Frauengesundheit und Hormone

Warum Frauen mit Diabetes ihren Zyklus kennen sollten – und was die Pubertät damit zu tun hat: In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Hormone dabei eine Rolle spielen, warum sich der Insulinbedarf im Laufe des Zyklus verändern kann und was sich daraus praktisch für die Diabetesbehandlung ableiten lässt.

Wer Diabetes hat, lernt schnell: Der Blutzucker hängt nicht nur vom Essen, von Bewegung und von Insulin ab. Auch Hormone spielen eine entscheidende Rolle. Bei Frauen verändert sich dieses Zusammenspiel im Laufe des Lebens mehrfach – und sogar jeden Monat aufs Neue.

Gerade bei Typ-1-Diabetes können hormonelle Schwankungen den Insulinbedarf verändern. Moderne kontinuierliche Glukosemesssysteme (CGM) machen diese Veränderungen heute wesentlich besser sichtbar als früher.

Östrogen unterstützt einen günstigen Glukosestoffwechsel

Insulin ist das zentrale Hormon, das die Aufnahme von Glukose aus dem Blut in das insulinabhängige Gewebe reguliert. Wie stark der Körper auf Insulin reagiert, bezeichnet man als Insulinempfindlichkeit. Ist sie hoch, wird für eine bestimmte Stoffwechselwirkung weniger Insulin benötigt. Ist sie vermindert, spricht man von Insulinresistenz.

Das wichtigste Östrogen während der reproduktiven Lebensphase ist Östradiol. Östrogene beeinflussen den Glukose- und Fettstoffwechsel über verschiedene Organsysteme und Östrogenrezeptoren. Experimentelle und klinische Untersuchungen sprechen insgesamt für günstige metabolische Wirkungen physiologischer Östrogenspiegel: [1,2]

  • In der Bauchspeicheldrüse unterstützt es die insulinproduzierenden Zellen. Sie bilden mehr Insulin, geben es besser ab und sind vor dem vorzeitigen Absterben geschützt.
  • In Muskeln und Fettgewebe hilft Östrogen dabei, Zucker aus dem Blut aufzunehmen. Frauen vor der Menopause speichern Fett häufiger subkutan – beispielsweise an Hüften und Oberschenkeln – und relativ weniger viszeral im Bauchraum. Viszerales Fettgewebe ist metabolisch besonders relevant, da eine ausgeprägte viszerale Adipositas eng mit Insulinresistenz, Fettstoffwechselstörungen und Typ-2-Diabetes verbunden ist.
  • In der Leber bremst Östrogen die körpereigene Zuckerproduktion. Folge sind niedrigere Blutzuckerwerte am Morgen und weniger Fetteinlagerung in der Leber.

Wichtig ist allerdings: Viel hilft nicht automatisch viel. Sowohl ein Östrogenmangel als auch ein Östrogenüberschuss verschlechtern die Insulinwirkung. Der Schutz besteht vor allem im natürlichen Bereich, wie er bei Frauen vor den Wechseljahren vorkommt. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von einer „U-Kurve“. Nach der Menopause verändern sich Körperfettverteilung und Stoffwechsel. Allerdings wäre es zu einfach, diese Veränderungen ausschließlich dem sinkenden Östrogenspiegel zuzuschreiben. Alter, Muskelmasse, körperliche Aktivität, Körpergewicht, genetische Faktoren und andere hormonelle Veränderungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Die Gegenspieler des Östrogens

Östrogen arbeitet nicht allein. Der weibliche Stoffwechsel wird von zahlreichen Hormonen beeinflusst. Dabei gibt es keine einfache Aufteilung in „gute“ und „schlechte“ Hormone. Mehrere andere Hormone wirken in die Gegenrichtung und machen den Körper vorübergehend unempfindlicher für Insulin:

Progesteron, auch „Gelbkörperhormon“ genannt, steigt in der zweiten Zyklushälfte an. Es erschwert die Aufnahme von Zucker in die Zellen und sorgt so für eine vorübergehende, völlig normale Insulinresistenz. Der Zusammenhang ist jedoch individuell unterschiedlich und wahrscheinlich nicht allein durch Progesteron bedingt.

