martin Reuter Zahlen der Unternehmensberatung Roland Berger.
Diabetologe Martin Reuter stellt klar, dass Integrierte Versorgung von den Ärzten nicht geliebt wird, aber: „Entgegen den Versprechungen werden wir Ärzte nicht von Budgets erlöst werden, werden nicht nach Euro und Cent bezahlt – die Gesundheitsreform wird dies nicht möglich machen. Aus dieser Perspektive – allen Vorbehalten zum Trotz – bieten IV-Verträge einen gewissen Schutz. Ein solches Unterfangen muss aber sehr professionell und mit sehr guten Partnern angepackt werden.“

Kein Weg führt an Kooperation vorbei
Die gesamte Entwicklung wird die Sektorengrenze zwischen stationär und ambulant früher oder später sprengen. Deshalb sind gleiche, faire Ausgangsbedingungen zwischen beiden Ebenen unabdingbar. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat ein Schema aufgestellt, das die unterschiedlichen Verhaltensweisen der möglichen Partner Krankenhaus auf der einen und Praxis auf der anderen Seite gegenüberstellt. Niemand kann und will eine Kooperation in Frage stellen – dies ist der vernünftigste Weg.
Was aber passiert, wenn sich eine der beiden oder gar beide störrisch stellen? Würde sich die stationäre Ebene quer stellen, wäre die zu erwartende Antwort der Niedergelassenen die Gründung von Ärztehäusern und ähnlichen Zusammenschlüssen. Gibt sich dagegen der ambulante Sektor als widerspenstige Braut, wird die Konfrontationslinien am Stichwort „Qualität“ verlaufen.
Akzentverschiebung
Konfrontation, das ist nicht der Weg den der BVND einschlagen wird: „Wer die optimale Versorgung in den Mittelpunkt strategischer Überlegungen stellt, wird die bestmögliche Umsetzung mit den richtigen Partnern finden. Handeln ohne Scheuklappen muss die Devise lauten“, erläutert Martin Reuter. Dies setzt voraus, dass die Politik nicht einseitig Stellung bezieht und die ambulante Versorgung durch niedergelassene, freiberufliche Ärzte nicht durch die Gesetzgebung ins Hintertreffen geraten lässt.
Diabetologisches Kompetenzzentrum
„Angebot aus einer Hand“, so Reuter, „ist die Maxime, auf die wir uns einzustellen haben.“ Für den BVND sind daher die Schlussfolgerungen klar: „Verantwortung übernehmen und sich einmischen“ formuliert der Verband. Um zum Beispiel MVZs in anderer Trägerschaft die Stirn bieten zu können, sollten sich Diabetologen auf die Basisvorteile niedergelassener Praxen einstellen:

  • Patientenorientiertes Verhalten
  • Schnelle Diagnostik und Therapie

Der BVND hat sich auf die Fahnen geschrieben, an der diabetologischen Infrastruktur zu arbeiten, um Entwicklungen, wie sie z.B. MVZs in anderer Trägerschaft auslösen können, wirksam begegnen zu können. Deshalb sollten sich Diabetologen mit Folgendem auseinandersetzen, wenn sie in den sich vernetzenden Strukturen an führender Stelle dabei sein wollen:
Diabetologen können mit ihren Praxen bzw. Schwerpunktpraxen auf folgenden Gebieten punkten:
Leitbild könnte das Modell eines diabetologischen Rundumversorgers sein, ein Modell, in das zum Beispiel Verträge zur Integrierten Versorgung eingebracht werden könnten. „Eine Verbindung zur IV-Systematik hätte den Vorteil, verschiedene Fachdisziplinen einzubinden. Ein möglicher Partner ist der Kardiologie. Auch Fußzentren sind denkbar, in denen mit orthopädischen Schuhmachern zusammengearbeitet wird“, schildert Martin Reuter.
Weitere Themen diabetologischer Kompetenzzentren könnten sein:

  • Weiterbildung etwa im Bereich der Pflege
  • Patienteninformation
  • Prävention
  • Studienzentrum

Der BVND wird dies weiter ausarbeiten: „Wir sind uns bewusst, dass vor allem die wirtschaftliche Seite von Wichtigkeit ist. Es gibt viele wichtige Themen, die wir Diabetologen bearbeiten können – nur sie müssen auch wirtschaftlich tragfähig sein“, schildert Martin Reuter die Aufgaben der nächsten Zeit.
Zusammenfassung
Es gibt viele Möglichkeiten, sich zu entwickeln – Diabetologen müssen sie nützen. Sich auf fachübergreifende Kooperationen einzustellen ist ein absolutes „Muss“. Kommt das Vertragsarztänderungesetz 2007, haben Praxen, Gemeinschaftspraxen und Ärztehäuser alle Vorteile auf ihrer Seite. Der einzige Vorteil, den MVZs heute noch haben (Ärzte anstellen zu können), ist dann aufgehoben. MVZs sind eher als Einstiegstor für „Dritte“ in die ambulante Versorgungsebene anzusehen („Portal-MVZ“).

Typ 1 Diabetes bei Kindern Ursachenforschung

(2006) diabetes-news-teddy-gr

Typ 1 Diabetes bei Kindern Ursachenforschung

Zwischenbilanz nach dem ersten Jahr Diabetes-Screening für Neugeborene

Seit gut einem Jahr läuft in Deutschland die internationale TEDDY Studie, die die umweltbedingten Ursachen des Diabetes bei Kindern aufdecken soll. Das Studienzentrum in München hat nun eine erste Zwischenbilanz gezogen: In ganz Deutschland haben über 4500 Neugeborene an der ersten Stufe der Studie, dem Diabetes Risiko-Screening teilgenommen. Weltweit waren es knapp 82000. Bis in drei Jahren sollen in Deutschland mindestens 9400, in allen teilnehmenden Ländern zusammen 220 000 Neugeborene das Screening durchlaufen haben. Durch das Risiko-Screening kann anhand einer Blutprobe aus der Nabelschnur geklärt werden, ob ein Neugeborenes ein erhöhtes erbliches Risiko hat, an Typ 1 Diabetes, also der „jugendlichen“, insulinpflichtigen Form der Zuckerkrankheit zu erkranken. Bis drei Monate nach der Geburt kann die Untersuchung anhand weniger Tropfen Blut nachgeholt werden. Mitmachen kann jedes Neugeborene, insbesondere empfiehlt sich die Teilnahme aber für Kinder, die einen Verwandten mit Typ 1 Diabetes haben, da sie schon aufgrund der familiären Belastung ein höheres Erkrankungsrisiko mitbringen.

