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Herzwochen im November mit vielen Angeboten

Am 1. November starten die Herzwochen 2020 der Deutschen Herzstiftung. In diesem Jahr stehen sie unter dem Motto „Das schwache Herz“ und widmen sich dem Schwerpunkt Herzinsuffizienz. Folgen Sie den Veranstaltungen online und stellen Sie Ihre Fragen im Rahmen der Telefonaktion. 

Die Deutsche Herzstiftung bietet das ganze Jahr über auf ihrer Internetseite www.herzstiftung.de hilfreiche Informationen und Rat durch Experten rund um das Thema Herzgesundheit. Einmal jährlich – im November – tourt die Stiftung im Rahmen der Herzwochen normalerweise mit einem Bus durch Deutschland und informiert in zahlreichen Städten vor Ort. In diesem Jahr muss diese Tour leider wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Die Herzwochen selbst finden statt – jeder kann von zu Hause aus teilnehmen. Geboten werden Vorträge, die man vom Computer aus verfolgen kann, informative Videos und Telefonsprechstunden mit Experten, die Fragen persönlich beantworten.

Das komplette Angebot finden Sie hier.

Informationsmaterial erhalten Sie bei der Deutschen Herzstiftung

Menschen mit Diabetes sind besonders gefährdet

In diesem Jahr steht „Das schwache Herz“ im Mittelpunkt. Das Programm widmet sich schwerpunktmäßig dem Thema Herzinsuffizienz (Herzschwäche). In Deutschland leiden schätzungsweise vier Millionen Menschen darunter. Herzschwäche zählt zu den häufigsten Anlässen für eine Klinikaufnahme. Tückisch an der Herzschwäche ist, dass sie meistens mit Atemnot und einer Leistungsabnahme beginnt. Die Beschwerden können unspektakulär sein: Man schafft die Bergwanderung nicht mehr oder beim Treppensteigen geht die Puste aus. Man ist müde, abgeschlagen und die Unterschenkel und Fußgelenke sind wie geschwollen, weil sich Flüssigkeit eingelagert hat“, berichtet Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Für Patienten und Ärzte lassen sich diese teils diffusen Leitsymptome nicht immer gleich dem Herzen zuordnen. Das birgt die Gefahr, dass ältere Personen ihre Beschwerden dem Alter zuschreiben und hinnehmen, anstatt zum Arzt zu gehen. Wer aber unter Atemnot leidet, muss sofort zum Arzt, um die Herzschwäche und ihre Ursachen zu behandeln“, warnt der Kardiologe am Cardiolangiologischen Centrum Bethanien (CCB) Frankfurt am Main.

Herzschwäche ist meist die Folge anderer Herz-Kreislauferkrankungen

Die Herzschwäche ist keine eigene Erkrankung, sondern das Resultat anderer Herz-Kreislauferkrankungen wie koronarer Herzerkrankung (KHK) und Bluthochdruck. Besonders gefährlich wird es, wenn KHK und Bluthochdruck mit Diabetes gemeinsam auftreten. Dann steigt die Wahrscheinlichkeit einer Herzschwäche. Schädigt ein Herzinfarkt oder ein unbehandelter Bluthochdruck den Herzmuskel, verliert dieser an Pumpkraft. Nicht nur das Herz selbst, auch andere Organe wie Gehirn, Nieren oder Muskeln nehmen Schaden.

Ziel der Therapie: Fortschreiten stoppen oder verlangsamen

Ziel der Therapie der Herzschwäche ist es, ihr Fortschreiten zu stoppen oder zu verlangsamen, die Sterblichkeit und Krankenhauseinweisungen zu verhindern und die Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern. Besser ist, es gar nicht soweit kommen zu lassen. Wichtig zur Vorbeugung:

  • Blutdruck- und andere Medikamente zur Behandlung einer Herzerkrankung regelmäßig und zuverlässig einnehmen
  • Gewicht normalisieren durch Umstellung der Ernährung (Mittelmeerküche) und mehr Bewegung
  • Verzicht auf Rauchen und Alkohol
  • Jährliche Grippeschutzimpfung wahrnehmen und sich gegen Pneumokokken impfen lassen.

Sport ist Bestandteil der Therapie

Auch mit einer Herzschwäche ist Sport/Bewegung möglich – und sogar als Baustein der Therapie ausdrücklich empfohlen. Geeignet sind körperliche Aktivitäten mit viel Bewegung bei vergleichsweise geringem Kraftaufwand wie Spazierengehen, Wandern, Nordic Walking oder Radfahren. Allerdings muss mit dem Hausarzt oder Kardiologen die Belastbarkeit getestet werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich durch regelmäßiges Ausdauertraining je nach Intensität und Dauer die Leistungsfähigkeit um 10 bis 25 Prozent verbessern lässt, Krankenhausaufenthalte reduziert und die Sterblichkeit gesenkt werden.

Quelle: Medieninformation der Deutschen Herzstiftung zu den Herzwochen 2020 vom 15. Oktober 2020.

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