Rezeptoren

(lat. Recipere = aufnehmen) = Bindungsstellen über die Hormone ihre Wirkung entfalten. Auch die Wirkung des Insulins erfolgt über die Bindung an einen Rezeptor. Diese Rezeptoren sind in die Zellwände verschiedener Gewebe (z.B. Muskel- und Fettgewebe) eingelassen. Durch die Bindung des Insulins an den Rezeptor erhält die Zelle ein Signal, wodurch dann eine ganze Cascade von Stoffwechselvorgängen in Gang kommt. Bildhaft kann der Rezeptor mit einem Schloß verglichen werden, auf das nur ein bestimmter Schlüssel, nämlich das jeweilige Hormon paßt. So wie ein Schlüssel ohne Schloß wertlos ist, kann ein Hormon ohne Rezeptor nicht wirken. Eine Verminderung der Anzahl der Rezeptoren führt zwangsläufig zu einem Wirkverlust des jeweiligen Hormons. So wird eine Verminderung der Insulinrezeptoren (= Down-Regulation), wie sie bei einigen übergewichtigen Diabetikern beobachtet wird, als eine mögliche Ursache des Typ-2b-Diabetes angesehen.