Philosophie

 

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„Heilung führt den Menschen nie zum biologischen Ursprungszustand zurück“, schreibt der französische Arzt und Philosoph Georges Canguilhem in seinem Buch „Das Normale und das Pathologische“. Krankheit lässt sich durch Heilung nicht ungeschehen machen und ist dadurch quasi unumkehrbar; Heilung bedeutet auch, in einem veränderten Körper leben zu lernen und vielleicht sogar sein Leben danach neu auszurichten. Je nach Krankheit, seien es eine körperliche Behinderung oder chronische Krankheiten wie Diabetes, Alzheimer oder Aids, geht es für den Patienten darum, mit der Krankheit zu leben, sein Leben neu zu schaffen und ihm einen Sinn zu geben, den man ihm ohne die Krankheit vielleicht nicht gegeben hätte. In jedem Falle gibt es also nach der Heilung einen Wiederanfang oder etwas, was neu beginnt. Deshalb schließt die heutige Sendung mit einem tröstlichen Satz von Nietzsche: „Was den Menschen nicht umbringt, macht ihn stärker.“