Auch für Säuglinge ohne familiäre Belastung macht die Untersuchung jedoch Sinn: Typ 1 Diabetes ist die häufigste chronische Krankheit im Kindesalter. Die meisten Neuerkrankten stammen aus Familien, in denen bisher kein Typ 1 Diabetes aufgetreten ist. Zurzeit erkranken in Deutschland jährlich etwa 2000 Kinder und sind künftig von täglichen Insulin-Injektionen abhängig. Die Zahl der Neuerkrankungen steigt aber mit jedem Jahr weiter an.

Um den Typ 1 Diabetes eines Tages verhindern zu können, soll in einer zweiten Stufe der TEDDY Studie geklärt werden, welche Umweltfaktoren die Krankheit bei erblich vorbelasteten Kindern auslösen können. Von den Kindern, die im Screening ein erhöhtes Risiko aufweisen, werden deshalb schon von Geburt an Informationen zu Ernährung, Infektionen und besonderen psychischen Belastungen gesammelt und später ausgewertet. In Deutschland nehmen bisher 90 Kinder an dieser zweiten Stufe der Studie teil, weltweit sind es 1651. Die fünf weiteren Studienzentren in Schweden, Finnland und den USA sind also deutlich stärker vertreten als Deutschland. „Vor allem in Schweden und Finnland macht eigentlich jeder Säugling beim Screening mit, der im Einzugsbereich der Studienkliniken geboren wird“, erklärt Prof. Ziegler, die Leiterin des deutschen TEDDY Teams. „Anders als in Deutschland haben die Eltern dort ein viel stärkeres Problembewusstsein, was den Diabetes betrifft, und sind eher bereit sich zu engagieren.“

Da das Diabetesrisiko nicht im Rahmen des allgemeinen Neugeborenen-Stoffwechsel-Screenings getestet wird, bietet die TEDDY Studie eine zusätzliche, kostenlose Vorsorgemöglichkeit für Neugeborene. Wird dabei ein erhöhtes Risiko festgestellt, kann durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen zwar noch nicht die Krankheit selbst, zumindest aber ein unerwarteter Krankheitsausbruch mit dramatischen Stoffwechselstörungen verhindert werden. Zudem wird so ermöglicht, die notwendige Therapie frühzeitig zu beginnen und die Gefahr von Komplikationen zu verringern.

Quelle und mehr Informationen

Institut für Diabetesforschung
Abt. Prof. Ziegler
Kölner Platz 1
80804 München
Tel: 0800 3383339
E-Mail: teddy.germany@lrz.uni-muenchen.de

Potenzpillen im Vergleich

(2006)

Männer bleiben bei Sildenafil – Neue Untersuchung bestätigt: Mit Sildenafil behandelte Männer wechseln seltener zu anderen Medikamenten.

Diabetes News Erektion

Diabetes News ErektionEine US-amerikanische Studie zeigt, dass Männer, denen zur Erstbehandlung ihrer Erektionsprobleme der Wirkstoff Sildenafil verschrieben wurde, seltener zu einem anderen Präparat wechselten als Männer, die mit anderen PDE-5-Hemmern behandelt wurden (Mulhall et.al., J. Sex. Med. 2005, S. 848 ff.).

Zu diesem Ergebnis kamen Forscher nach einer vergleichenden Analyse der Daten von über 145.000 Männern, deren Erektionsprobleme medikamentös behandelt wurden.

Alle Männer erhielten innerhalb eines Zeitraums von fünf Monaten erstmals einen der drei PDE-5-Hemmer Sildenafil, Tadalafil oder Vardenafil. Nach Verbrauch der ersten Packung wechselten lediglich 6,4 Prozent von Sildenafil zu einem anderen Wirkstoff. Männer, die ihre Behandlung mit Vardenafil oder Tadalafil begonnen hatten, erhielten von ihrem Arzt im Gegensatz dazu häufiger eine Verschreibung für ein anderes Präparat (Vardenafil 10,4 Prozent und Tadalafil 9 Prozent).

Auch die Folgeverschreibungen waren im Fall von Sildenafil am höchsten. Während 52 Prozent der Sildenafil-Anwender ein zweites Rezept in den Apotheken einlösten, führten lediglich 30 Prozent mit Vardenafil und nur 29 Prozent mit Tadalafil ihre Therapie fort. Dem Wirkstoff Sildenafil auch heute noch treu geblieben ist ein „Patient der ersten Stunde“. Dieser nahm als erster Deutscher 1995 bereits an den klinischen Testphasen zur Zulassung des Medikaments in Deutschland teil und vertraut auch heute noch, zehn Jahre später, auf das bewährte Präparat.

Sildenafil kam als erste orale Therapieform gegen Erektionsprobleme 1998 auf den Markt. In den vergangenen sieben Jahren haben mehr als 27,6 Millionen Männer weltweit den Wirkstoff für eine Wiederherstellung ihrer Erektionsfähigkeit erhalten. Mehr als 130 medizinisch-klinische Studien machen ihn zu einem der am besten untersuchten Wirkstoffe überhaupt.

