Zentrale Stellschraube im Insulinstoffwechsel entdeckt

Langes Leben dank Gendefekt?

Der gemeinsame Vorfahr von Taufliege und Maus lebte vor mindestens 900 Millionen Jahren. Dennoch sind sich „Steppke“ und das entsprechende Maus-Cytohesin so ähnlich, dass SecinH3 gegen beide wirkt. „Wir haben den Hemmstoff an unsere Fliegenlarven verfüttert“, erklärt Hoch. „Sie entwickelten sich dann genauso, als wäre ihr Steppke-Gen defekt.“ Die Erbanlage hat aber noch eine ganz andere Wirkung, die die Phantasie der Forscher beflügelt: Fliegen, bei denen „Steppke“ defekt ist, leben deutlich länger als ihre Artgenossen. „Ein spannender Effekt“, findet Hoch. „Das müssen wir unbedingt weiter untersuchen.“