Untersuchungen bei Frauen mit Typ-1-Diabetes zeigen, dass insbesondere während der späten Lutealphase – also in den Tagen unmittelbar vor Beginn der Menstruation – häufiger höhere Glukosewerte und ein erhöhter Insulinbedarf auftreten. [3–7] Zugleich kann es den Appetit steigern und die Körpertemperatur leicht erhöhen.

Männliche Hormone (Androgene): Sie kommen auch bei Frauen vor. Sind sie erhöht, ist das oft ein Hinweis auf eine Insulinresistenz. Erhöhte Androgenspiegel treten beispielsweise beim Polyendokrinen metabolischen Ovarialsyndrom (PMOS) auf und sind häufig mit Insulinresistenz verbunden.

Umgekehrt senkt ein hoher Insulinspiegel ein Transporteiweiß in der Leber (SHBG), wodurch mehr freies Testosteron im Blut zirkuliert. Auf diese Weise können sich Hyperinsulinämie und Hyperandrogenismus gegenseitig verstärken. Bei Männern ist es übrigens umgekehrt: Ein Testosteronmangel ist dort ungünstig für den Stoffwechsel. Niedrige Testosteronspiegel sind unter anderem mit Adipositas, Insulinresistenz und einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes assoziiert.

Wachstumshormon ist der Hauptgrund, warum Jugendliche in der Pubertät so viel Insulin benötigen (dazu gleich mehr) [8].

Stresshormone wie Cortisol, das Stillhormon Prolaktin und bestimmte Schwangerschaftshormone wirken ebenfalls als Gegenspieler des Insulins.

Die wichtige Rolle der Schilddrüse für den Glukosestoffwechsel

Frauen mit Typ-1-Diabetes haben auffällig häufig zusätzlich eine autoimmune Schilddrüsenentzündung (Hashimoto). Ein Blick auf die Schilddrüse lohnt sich daher. Die Schilddrüse sollte deshalb nicht als direkter „Gegenspieler des Insulins“ eingeordnet werden. Vielmehr handelt es sich um eine wichtige Begleiterkrankung des Typ-1-Diabetes.

Internationale Leitlinien empfehlen regelmäßige Kontrollen der Schilddrüsenfunktion bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes.[9]

Insulinempfindlichkeit: Ein Leben lang in Bewegung

Betrachtet man die Insulinempfindlichkeit über das ganze Leben einer Frau, so zeigt sich ein typisches Muster: In der Kindheit ist sie hoch. In der Pubertät bricht sie deutlich ein, erholt sich danach wieder und bleibt in den fruchtbaren Jahren weitgehend stabil. Rund um die Wechseljahre, wenn der Östrogenspiegel unregelmäßig schwankt, wird der Blutzucker besonders unberechenbar. Nach der Menopause fehlt der Schutz des Östrogens, und die Insulinempfindlichkeit sinkt langsam weiter. Die genauen Werte sind dabei von Frau zu Frau sehr unterschiedlich.

Pubertät: Insulinresistenz mit Sinn und Zweck

In der Pubertät reagiert der Körper am unempfindlichsten auf Insulin. Die Insulinempfindlichkeit sinkt dabei um 30 bis 50 Prozent – am stärksten etwa in der Mitte der körperlichen Entwicklung. Hauptverantwortlich dafür ist nicht, wie oft vermutet, das Östrogen, sondern das Wachstumshormon und sein Botenstoff IGF-1.

Das ergibt biologisch Sinn, da der Körper in dieser Zeit Nährstoffe gezielt ins Längenwachstum und in den Umbau des Körpers lenkt. Bei Mädchen setzt dieser Prozess früher ein als bei Jungen. Der Fettanteil nimmt stärker zu, und die Insulinresistenz ist ausgeprägter.

Für Jugendliche mit Typ-1-Diabetes hat das spürbare Folgen: Der Insulinbedarf liegt häufig bei 1,0 bis 1,5 Einheiten pro Kilogramm Körpergewicht und Tag, in Spitzenphasen sogar bis zu 2,0 – deutlich mehr als bei Erwachsenen. Bei einzelnen Jugendlichen können zeitweise auch noch höhere Dosen erforderlich sein. Entscheidend ist jedoch immer der individuelle Bedarf und nicht ein bestimmter Zahlenwert. [8,9]

Der Langzeitwert HbA1c erreicht in dieser Lebensphase oft seinen Höchststand. Typische Herausforderungen sind: Hohe Werte am Morgen: Nachts schüttet der Körper Wachstumshormon in Schüben aus. Dieses sogenannte Dawn-Phänomen (auch „Morgendämmerungs-Effekt“ genannt) macht oft eine höhere Insulin-Grundversorgung in den frühen Morgenstunden nötig. Bei Pumpentherapie oder automatisierten Insulinabgabesystemen kann dieser veränderte Bedarf häufig gezielter berücksichtigt werden.

