Rechtsberatungsnetz gestartet

„Zucker im Blut – Recht im Leben“

Im Alltag wird es für Diabetiker immer schwieriger, die zunehmenden juristischen Komplikationen zu durchschauen und die eigenen Patientenrechte durchzusetzen. Der Deutsche Diabetiker Bund hat sich zur Aufgabe gestellt, dieser Problemlage etwas entgegenzusetzen.

Ein Netzwerk aus kompetenten Juristen soll die rechtliche Betreuung der im DDB organisierten Diabetiker übernehmen. Diesem Netzwerk gehören folgende Rechtsanwälte an: (Im Foto von links nach rechts) Hartmut Steinbeck (Bremen; Schwerpunkte: Zivilrecht, Versicherungsrecht; außerdem Vorsitzender des Landesverbandes Bremen), Dieter Möhler (Meiningen; Bundesvorsitzender), Andreas Schröder (Meiningen; Schwerpunkt Sozialrecht), Markus Horstmann (Hannover; Schwerpunkte Medizinrecht, Sozialrecht) und Dr. Stephan Schmanns (Hamburg; Schwerpunkt u. a. Medizinrecht).

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Foto: Börner PR

Auf dem Bild fehlen: Steffen Graf (Villingen-Schwenningen; Schwerpunkte Verkehrs-, Straf-, Verwaltungs- und Zivilrecht im Zusammenhang mit Diabetes; Vorstandsmitglied im Landesverband Baden-Württemberg). Weitere Anwälte u. a. eine Anwältin mit Migrationshintergrund prüfen zurzeit. die Bereitschaft zur Mitarbeit.

Diese genannten Rechtsanwälte übernehmen eine anfängliche juristische Beratung der Patienten – kostenfrei für Mitglieder im Deutschen Diabetiker Bund. Sie geben Hilfe und Unterstützung beispielsweise beim Ausfüllen von diversen Anträgen, Erstellen bei Bedarf Gutachten oder helfen bei den Schulungen und Fortbildungen der Diabetiker-Lotsen. Auch möchte man sich innerhalb des Netzwerkes spezialisieren, um so die fachliche juristische aber auch medizinisch wissenschaftliche Kompetenz zu erhöhen. Es sei künftig durchaus denkbar, den Mitarbeitern der lokalen Arbeitsagenturen entsprechende Fortbildungsseminare anzubieten, welche sich mit den sozial-medizinischen Möglichkeiten in der Bundesrepublik beschäftigen.

Das Rechtsberatungsnetz „Zucker im Blut – Recht im Leben“ ist ab sofort direkt über den Bundesverband in Kassel aber auch über die jeweiligen Landesverbände erreichbar.