Pfizer GmbH

Signifikante Glukosesenkung

(2006)

Signifikante Glukosesenkung mit Sitagliptin und Metformin

Neue Phase-III-Daten zeigen signifikante glukosesenkende Wirksamkeit von Sitagliptin, einem Arzneimittel im Untersuchungsstadium für Typ 2 Diabetes, bei simultaner Einnahme von Metformin.
Die simultane Behandlung mit Sitagliptin und Metformin führte zu einer signifikanten durchschnittlichen Reduzierung des HbA1c-Niveaus gegenüber Placebo von bis zu 2,1%.
In neuen Daten, die erstmalig im Rahmen der 42. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Kopenhagen vorgestellt wurden, zeigen Patienten ohne Behandlung bei Randomisierung bei Verabreichung einer zweimal täglich verabreichten Dosis von 50 mg Sitagliptin zusammen mit einer zweimal täglich verabreichten Dosis von 1000 mg Metformin, einer häufig eingesetzten Diabetestherapie, eine signifikante Reduzierung des durchschnittlichen HbA1c-Niveaus von 2,1% nach Anpassung um Placebo (Primäranalyse aller behandelten Patienten, p<0,001).
Diese Studie umfasste einen weiteren Zweig mit Sitagliptin und einer niedrigeren Dosierung von Metformin, sowie Zweige für Monotherapie und Placebo. Die vollständigen Ergebnisse werden im Laufe diesen Jahres veröffentlicht. Sitagliptin ist das orale Arzneimittel von Merck Sharpe & Dohme im Untersuchungsstadium für Typ 2 Diabetes.
In dieser Studie wurde eine simultane Behandlung mit Sitagliptin und Metformin generell gut vertragen und zeigte keine bedeutenden Unterschiede zu einer alleinigen Verabreichung von Metformin. Zu den Nebeneffekten einer simultanen Behandlung mit Sitagliptin, 50 mg zweimal täglich, und Metformin, 1000 mg zweimal täglich, verglichen mit einer alleinigen Verabreichung von Metformin, 1000 mg zweimal täglich, zählen Durchfall (jeweils 9% und 10%), Übelkeit (jeweils 6% und 8%), Schmerzen/Beschwerden im Unterleib (jeweils 3% und 5%) und Erbrechen (jeweils 3% und 1%). Im Verlauf des klinischen Programms meldeten Patienten, die eine Behandlung mit Sitagliptin erhielten, ein allgemeines Auftreten von Nebenwirkungen, die mit einem Placebo vergleichbar sind.
Das Produkt wurde im Allgemeinen gut vertragen. Zu den am häufigsten gemeldeten Nebenwirkungen der Behandlung mit Sitagliptin (größer oder gleich 3% und höher als Placebo) waren eine verstopfte oder laufende Nase und Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Durchfall, Infektion der oberen Atemwege, Gelenkschmerzen und Harnwegsinfektionen (mit Unterschieden zwischen 0,1% und 1,5% gegenüber Placebo).
Wirksamkeits- und Sicherheitsergebnisse der neuen Studie einer gemeinsamen Verabreichung mit Metformin
In klinischen Studien ist ein bedeutender Prognosefaktor für die Stärke der HbA1c-Reduzierung als Reaktion auf antihyperglykämische Therapie das HbA1c-Niveau des Patienten zu Beginn der Studie (Baseline-Wert). HbA1c misst die durchschnittliche Blutglukosewerte eines Patienten.
In anderen Phase-III-Studien ohne gemeinsame Verabreichung wurde Sitagliptin als Monotherapie einmal täglich oder als zusätzliche Behandlung zu anderen antihyperglykämischen Therapien verabreicht. In einem Zweig dieser neuen Studie wurden 50 mg Sitagliptin zweimal täglich zusammen mit 1000 mg Metformin zweimal täglich verabreicht. Bei Patienten mit einem leicht erhöhten HbA1c-Baseline-Wert (Durchschnitt: 8,8%), ergab sich bei einer simultanen Behandlung mit Sitagliptin und Metformin eine bedeutende durchschnittliche Reduzierung von HbA1c um 2,1% nach Abzug des Placebo-Effekts (Primäranalyse, p<0,001). Darüber hinaus erzielten zwei Drittel (66%) der Patienten bei einer simultanen Behandlung mit Sitagliptin und Metformin das Ziel von einem HbA1c-Niveau von < 7%, verglichen mit 38% der Patienten bei einer Behandlung mit nur Metformin.

