Parodontitis erhöht Gesundheitsrisiko

Plaqueentfernung als wichtigste Prophylaxemaßnahme
Ruth Hinrichs empfiehlt betroffenen Patienten, vor dem Beginn einer Behandlung oder Operation den Zahnarzt zu konsultieren. „Wird bei dieser Untersuchung eine Gingivitis oder Parodontitis diagnostiziert, ist neben frühzeitiger Therapie auch eine optimale häusliche Mundhygiene unabdingbar. Hier sollte der Zahnarzt als Ergänzung zur täglichen Plaque-Entfernung mit Zahnpasta und Zahnbürste antibakterielle Mundspül-Lösungen empfehlen, die die Plaqueansammlung reduzieren. So können bestehende Entzündungen verringert und kann neuen Reizungen vorgebeugt werden.“
Studien haben gezeigt, dass die kombinierte Anwendung von Zahnpasta und Mundspül-Lösung mit der Wirkstoffkombination Aminfluorid/Zinnfluorid besonders wirksam ist. Neben der täglichen Mundhygiene und regelmäßigen Zahnarztbesuchen sollte mindestes zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung (PZR) durchgeführt werden. Alle Maßnahmen, vorbeugende wie therapeutische, müssen zwischen den betreuenden Fachärzten und dem Zahnarzt abgesprochen werden.

Literatur:
American Academy of Periodontology: Parodontalerkrankungen und Gesundheit. Übersetzt und bearbeitet von Annette Bergfeld, Phillip Verlag (2000)
Dörfer C: Parodont und Allgemeingesundheit. zm 92, Nr. 9, 38-43 (2002)
Risikokompendium Parodontitis. Hrsg. Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e. V., Quintessenz Verlag (2002)