Betreuung

Betreuung

Diabetes News Lilly Tagebuecher

An Schulung und Einstellung schließt sich nahtlos die Betreuung des Diabetikers an. Sie soll sicherstellen, dass die persönlichen Behandlungsziele auch auf Dauer erreicht werden. Hierzu dient z.B. der von der Deutschen Diabetes Gesellschaft herausgegebene Gesundheitspass Diabetes.

 

 

 

Dies wird erreicht durch:

  • Festlegung der persönlichen Behandlungsziele
  • Festlegung und Dokumentation der quartalsmäßigen und jährlichen Kontrolluntersuchungen
  • Häufigkeit und Art der Selbstkontrollen
  • Körperliche Untersuchungsbefunde
  • Technische Untersuchungsbefunde
  • Augenärztliche Kontrollen
  • Behandlungsziele bzgl. Blutdruck und Blutfetten

Ein geschulter Diabetiker, der einen vollständig geführten Diabetespass besitzt und die Behandlungsziele erreicht, ist optimal betreut!

Mit dem Diabetespass lässt sich auch sehr gut die Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und Diabetologen regeln. Wegen der Häufigkeit der Erkrankung und der Nähe zum Betroffenen ist der Hausarzt für unkomplizierte Fälle bei Menschen mit Typ 2 Diabetes der erste Ansprechspartner. Bei Nichterreichen der Ziele über mehr als 1-2 Quartale sollte eine Überweisung an eine Schwerpunktpraxis erfolgen. Menschen mit Typ 1 Diabetes werden wegen ihres Diabetes prinzipiell in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis betreut.

Eine solche strukturierte Zusammenarbeit von Ärzten dient der optimierten Patientenversorgung und ist Basis strukturierter Versorgungsprogramme wie der DMPs und dient einer Ökonomisierung der Behandlung:

  • Hausärztliche Versorgungsebene
    • Schulung von nicht-insulinspritzenden und konventionell insulinspritzenden Diabetikern
    • Führen des Diabetikerpasses
    • Überweisung an die Schwerpunktsebene bei nicht-Erreichen der Ziele oder Auftreten von Komplikationen.
  • Schwerpunktpraxis
    • Prinzipiell fachäztlich spezialisierte diabetologische Betreuung
    • Spezialisiertes Diabetesteam (DiabetologeIn, DiabetesberaterIn, DiabetesassistentIn, DiätassistentIn, PodologeIn, orth. SchuhmachermeisterIn)
    • Spezialisierte Diabetesversorgungsstruktur (Schulungsraum, Beratungsräume, qualitätsgesicherte Blutzuckermessmethode, Sofortbestimmung von HbA1c und quantitativ Mikroalbumin im Urin, spezielle neurologische Diagnostik für die diabetische Nervenschädigung, Fussambulanz, Pumpenambulanz, Qualitätsmanagement System
    • Schulung von Diabetikern (siehe Schulungsprogramme)
    • Betreuung bei nicht-Erreichen der Behandlungsziele oder Komplikationen
    • Betreuung von Typ 1 Diabetikern
    • Betreuung von schwangeren Diabetikerinnen
    • Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes
    • Einweisung zu einer stationären Behandlung in eine spezialisierte Diabetesklinik, wenn das Problem nicht ambulant lösbar ist
    • Enge Kooperation mit dem überweisenden Hausarzt
  • Auf Diabetes spezialisiertes Krankenhaus
    • Behandlung von Diabetikern mit schwerwiegenden Komplikationen, die ambulant in der diabetologsichen Schwerpunktpraxis nicht behandelbar sind