Signifikante Reduzierungen von HbA1c-Niveaus nach Abzug des Placebo-Effekts (1,6%, p<0,001) und Zielerreichung (43% gegenüber 23%, p<0,001) wurden ebenfalls verzeichnet, wenn 50 mg Sitagliptin zweimal täglich zusammen mit einer niedrigeren Dosis Metformin (500 mg zweimal täglich) verabreicht wurde.
Diese 24-wöchige, randomisierte, placebo-kontrollierte Doppelblindstudie bewertete die simultane Behandlung mit Sitagliptin zusammen mit Metformin und die Verwendung der beiden Wirkstoffe als Monotherapie bei 1.056 unbehandelten Patienten mit Typ 2 Diabetes. Analysen wurden an Patienten ausgeführt, die einmal täglich 100 mg Sitagliptin (n=175), zweimal täglich 500 mg Metformin (n=178), zweimal täglich 1000 mg Metformin (n=177), zweimal täglich 50 mg Sitagliptin und zweimal täglich 500 mg Metformin (n=183), zweimal täglich 50 mg Sitagliptin und zweimal täglich 1000 mg Metformin (n=178) und ein Placebo (n=165) erhielten.
Aufgrund ihrer schweren Hyperglykämie wurden weitere 117 Patienten mit ernsthaft erhöhten HbA1c-Baseline-Werten (Durchschnitt: 11,2%) als Open-Label-Gruppe hinzugezogen, die zweimal täglich 50 mg Sitagliptin und zweimal täglich Metformin erhielten. Diese wurden jedoch für die Analyse, die die Studienhypothese untersucht, nicht berücksichtigt. In dieser Open-Label-Gruppe führte eine simultane Behandlung mit Sitagliptin und Metformin zu einer signifikanten Mittelwertreduzierung für HbA1c von 2,9% gegenüber dem Baseline-Wert.
„Die in dieser Studie festgestellte signifikante glukosesenkende Wirksamkeit legt es nahe, dass der komplementäre therapeutische Vorteil von Sitagliptin und Metformin zu einem additiven Effekt führt, wenn beide Wirkstoffe gemeinsam verabreicht werden“, sagte Barry Goldstein, M.D., Untersucher der Studie und Direktor der Division für Endokrinologie, Diabetes und Stoffwechselerkrankungen am Thomas Jefferson University Hospital in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania. „Diese Ergebnisse zeigen, dass eine gemeinsame Verabreichung von Sitagliptin und Metformin gut vertragen wurde und eine signifikant höhere Wirkung bei der Senkung von HbA1c erzielte als Metformin alleine. Metformin ist eine der Hauptstützen der derzeitigen Diabetesbehandlung.“
Sitagliptin, Teil einer neuen Klasse oraler Behandlungen, die als DPP-4-Inhibitoren (Dipeptidyl Peptidase 4) bekannt sind und die körpereigene Fähigkeit verstärken, einen erhöhten Blutzuckerspiegel (Glukose) zu senken, wurde im August als erster genehmigter DDP-4-Inhibitor in weltweit in Mexiko zugelassen. In kontrollierten klinischen Entwicklungsstudien wurde generell kein Zusammenhang zwischen Sitagliptin und Gewichtszunahme gegenüber dem Ausgangswert nachgewiesen, und das allgemeine Auftreten von Hypoglykämie (zu niedriger Blutzuckerspiegel) war in etwa auf dem Niveau eines Placebos.
Das Engagement von MSD für Diabetes
Das klinische Entwicklungsprogramm von MSD für Sitagliptin ist robust und wird weiterhin ausgedehnt. Derzeit werden 43 Studien durchgeführt bzw. wurden schon abgeschlossen, vier weitere Studien sollen dieses Jahr noch anlaufen. Die klinischen Studien des Unternehmens umfassen ca. 6.700 Patienten, von denen ca. 4.700 Sitagliptin verabreicht wird. Darüber hinaus werden ca. 1.100 Patienten seit mehr als einem Jahr mit Sitagliptin behandelt.
MSD engagiert sich für die Entwicklung innovativer Therapien, die Fortschritte bei der Behandlung ernsthafter Erkrankungen bieten, einschließlich Diabetes. Im Rahmen des Engagements von MSD für Diabetesforschung und -ausbildung unterstützt das Unternehmen die EASD auch weiterhin mit unbeschränkten Studienstipendien und anderen Formen der Finanzierung.
Informationen zu Sitagliptin
Sitagliptin ist Teil einer neuen Klasse oraler Behandlungen, die als DPP-4-Inhibitoren (Dipeptidyl Peptidase 4) bekannt sind und die körpereigene Fähigkeit verstärken, einen erhöhten Blutzuckerspiegel (Glukose) zu senken, und wurde im August als erster genehmigter DDP-4-Inhibitor weltweit in Mexiko zugelassen. In kontrollierten klinischen Entwicklungsstudien wurde generell kein Zusammenhang zwischen Sitagliptin und Gewichtszunahme gegenüber dem Ausgangswert nachgewiesen, und das allgemeine Auftreten von Hypoglykämie (zu niedriger Blutzuckerspiegel) war in etwa auf dem Niveau eines Placebos.
Sitagliptin ist ein wirkungsvoller und hochgradig selektiver DPP-4-Inhibitor. DPP-4-Inhibitoren verstärken das Inkretin-System, einen natürlichen Körperprozess, der den Blutzuckerspiegel senkt. Wenn der Blutzuckerspiegel erhöht ist, agieren Inkretine auf zwei Arten, um den Körper dabei zu unterstützen, hohe Blutzuckerspiegel zu regulieren: Sie lösen in der Bauchspeicheldrüse die Freigabe von Insulin aus und verhindern die Produktion von Glukose in der Leber.
DPP-4-Inhibitoren verstärken die körpereigene Fähigkeit, den Blutzuckerspiegel besser zu kontrollieren, indem Sie die aktiven Niveaus dieser Inkretin-Hormone im Körper steigern, was Patienten mit Typ 2 Diabetes dabei hilft, den Blutzuckerspiegel zu senken.
Sitagliptin wird auch als Teil der Einzeltablettenkombination MSDs mit Metformin (MK-0431A) untersucht. Die Wirkungsart von DDP-4-Inhibitoren unterscheidet sich von oralem Metformin und allen derzeit verfügbaren glukosesenkenden Wirkstoffklassen. MK-0431A wurde von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde United States Food and Drug Administration (FDA) zur Standardüberprüfung zugelassen. Eine Antwort der FDA auf die Anmeldung als neues Arzneimittel wird Ende März 2007 erwartet. Das Unternehmen schreitet außerdem planmäßig bei der Einreichung von Unterlagen bei Regulierungsbehörden in Ländern außerhalb der USA fort.
Informationen zu Typ 2 Diabetes
Diabetes ist eine der bedeutendsten Erkrankungen, die das moderne Zeitalter beeinflusst. Diabetes ist die fünfthäufigste Todesursache weltweit. Derzeit leben mehr als 230 Millionen Menschen, fast 6% der Weltbevölkerung, mit Diabetes. Es wird erwartet, dass diese Anzahl in weniger als 20 Jahren auf 350 Millionen anwachsen wird, wenn keine vorbeugenden Maßnahmen ergriffen werden.
Im Jahr 2000 entsprach die Anzahl zusätzlicher Todesfälle aufgrund von Diabetes den für HIV/AIDS ausgewiesenen Werten. Alle 10 Sekunden stirbt ein Mensch an Auswirkungen, die im Zusammenhang mit Diabetes stehen, und es wird erwartet, dass die Sterblichkeitsrate über das nächste Jahrzehnt um 25% ansteigen soll.
Die verheerenden Komplikationen von Diabetes, wie z.B. Blindheit, Nierenversagen und Herzerkrankungen, stellen eine immense Belastung für das Gesundheitswesen dar und verursachen ca. 5-10 Prozent der Gesundheitskosten eines Landes.(1)
Unite for Diabetes
MSD ist stolz darauf, Platin-Sponsor der Kampagne „Unite for Diabetes“ zu sein. Die Kampagne „Unite for Diabetes“ zielt darauf ab, die Öffentlichkeit auf das beunruhigende Voranschreiten von Diabetes weltweit aufmerksam zu machen und Regierungsunterstützung für eine Resolution der Vereinten Nationen zu Diabetes zu fördern. Die International Diabetes Federation (IDF) führt die Diabetesgemeinschaften vor Ort in einer gemeinsamen Anstrengung an, die Resolution Weltdiabetestag (14. November) 2007 bzw. um diesen Termin herum durchzusetzen.
Literatur
1 Diabetes Atlas Third Edition, International Diabetes Federation 2006 (im Druck). Abgerufen Juli 2006

Expertenbericht

(2006)

Diabetische schmerzhafte Polyneuropathie besser verstehen!