  • Die erste Regelblutung bringt einen neuen Störfaktor ins Spiel. Die ersten Zyklen sind oft noch unregelmäßig und finden teilweise ohne Eisprung statt.
  • Der Wechsel von der Kinder- in die Erwachsenenmedizin ist eine kritische Phase, in der manche Jugendliche den Kontakt zur Behandlung verlieren.

Wenn in der Jugend ein Typ-2-Diabetes auftritt, verläuft die Erkrankung oft aggressiver als bei Erwachsenen: Die insulinbildenden Zellen erschöpfen sich schneller, Tabletten wie Metformin reichen allein häufig bald nicht mehr aus. Begleiterkrankungen können bereits in jungen Jahren auftreten. Langzeitdaten der TODAY-Studie zeigen eindrucksvoll, dass Hypertonie, diabetische Nierenerkrankung, Dyslipidämie, Neuropathie und Retinopathie bei einem erheblichen Anteil der Betroffenen bereits im jungen Erwachsenenalter nachweisbar waren. [11] Die Erkrankung sollte deshalb frühzeitig und konsequent behandelt werden.

Ein sensibles Thema: Diabulimie

Manche jungen Frauen mit Typ-1-Diabetes spritzen bewusst zu wenig Insulin, um Gewicht zu verlieren. Umgangssprachlich wird dies häufig als „Diabulimie“ bezeichnet. Der Begriff ist jedoch keine eigenständige medizinische Diagnose. Fachlich spricht man eher von insulin restriction or omission for weight control im Rahmen eines gestörten Essverhaltens oder einer Essstörung.

Diese sogenannte Diabulimie ist häufiger als gedacht und wird selten von sich aus angesprochen. Sie ist gefährlich, da sie zu Stoffwechselentgleisungen und frühen Folgeschäden führen kann. Deshalb sollte das Behandlungsteam regelmäßig und ohne Vorwurf danach fragen – etwa mithilfe eines kurzen Fragebogens (DEPS-R). Mit dem Diabetes Eating Problem Survey–Revised (DEPS-R) steht ein kurzer diabetes-spezifischer Screening-Fragebogen zur Verfügung. Er kann Hinweise auf problematisches Essverhalten liefern, ersetzt jedoch keine fachärztliche oder psychologische Diagnostik. [12,13]

Der Monatszyklus als Glukosestoffwechsel-Rhythmus

Auch in den Jahren zwischen Pubertät und Wechseljahren bleibt der Blutzucker in Bewegung – allerdings nach einem wiederkehrenden und somit gut planbaren Muster:

Diese Tabelle beschreibt einen Durchschnittstrend und keine Regel. Wie stark es bei der einzelnen Frau ausgeprägt ist, variiert sehr. Es gibt kein für alle Frauen gültiges Muster.

Was CGM-Messdaten in den Zyklusphasen zeigen

Moderne Glukosesensoren (CGM), die den Zucker rund um die Uhr messen, machen diese Schwankungen sichtbar. Eine Auswertung bei Frauen mit Typ-1-Diabetes, die eine automatische Insulinpumpe (ein sogenanntes AID-System, hier MiniMed 780G) nutzten, ergab:

  • In den Tagen vor der Periode lagen die Werte zu 80,7 Prozent der Zeit im Zielbereich (Time in Range), in der ersten Zyklushälfte zu 82,7 Prozent.
  • Die Zeit mit zu hohen Werten (Time Above Range) stieg vor der Periode von 14,6 auf 17,3 Prozent und der mittlere Blutzucker siegt um etwa 6 mg/dl (0,33 mol/l).
  • In der ersten Zyklushälfte dagegen waren Unterzuckerungen dagegen häufiger (2,8 statt 2,0 Prozent der Zeit) – ein Risiko, das oft übersehen wird.
  • Der Mehrbedarf an Insulin betraf vor allem die Mahlzeiten-Insuline. Bei der Basalinsulinabgabe und den automatischen Korrekturboli bestanden dagegen keine signifikanten Unterschiede.
  • Die automatische Pumpe glättet die Schwankungen also, beseitigt sie aber nicht.

