Vorhofflimmern bei Diabetes bleibt oft unbemerkt
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(18.08.2026) Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern, und diese Gefahr bleibt oftmals lange unbemerkt. Darauf weist die Deutsche Herzstiftung in einer Pressemitteilung hin. Die Kombination aus Diabetes und Vorhofflimmern ist gefährlich, da sie zu Herzschwäche und Schlaganfällen führen kann. Laut der Deutschen Herzstiftung haben Menschen mit Diabetes und einer Herzrhythmusstörung ein um 61 Prozent erhöhtes Risiko für einen vorzeitigen Tod.
Dass Diabetes dem Herzen schaden kann, ist unter Betroffenen gut bekannt. Erhöhte Blutzuckerwerte sind ein Risikofaktor für Gefäßschäden, die unter anderem Herzinfarkte auslösen können. Der Zusammenhang mit Herzrhythmusstörungen ist hingegen weniger bekannt. Gleichzeitig ist er tückisch, da die Betroffenen anfangs nur wenige oder unklare Symptome haben.
In Herzkammern können sich Gerinnsel bilden
Hintergrund: Bei Vorhofflimmern schlägt das Herz unregelmäßig und/oder schneller als normal. Dadurch wird weniger Blut in den Körper gepumpt und es staut sich in den Vorkammern des Herzens. Manche Betroffene spüren ein schnelles Herzklopfen in der Brust oder im Hals. Auch Schwächegefühle oder Erschöpfung können auf eine Herzrhythmusstörung hindeuten. Vorhofflimmern ist zwar nicht unmittelbar lebensbedrohlich, kann aber auf Dauer zu Schlaganfällen führen, da sich im angestauten Blut Gerinnsel bilden können, die später möglicherweise ins Gehirn geschwemmt werden. Das Schlaganfallrisiko ist bei Vorhofflimmern um das Fünffache erhöht.Laut der Deutschen Herzstiftung gibt es mehrere Gründe für den Zusammenhang zwischen Diabetes und Vorhofflimmern. Dazu zählen unter anderem entzündliche Prozesse, die bei Diabetes häufig auftreten und zu Narbenbildung im Herzmuskel führen können. Auch die typische Insulinresistenz bei Typ-2-Diabetes begünstigt Herzrhythmusstörungen. Darüber hinaus können weitere Begleiterkrankungen von Diabetes wie Bluthochdruck, Übergewicht oder Schlafapnoe zur Entstehung von Vorhofflimmern beitragen.
Arzt kann gegebenenfalls Blutverdünner verordnen
Menschen mit Diabetes können durch verschiedene Maßnahmen selbst dazu beitragen, ihr Herz gesund zu halten. Dazu zählen regelmäßige Bewegung und ausreichender Schlaf, der Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum, Gewichtsverlust sowie eine salzarme Ernährung bei gleichzeitig bestehendem Bluthochdruck.Gleichwohl kann es Fälle geben, in denen eine zusätzliche medikamentöse Therapie empfohlen wird. Laut der Deutschen Herzstiftung kann der Arzt das individuelle Risiko mithilfe eines Scores beurteilen und bei Bedarf einen Blutverdünner (Antikoagulation) verordnen. Bei beschleunigtem Puls können zudem Betablocker sinnvoll sein. Auch einige Diabetesmedikamente, wie beispielsweise Metformin, senken das Risiko für Vorhofflimmern.
Quellen:
Deutsche Herzstiftung
Stiftung für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2025
eigene Recherche
Stichwörter: Deutsche Herzstiftung, diabetes, diabetes mellitus typ 2, folgeerkrankungen, Herz, schlaganfall
Kategorisiert in: 2026, Folgeerkrankungen, Leben mit Diabetes, Nachrichten
Dieser Artikel wurde verfasst von Thorsten Ferdinand