Expertenbericht hebt Notwendigkeit eines besseren Verständnisses der diabetischen schmerzhaften Polyneuropathie hervor.
Ein neuer Bericht hebt neue Möglichkeiten für Ärzte hervor, die Beschwerden einer schmerzhaften diabetischen Polyneuropathie (DPNP) zu lindern.(1)
Die aktuell (Sept. 2006) in „Diabetes and Vascular Disease Research“ veröffentlichten Ergebnisse heben nicht erfüllte klinische Erfordernisse hervor, die einer sofortigen Aufmerksamkeit bedürfen, um die mangelhafte Meldung und unzureichende Behandlung dieser schmerzhaften Diabeteskomplikation zu reduzieren.
Der von fünf führenden Diabetologen und Neurologen entwickelte Bericht zielt darauf ab, das derzeitige Verständnis dieser Beschwerden durch praktische Empfehlungen zu verbessern. Durch eine verbesserte Diagnose und Behandlung könnte die Zahl der an diesen Beschwerden leidenden Personen reduziert werden. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der 42. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes in Kopenhagen vorgestellt.
In Europa leiden mehr als 48 Millionen Menschen an Diabetes(2) und unterliegen dem Risiko, dauerhaft Schmerzen aufgrund von Nervenschädigungen zu erleiden, die vermutlich auf einen hohen Blutzuckerspiegel zurückzuführen sind. DPNP wird oft als ein brennendes, stechendes oder schießendes Gefühl in den Extremitäten beschrieben. Trotz der Auswirkungen von DPNP auf das Leben der Patienten waren 39 Prozent der Patienten mit DPNP in einer Studie niemals wegen dieser Beschwerden behandelt worden.(3)
„DPNP ist ein einzigartiger Therapiebereich, der einen multidisziplinären Ansatz erfordert, um unser Verständnis dieses Zustands zu erhöhen“, bemerkte Professor Paul Valensi, Mitglied der Expertenkoalition des Hôpital Jean Verdier in Frankreich.
„Diabetologen und Neurologen haben in der Vergangenheit in der Regel parallel gearbeitet. Dieser Bericht basiert jedoch auf dem kollektiven Wissen und der Erfahrung führender Experten in beiden Feldern und bietet so eine kombinierte Bewertung dieses Therapiebereichs. Unser Ziel bestand darin, die erforderlichen Schritte für die Verbesserung der Bewertung und des Managements dieser Beschwerden zu identifizieren, unter denen bis zu ein Drittel aller Diabetespatienten leiden.“

Lücken beim Management von DPNP

DPNP ist ein chronischer Schmerzzustand, der eng mit Gemütsstörungen zusammenhängen kann. Das Gremium empfiehlt daher einen holistischen Ansatz für DPNP-Management. Es empfiehlt Ärzten, ihre Patienten über DPNP aufzuklären und ihnen die Vorteile und Grenzen unterschiedlicher Behandlungsmöglichkeiten verständlich zu machen. Die Experten weisen außerdem auf die Erkenntnis hin, dass trotz derzeit zur Verfügung stehenden Behandlungsoptionen diese nicht immer effektiv eingesetzt werden.
„Die Experten im Gesundheitswesen müssen den Patienten als Ganzes betrachten, anstatt die Schmerzen isoliert zu behandeln“, bemerkte Dr. Misha-Miroslav Backonja von der UW-Neurology Pain Clinic am H6/5 Clinical Science Center in Madison, USA, einer der Autoren des Berichts. „Patienten fühlen sich oft falsch verstanden, da es keine offensichtlichen Gründe für die Schmerzen gibt. Patienten zuzuhören, diese zu unterstützen und ihnen die zugrundeliegenden Schmerzmechanismen zu erklären, kann für Menschen mit Diabetes schon eine Therapie sein, da diese Personen häufig befürchten, dass die starken Schmerzen von einer bislang nicht diagnostizierten Krankheit stammen oder ein Warnsignal für eine bevorstehende Amputation sein könnten.“
Informationen zum Bericht
Das Gremium identifizierte eine Vielzahl von Lücken in verfügbaren klinischen Informationen, die geschlossen werden müssen, um sowohl das Verständnis von DPNP als auch dessen effektive Einschätzung und Behandlung zu verbessern. Hierzu zählen u.a.:

  • Verbesserung des Verständnisses der zugrundeliegenden Mechanismen von DPNP
  • Verbesserung spezieller Messwerkzeuge für DPNP
  • Die Notwendigkeit weiterer Kopf-an-Kopf-Studien
  • Die Notwendigkeit standardisierter Studienendpunkte
  • Die Notwendigkeit von Studien für die Untersuchung von Behandlungseffekten bei unterschiedlichen Symptomen
  • Die Notwendigkeit einer Untersuchung des Effekts von Co-Morbiditäten auf die Wirksamkeit einer Behandlung
  • Die Notwendigkeit weiterer langfristiger Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten
  • Die Notwendigkeit der Untersuchung der Wirksamkeit und der Sicherheit verschiedener Kombinationstherapien
  • Die Notwendigkeit weiterer Studien zur Untersuchung nicht-pharmakologischer Behandlungsmöglichkeiten