Bemerkenswert: Auch Frauen ohne Diabetes zeigen zyklusabhängige Glukoseschwankungen In einer Studie trugen 49 Frauen über insgesamt 149 Zyklen einen Glukosesensor und maßen gleichzeitig täglich ihre Hormone im Urin. Der Blutzucker sank bis zum Östrogengipfel kurz vor dem Eisprung und stieg danach wieder an. Der niedrigste Wert lag im Mittel bei 104,5 mg/dl bzw. 5,80 mmol/l (etwa Zyklustag 14), der höchste bei 109,9 mg/dl bzw. 6,10 mmol/l (etwa Zyklustag 24). Beim Einsetzen der Periode fielen die Werte wieder deutlich ab. Die Unterschiede sind bei gesunden Frauen gering – bei Frauen mit Diabetes, deren Körper nicht selbst gegensteuern kann, fallen sie jedoch viel stärker ins Gewicht.

Was Frauen mit Typ-1-Diabetes konkret tun können

Die gute Nachricht: Weil sich das Muster jeden Monat wiederholt, lässt es sich vorhersehen. Dadurch kann es in die Therapie einbezogen werden. Bewährt hat sich ein Vorgehen in vier Schritten, das immer in Absprache mit dem Diabetesteam erfolgt.

1. Beobachten und wiederkehrende Veränderungen erkennen:
Notieren Sie über mindestens drei Zyklen Ihre Periode (zum Beispiel mithilfe einer Zyklus-App) und vergleichen Sie die Daten mit Ihren Sensorwerten. Dabei sollte beispielsweise geprüft werden:

  • Steigt die Glukose regelmäßig einige Tage vor der Menstruation?
  • Ändert sich die Time in Range?
  • Werden mehr Korrekturboli benötigt?
  • Steigt der Mahlzeiteninsulinbedarf?

2. Anpassen der Basalrate
Steigen die Werte in der zweiten Zyklushälfte regelmäßig an, kann das Diabetesteam beispielsweise ein eigenes Basalratenprofil für diese Tage einrichten, die Grundrate vorübergehend um 10 bis 30 Prozent erhöhen oder bei automatischen Systemen einen niedrigeren Zielwert einstellen. Eine generelle Empfehlung, die Basalrate in der Lutealphase grundsätzlich um 10–30 % zu erhöhen, lässt sich aus der derzeitigen Studienlage nicht ableiten. Bei einzelnen Frauen kann eine Größenordnung dieser Art erforderlich sein, bei anderen dagegen überhaupt keine Anpassung.

3. Rechtzeitig zurückfahren
Mit Beginn der Periode sinkt der Insulinbedarf oft schlagartig. Wer dann nicht rechtzeitig reduziert, riskiert Unterzuckerungen in der ersten Zyklushälfte.

4. Das Verhalten mitdenken
Heißhunger vor der Periode ist ein eigener Faktor, der nicht allein über das Insulin zu lösen ist. Es hilft, ihn zu kennen und bewusst einzuplanen.

Ernährung, Aktivität und Beschwerden mit berücksichtigen
Nicht jede prämenstruelle Glukoseveränderung ist ausschließlich hormonell bedingt, auch andere Faktoren spielen eine Rolle. Auch
  • Appetit und Heißhunger
  • Kohlenhydrataufnahme
  • Schlaf
  • Stress
  • körperliche Aktivität
  • Schmerzen und prämenstruelle Beschwerden

können den Glukoseverlauf verändern. In der Untersuchung gesunder Frauen war beispielsweise stärkerer Heißhunger unabhängig mit höheren Glukosewerten assoziiert. [6]

Fazit

Der weibliche Körper folgt einem hormonellen Rhythmus – und der Blutzuckerspiegel tanzt mit. Während Östrogen den Stoffwechsel schützt, wirken Progesteron, Wachstumshormone und Stresshormone dagegen. In der Pubertät und in den Tagen vor der Periode steigt der Insulinbedarf, zu Beginn der Periode fällt er wieder. Wer diese Zusammenhänge kennt, kann manche „unerklärlichen“ Werte besser verstehen und gemeinsam mit dem Behandlungsteam gezielt gegensteuern. Moderne CGM- und AID-Systeme können diese Veränderungen sichtbar machen beziehungsweise teilweise automatisch ausgleichen.

