Ältere Menschen profitieren besonders von regelmäßiger Bewegung
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(04.06.2026) Wer sich im Alltag regelmäßig bewegt bzw. sportlich betätigt, hat ein geringeres Sterberisiko als inaktive Personen. Das hat eine internationale Studie ergeben, für die Bewegungsdaten von mehr als zwei Millionen Erwachsenen im Alter von 20 bis 97 Jahren ausgewertet wurden. Die wichtigsten Ergebnisse: Bereits 2,5 Stunden moderate Bewegung pro Woche senken das Sterberisiko im Durchschnitt um 14 Prozent. Bei doppelt so viel Bewegung sinkt es im Vergleich zu inaktiven Personen sogar um 22 Prozent.
Diese Erkenntnisse sind besonders wichtig für ältere Menschen, denn auch sie profitieren messbar von regelmäßiger Bewegung im Alltag. Laut der Studie nimmt der Einfluss von Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum oder auch Körpergewicht auf das Sterberisiko mit zunehmendem Alter ab, während der positive Effekt von körperlicher Aktivität erhalten bleibt. Dies unterstreicht aus Sicht der Wissenschaftler die hohe Bedeutung von Sport und Bewegung in allen Lebensabschnitten.
Mischung aus Ausdauer- und Krafttraining empfohlen
Konkret empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass sich Menschen pro Woche mindestens 150 Minuten lang bewegen sollten. Dazu können neben Spaziergängen oder Fahrradtouren auch Hausarbeiten zählen. Bei sportlicher Aktivität reichen diese 2,5 Stunden pro Woche für ein gesundes Aktivitätsniveau aus. Bei moderater Bewegung empfiehlt die WHO hingegen etwa 300 Minuten pro Woche, um einen ähnlich positiven Effekt zu erzielen. Die Bewegung sollte sich dabei möglichst auf mindestens drei Tage pro Woche verteilen. Wer nur einmal pro Woche Sport treibt, tut seinem Körper aber ebenfalls schon etwas Gutes. Jede Form von Bewegung hilft.Neben Ausdauertraining, welches unter anderem das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senkt, wird älteren Menschen zudem Krafttraining empfohlen. Zusätzliche Muskelmasse wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus. Zudem kann das Sturzrisiko durch Krafttraining verringert werden. Gerade bei Hochbetagten sind Knochenbrüche infolge von Stürzen oftmals der Auslöser für dauerhafte Bewegungsunfähigkeit und Pflegebedürftigkeit. Deshalb wird selbst Menschen über 80 Jahren zu moderatem Krafttraining geraten.
Auf höheres Risiko für Unterzuckerungen vorbereiten
In diesem Zusammenhang empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention, beim Sport nicht direkt an die Leistungsgrenze zu gehen. Besser ist es, langsam zu beginnen und sich allmählich zu steigern. Ältere Menschen sowie Personen, die lange keinen Sport getrieben haben, sollten sich vor Beginn der Aktivitäten einer Gesundheitsprüfung unterziehen und ihre Ziele mit ihrem Arzt besprechen. Insbesondere älteren Menschen wird von Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko und hoher Belastung für die Gelenke abgeraten.Zu den empfohlenen Sportarten zählen beispielsweise Wandern, Laufen, Radfahren, Schwimmen und moderates Krafttraining. Da die Gefahr einer Unterzuckerung durch körperliche Bewegung steigt, sollten Menschen mit Diabetes ihren Blutzucker beim Sport regelmäßiger kontrollieren und stets ausreichend schnell wirksame Kohlenhydrate, wie beispielsweise Traubenzucker, mitführen. Bei einer Insulintherapie kann eine Reduzierung der Dosis empfehlenswert sein. Unterzuckerungen können auch Stunden nach der körperlichen Aktivität noch auftreten.
Quellen:
JAMA Network
diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe e.V.
World Health Organization (WHO)
Deutsches Ärzteblatt
Netdoktor
Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention
eigene Recherche
Stichwörter: ausdauertraining, bewegung, diabetes, gesundheit, krafttraining, prävention, Sport
Kategorisiert in: 2026, Ernährung und Bewegung, Leben mit Diabetes, Nachrichten
Dieser Artikel wurde verfasst von Thorsten Ferdinand