Effektives Management
Professor Valensi bemerkte: „Neue Entwicklungen haben zur Verfügbarkeit neuer, effektiver Behandlungsmöglichkeiten für DPNP geführt, die gegenüber trizyklischen Antidepressiva eine verbesserte Verträglichkeit aufweisen.“
Als Teil des Berichts schlägt das Gremium einen aktualisierten Behandlungsalgorithmus vor und weist auf die Rolle neuer pharmakologischer Wirkstoffe wie Duloxetin und Pregablin als initiale Behandlungsalternative hin.
„Letzen Endes muss die Behandlung von DPNP auf den Patienten zugeschnitten werden“, fuhr Professor Valensi fort. „Wir müssen deren Co-Morbiditäten berücksichtigen, und die Behandlung sollte nicht nur eine Linderung der Schmerzen sondern auch eine Verbesserung der Lebensqualität umfassen.“
Weitere Infos zum Bericht
Der Bericht wurde auf Basis einer Konferenz entwickelt, die im Juni 2006 in Frankfurt stattfand. Die Konferenz wurde von Professor Cliff Bailey im Auftrag von Diabetes and Vascular Disease Research angeführt und wurde von Eli Lilly and Company und Boehringer Ingelheim gesponsert.
Vorsitz der Konferenz hatte Professor Troels Jensen – Abteilung für Neurologie am Danish Pain Research Center der Faculty of Health Sciences an der Universität Aarhus, Dänemark.
Zu den Mitgliedern des Gremiums zählen:

  • Professor Dan Ziegler – Deutsche Diabetes-Klinik, Deutsches Diabetes-Zentrum, Leibniz-Zentrum an der Heinrich Heine Universistät Düsseldorf, Deutschland
  • Professor Paul Valensi – Abteilung für Endokrinologie, Diabetologie und Ernährung am Hôpital Jean-Verdier APHP, Universität Paris-Nord, Bondy, Frankreich
  • Professor Solomon Tesfaye – Diabetes Research Unit, University of Sheffield, Royal Hallamshire Hospital, Sheffield, GB
  • Dr. Misha-Miroslav Backonja – UW-Neurology Pain Clinic, H6/5 Clinical Science Center, Madison, Wisconsin, USA
  • Dr. Sergio Hernandez-Jimenez – Abteilung für Endokrinologie und Stoffwechsel am Instituto Nacional de Ciencias Médicas y Nutrición Salvador Zubirán, Mexiko
  • Das Gremium erhielt redaktionelle Unterstützung von Dr. Jane Stock, Beraterin für medizinische Schriften, und wurde von Eli Lilly und Company and Boehringer Ingelheim gesponsert.

Informationen zu DPNP
Periphere Neuropathie betrifft ca. 30 Prozent der an Diabetes leidenden Menschen und ca. 16 bis 26 Prozent dieser Personen leiden an chronischen peripheren neuropatischen Schmerzen. DPNP sind eine Vielzahl von Co-Morbiditäten zugeordnet, wie z.B. Depression, Schlafstörungen und Gefäßkrankheiten.
Literatur
1 Jensen T, Backonja M, Hernández-Jiménez S et al. New perspectives on the management of diabetic peripheral neuropathic pain (Neue Perspektiven auf des Management von DPNP). Diab Vasc Dis Res. Im Druck
2 International Diabetes Federation – Diabetes Atlas 2003 Verfügbar unter: www.eatlas.idf.org/webdata/docs/Atlas%202003-Summary.pdf
3 Daousi C, MacFarlane IA, Woodward A et al. Chronic painful peripheral neuropathy in an urban community: a controlled comparison of people with and without diabetes (Chronische DPNP in einer städtischen Gemeinde: ein kontrollierter Vergleich von Menschen mit und ohne Diabetes). Diabet Med 2004;21:976-82

Großer Andrang

(2006)

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Bürgermeisterin Mechthild Fürst-Diery

15. DiabetesMARKT der DDS – Interessante Angebote brachten großes Interesse

Trotz tropischer Temperaturen und WM-Fieber strömten über 12.000 Besucher auf den 15. DiabetesMARKT der Deutschen Diabetes-Stiftung (DDS) am vergangenen Samstag in Mannheim.

An rund 30 Marktständen von Diabetes-Experten aus Institutionen und Unternehmen konnten sich Interessierte umfassend über Diabetes informieren, relevante Gesundheitsparameter checken lassen und nützliche Kontakte knüpfen. „Der jährlich stattfindende DiabetesMARKT eignet sich hervorragend, um die Menschen einer Region für die Problematik Diabetes zu sensibilisieren und zur Vorbeugung zu animieren“, so Prof. Dr. Rüdiger Landgraf, Vorsitzender der DDS, in seinen Grußworten. „Denn der DiabetesMARKT ist eine offene Veranstaltung und soll gerade auch Passanten ansprechen, die sonst nicht mit diesem Thema konfrontiert sind.“

Ein Gedanke, den auch Mannheims Erste Bürgermeisterin Mechthild Fürst-Diery voll unterstützt. In ihren Eröffnungsworten verwies sie auf das Projekt „Mannheim gegen Diabetes“, das die Stadt vor zwei Jahren in Kooperation mit zahlreichen Partnern vor Ort und der DDS initiiert hat. Der DiabetesMARKT bilde den vorläufigen Höhepunkt einer Reihe von über 20 Veranstaltungen, auf denen bis dahin ca. 3.000 Menschen über Diabetes und Präventionsmöglichkeiten informiert wurden. Eine besondere Herausforderung bei der Aufklärungsarbeit in Mannheim sei – bei einem Migrantenanteil von 22 Prozent – die Einbindung ausländischer Mitbürger. Dementsprechend gab es auf dem DiabetesMARKT 2006 zum ersten Mal eine spezielle fremdsprachige Diabetes-Beratung.

Getreu dem Anliegen der Veranstaltung standen Primärprävention (Vorbeugung von Diabetes) und Sekundärprävention (Vorbeugung von Folgeerkrankungen) im Vordergrund. Von den Podiumsgesprächen über den Risikofragebogen Diabetes reichte das Spektrum bis zu konkreten Vorsorge-Angeboten von Ernährung und Bewegung. Am Stand der Deutschen Diabetes-Stiftung wurde unter anderem das neue Diabetes-Schulungskonzept für Altenpflegekräfte FoDiAl (www.fodial.de) und der neue Präventionsleitfaden des Nationalen Aktionsforums Diabetes mellitus (www.nafdm.de) vorgestellt. Zudem fiel auf dem DiabetesMARKT der Startschuss für eine zehntägige Charity-Auktion bei eBay zugunsten der DDS (www.ebay.de). Zur Versteigerung steht ein gesponserter Smart – inklusive Probefahrt mit dem beliebten Entertainer Karl Moik.