Entscheidend ist jedoch nicht das „Lehrbuchmuster“, sondern das individuelle Muster der einzelnen Frau. Wer Zyklusdaten und CGM-Verläufe über mehrere Monate gemeinsam betrachtet, kann vermeintlich unerklärliche Glukoseschwankungen häufig besser verstehen. Wiederkehrende Veränderungen können anschließend gemeinsam mit dem Diabetesteam in die individuelle Therapieplanung einbezogen werden.

Quellen:

[1] Mauvais-Jarvis F. Gender differences in glucose homeostasis and diabetes. Physiol Behav. 2018;187:20–23.

[2] Ribas V, Drew BG, Zhou Z, et al. Skeletal muscle action of estrogen receptor α is critical for the maintenance of mitochondrial function and metabolic homeostasis in females. Sci Transl Med. 2016;8(334):334ra54.

[3] Gamarra E, Trimboli P. Menstrual cycle, glucose control and insulin sensitivity in type 1 diabetes: a systematic review. J Pers Med. 2023;13(2):374. doi:10.3390/jpm13020374.

[4] Brown SA, Jiang B, McElwee-Malloy M, Wakeman C, Breton MD. Fluctuations of hyperglycemia and insulin sensitivity are linked to menstrual cycle phases in women with T1D. J Diabetes Sci Technol. 2015;9(6):1192–1199. doi:10.1177/1932296815608400.

[5] Tatulashvili S, Baptiste Julla J, Sritharan N, et al. Ambulatory glucose profile according to different phases of the menstrual cycle in women living with type 1 diabetes. J Clin Endocrinol Metab. 2022;107(10):2793–2800. doi:10.1210/clinem/dgac443.

[6] Lin G, Siddiqui R, Lin Z, et al. Blood glucose variance measured by continuous glucose monitors across the menstrual cycle. npj Digit Med. 2023;6:140. doi:10.1038/s41746-023-00884-x.

[7] López et al. Glycemic control during the menstrual cycle in women with type 1 diabetes: performance of an automated insulin delivery system. Diabetes Obes Metab. 2026;28:4884–4889. doi:10.1111/dom.70673.

[8] Gregory JW, Cameron FJ, Joshi K, et al. ISPAD Clinical Practice Consensus Guidelines 2022: Diabetes in adolescence. Pediatr Diabetes. 2022;23:857–871.

[9] American Diabetes Association Professional Practice Committee. 14. Children and adolescents: Standards of Care in Diabetes—2026. Diabetes Care. 2026;49(Suppl 1)–S320. doi:10.2337/dc26-S014.

[10] Amiel SA, Sherwin RS, Simonson DC, Lauritano AA, Tamborlane WV. Impaired insulin action in puberty. N Engl J Med. 1986;315:215–219.

[11] TODAY Study Group. Long-term complications in youth-onset type 2 diabetes. N Engl J Med. 2021;385:416–426. doi:10.1056/NEJMoa2100165.

[12] Markowitz JT, Butler DA, Volkening LK, Antisdel JE, Anderson BJ, Laffel LMB. Brief screening tool for disordered eating in diabetes: internal consistency and external validity in a contemporary sample of pediatric patients with type 1 diabetes. Diabetes Care. 2010;33(3):495–500. doi:10.2337/dc09-1890.

[13] Abild CB, Clausen L, Wisting L, et al. Screening for disordered eating in adolescents with type 1 diabetes: a comparison of Diabetes Eating Problem Survey Revised (DEPS-R) and Youth Eating Disorder Examination Questionnaire. Diabet Med. 2025;42(5). doi:10.1111/dme.15521.

[14] Mewes D, Wäldchen M, Knoll C, Raile K, Braune K. Variability of glycemic outcomes and insulin requirements throughout the menstrual cycle: a qualitative study on women with type 1 diabetes using an open-source automated insulin delivery system. J Diabetes Sci Technol. 2023;17(5):1304–1316. doi:10.1177/19322968221080199.