Heilen durch Fasten: Neue Ansätze in der Therapie

Bayern2 (Radio), Donnerstag, 30. März 2017, 15.05 – 16.00 Uhr

„Fasten ist das beste Heilmittel“ soll der Arzt und Philosoph Paracelsus schon im 16. Jahrhundert gesagt haben. Und auch heute gibt es viele Menschen, die auf den freiwilligen Nahrungsverzicht schwören. Einige berichten, dass sie sich anschließend gesünder und „entschlackt“ fühlen. Seit Längerem schon geht auch die Wissenschaft der Frage nach, welche Effekte das Fasten als Therapie haben kann. Erste Studien konnten zeigen, dass eine Fastenkur zum Beispiel bei Arthrose Linderung verschafft, vor allem die mit der Gelenkerkrankung einher gehenden Schmerzen besserten sich bei den Probanden. Auch bei Migräne, Bluthochdruck, Depressionen und sogar bei Krebs hatte der Nahrungsverzicht unter ärztlicher Anleitung positive Effekte. Wissenschaftler untersuchen außerdem die Wirkung des Fastens auf die Stoffwechselstörung Diabetes Typ 2. Dabei zeigte sich, dass auch sogenanntes Intervallfasten positive Wirkungen entfalten kann. Der Fastende verzichtet beim Intervallfasten nicht die ganze Zeit auf feste Nahrung, sondern nur zeitweise, zum Beispiel zwei Tage pro Woche.