Wie wichtig ein regelmäßiger Blutzuckertest auch bei Gesunden ist, zeigten die Zahlen neu entdeckter Diabetiker auf dem DiabetesMARKT: Rund hundert Besucher wurden mit erhöhten Werten an den Diabetes erfahrenen Arzt verwiesen. Neben dem Blutzucker konnten die Besucher zahlreiche weitere Gesundheitswerte überprüfen lassen: Blutdruck, Körperfett, Blutfett, Body Mass Index und HbA1c-Werte. Außerdem wurden Fußuntersuchungen und Muskel-Stimulationen angeboten.

Der DiabetesMARKT 2006 wurde besonders unterstützt durch das ortsansässige Unternehmen Roche Diagnostics.

Dringend Maßnahmen erforderlich

(2006)

Mikroalbuminurie-Tests auch für „Gesunde“

Was für die Risikogruppen Diabetiker und Hypertoniker gilt, gilt auch für die Gesamtbevölkerung, meint Galle: „Nierenerkrankungen sind behandelbar, wenn sie zeitig erkannt werden. Die Gesellschaft für Nephrologie empfiehlt daher, zum turnusmäßigen Gesundheits-Check, den die Krankenkassen ihren Versicherten ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre empfehlen, auch einen Urintest durchführen zu lassen.“ Neben der Früherkennung von Nierenerkrankungen sei dieser Test auch ein Indikator für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

„Erst in jüngster Zeit wurde die eingeschränkte Nierenfunktion und/oder eine Proteinurie auch eindeutig als unabhängiger Risikofaktor für das kardiovaskuläre Risiko identifiziert. Diese Erkenntnis wurde u.a. aus der HOPE-Studie und der VALIANT-Studie gewonnen und hat sich mittlerweile in großen epidemiologischen Erhebungen widergespiegelt. Von entscheidender Bedeutung ist dabei, dass es zu einem Anstieg des kardiovaskulären Risikos nicht erst im fortgeschrittenen Stadium der Nierenerkrankung kommt, sondern bereits sehr früh, d.h. bei einer GFR unter 60 ml/min sowie beim Vorliegen einer Mikroalbuminurie.“

Inkretin-Mimetika

(2006)

Dr. John Eng stellte 1992 fest, dass das Hormon Exendin-4, das er im Speichel des Gila Lizard entdeckte, die gleiche Wirkung hat wie das menschliche Darmhormon GLP-1 (Glukagon-Like-Peptide). „Es steuert die Insulinproduktion im Körper ganz eigenständig und je nach Bedarf und wird nur dann aktiv, wenn der Blutzuckerspiegel erhöht ist“, erläutert Privatdozent Dr. Oliver Schnell vom Institut für Diabetesforschung in München. Diese Erkenntnisse führen dazu, dass neben oralen Diabetesmedikamenten und Insulinen künftig auch Darmhormone (Inkretine) in der Diabetes-Therapie eine wichtige Rolle spielen werden. Exendin-4 ist der erste Vertreter einer neuen Wirkstoffklasse: der Inkretin-Mimetika. Im ursprünglichen Sinn bezeichnet man mit dem griechischen Wort „Mimese“ die nachahmende Darstellung der Natur oder des Charakters einer Person. Unter Inkretin-Mimetika versteht man demnach Substanzen, die die Wirkung von Inkretinen imitieren.

Inkretin-Mimetika denken mit

Inkretin-Mimetika haben für Menschen mit Diabetes Vorteile, die bislang keine anderen Diabetesmedikamente bieten konnten. Sie kurbeln die Insulinproduktion nur dann an, wenn der Blutzucker erhöht ist. Bei einem niedrigen Blutzuckerspiegel bleibt die Stimulation der Insulinausschüttung aus. Inkretin-Mimetika verzögern einerseits die Magenentleerung, andererseits hemmen sie den Appetit. Darüber hinaus kann die neue Wirkstoffklasse zur Gewichtsreduktion beitragen, die bei Menschen mit Typ-2-Diabetes oft nötig wird. Studien zeigten, dass Patienten unter Gabe von Exenatide mit oralen Antidiabetika innerhalb von 30 Wochen zwischen 1,6 und 2,8 Kilogramm abnahmen(1).
„Bei den Inkretin-Mimetika handelt es sich um eine innovative Wirkstoffklasse, deren zentraler Vorteil darin besteht, dass es die Insulinproduktion streng vom Blutzucker abhängig ankurbelt. Praktisch bedeutet das, dass es die Hypoglykämierate senkt“, erläutert Professor Dr. med. Michael Nauck, Leiter der Fachklinik für Diabetes und Stoffwechselkrankheiten Bad Lauterberg, der maßgeblich an der weltweiten Forschung der Inkretin-Mimetika beteiligt ist.

Wirkung auch auf die insulinproduzierenden Zellen

In Tierversuchen konnte bereits gezeigt werden, dass Inkretin-Mimetika die insulinproduzierenden Zellen, die sogenannten Beta-Zellen, regenerieren, die Beta-Zellmasse erhöhen und die Neubildung von Beta-Zellen fördern. Wenn sich diese Beobachtungen bestätigen, wären Inkretin-Mimetika eine neue Wirkstoffklasse, die den Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen kann (2).

Das Inkretin-Mimetikum Exenatide

Exenatide – synthetisch hergestelltes Exendin-4 – ist der Vertreter der neuen Substanzklasse der Inkretin-Mimetika. Es bietet neue therapeutische Optionen für Menschen mit Typ-2-Diabetes. Der verschreibungspflichtige Wirkstoff ist seit Ende April in den USA zugelassen. Er wurde von Eli Lilly and Company in Zusammenarbeit mit Amylin Pharmaceuticals Inc. entwickelt. In Deutschland werden die Zulassungsunterlagen im Jahr 2006 bei der EU-Behörde eingereicht.

