Insulinallergie

Bei Allergien handelt es sich um Überempfindlichkeitsreaktionen auf bestimmte Stoffe, im Falle der Insulinallergie also um Überempfindlichkeitsreaktionen auf Insulin. Vom zeitlichen Ablauf werden zwei Formen unterschieden: allergische Reaktionen vom Sofort-Typ, sowie Allergien vom verzögerten Typ. Sofortreaktionen entstehen durch im Körper bereits vorhandene Antikörper (siehe bei Insulinantikörper) und führen innerhalb kurzer Zeit nach Insulininjektion zu allergischen Erscheinungen. Ist die Reaktion örtlich begrenzt, so entstehen am Injektionsort Schmerzen. Schwellung und Rötung, gelegentlich Gewebsuntergang. Seltener sind Kreislaufreaktionen. Die Reaktion vom verzögerten Typ setzt mit „Wartezeit“, meist erst nach 2-4 Tagen ein. Hierbei entstehen um die Injektionsstelle schmerzende, derbe und gerötete Schwellungen, die sich in 4-5 Tagen von selbst zurückbilden. Der Begriff der Insulinallergie wird meist ungenau verwendet. Gemeint ist in der Regel die allergische Reaktion auf das verwendete Insulinpräparat. Dieses Insulinpräparat enthält aber neben Insulin auch zahlreiche andere Substanzen wie Verzögerungsstoffe, Stabilisatoren, Desinfektionsmittel. Grundsätzlich sind allergische Reaktionen gegen alle diese Substanzen möglich, so dass es erforderlich ist, Tests durchzuführen, um die „schuldige Substanz“ zu identifizieren.