Diabetes – eine globale Epidemie

Sechs bis acht Millionen Deutsche leiden an Diabetes. Rund 350.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich neu an der Stoffwechselkrankheit. Da die Erkrankung häufig über Jahre hinweg unerkannt bleibt, wird vermutet, dass die Dunkelziffer der nicht diagnostizierten Diabeteserkrankungen fast genauso hoch ist wie die Zahl der diagnostizierten Erkrankungen (3). Bei dieser Krankheit hat der Körper die Fähigkeit verloren, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Bei Typ-2-Diabetes produzieren die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse das Insulin nicht mehr bedarfsgerecht. Der Blutzucker ist dann erhöht und kann nicht mehr richtig reguliert werden. Typ-2-Diabetes entsteht meistens schleichend und aus einem Zusammenspiel vieler Faktoren. Genetik, Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen als Folge von Bewegungsmangel und falscher Ernährung sind besonders wichtige Risikofaktoren bei seiner Entstehung. Trotz zahlreicher Behandlungsmöglichkeiten können viele Patienten, das Therapieziel für Blutzuckerwerte nicht erreichen. Dies führt zu verheerenden Folgekomplikationen, die eine kostenaufwendige Therapie verlangen.

Literatur

  1. Buse J. et al., Diabetes Care 2004 (Vol 27, No 11): 2628-2635 DeFronzo R. et al.; Diabetes Care 2005 (Vol 28, No 5): 1092 – 1100 Kendall D. et al.; Diabetes Care 2005 (Vol 28, No 5): 1083-1091
  2. DJ. Curr Pharm Des 2001; 7:1399-1412, Drucker DJ. Mol Endocrinol 2003; 17:161-171
  3. Rathmann et al., Diabetologia 2003 (46): 182-189

Die guten Vorsätze der Deutschen

(2006)

Die guten Vorsätze der Deutschen

Mehr Sport für die Gesundheit
Sie gehören zum Jahreswechsel wie das Feuerwerk um Mitternacht – die guten Vorsätze. Die Allianz Private Krankenversicherung wollte deshalb wissen, was sich die Deutschen für ihre Gesundheit vorgenommen haben. Das Ergebnis lässt hoffen: Deutlich mehr Menschen als noch im vergangen Jahr planen, sich 2006 mehr um ihr Wohlbefinden zu kümmern. Gleichzeitig sorgen sie sich um ihr Gesundheitssystem und wünschen Reformen.
„Gesund bleiben“ ist der größte Wunsch der Deutschen für das neue Jahr. Das antworteten 49 Prozent der Befragten in einer repräsentativen Umfrage von TNS Healthcare im Auftrag der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG.
Dafür sind viele bereit, auch selbst mehr zu tun – zumindest haben sie sich das fest vorgenommen. 58 Prozent (2004: 50 Prozent) der Deutschen haben den Vorsatz, sich gesünder zu ernähren. 53 Prozent (2004: 38 Prozent) wollen mehr Sport treiben, 49 Prozent (2004: 45 Prozent) regelmäßig zum Arzt gehen und immerhin noch 20 Prozent (2004: 16 Prozent) weniger Alkohol trinken.
Eine etwas andere Reihenfolge ergab die Frage, welche Vorsätze der eigene Partner fassen sollte. Ganz vorn: „Mehr Sport treiben“ und „regelmäßig zum Arzt gehen“ (40 Prozent) gefolgt von „sich gesünder ernähren“ (38 Prozent).
Gesund bleiben, um die Krankenversicherung zu entlasten
Die Ergebnisse zeigen, dass das Gesundheitsbewusstsein der Deutschen zunimmt. Das liegt sicherlich unter anderem auch daran, dass die Mehrheit der Befragten der neuen Regierung nicht zutraut, die Finanzierungsprobleme der gesetzlichen Krankenkassen in den Griff zu bekommen: Nur 21 Prozent der Deutschen glaubt, dass die Große Koalition die Probleme lösen kann. Dagegen glauben 84 Prozent, dass die Leistungen der gesetzlichen Kassen in den nächsten vier Jahren weiter gekürzt werden.
Ihren Mitbürgern trauen sie dabei nicht allzu viel zu: So sind 64 Prozent der Meinung, die Deutschen hätten in Bezug auf die Gesundheit eine Vollkasko-Mentalität. Doch 83 Prozent sagen auch: „Jeder Bürger kann durch mehr Eigenverantwortung, also etwa durch gesunde Ernährung oder mehr Bewegung, einen Beitrag leisten, die Krankenversicherung zu entlasten und damit die Beitragssätze in Zukunft stabil zu halten.“
Wünsche an die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt
Die Umfrage zeigt darüber hinaus: Die Mehrheit der Deutschen ist mit dem aktuellen Gesundheitssystem nicht zufrieden. Nur 26 Prozent der Deutschen möchten, dass es so bleibt wie es ist. Aber was sollte sich ändern? Die Allianz Private Krankenversicherung hat daher auch nach den Wünschen an die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt gefragt.
Das Ergebnis:

  • Prozent wollen, dass die Ministerin den Bürgern die Wahrheit über die Finanzierungsprobleme der Gesetzlichen Krankenversicherung sagt
  • 82 Prozent wünschen sich eine zügige Reform des Gesundheitssystems
  • 78 Prozent finden, dass jeder selbst die Möglichkeit haben sollte, seinen Krankenversicherungsschutz nach seinem persönlichen Bedarf zusammenzustellen
  • 76 Prozent sagen, jeder sollte selbst entscheiden dürfen, wie er sich versichert – gesetzlich oder privat

Gute Vorsätze sind gut, aber werden sie auch umgesetzt?
Gute Vorsätze allein aber bewirken noch nicht viel. Wichtig ist, dass sie auch tatsächlich umgesetzt werden. Die Antworten auf diese Frage sind überraschend: Immerhin 48 Prozent sagen, sie hätten sich im vergangenen Jahr vorgenommen, sich gesünder zu ernähren und hätten das auch wirklich getan. 41 Prozent der Deutschen sind 2005 entsprechend ihres Vorsatzes regelmäßig zum Arzt gegangen und 40 Prozent haben tatsächlich mehr Sport getrieben.
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