Diabetesrisiko durch Cholesterinsenker
Eine 2012 veröffentlichen Studie ergab, dass Frauen, die cholesterinsenkende Medikamente (Statine) eingenommen hatten, häufiger an einen Diabetes mellitus Typ 2 erkrankten.
Eine 2012 veröffentlichen Studie ergab, dass Frauen, die cholesterinsenkende Medikamente (Statine) eingenommen hatten, häufiger an einen Diabetes mellitus Typ 2 erkrankten.
Typ-2-Diabetiker mit Bluthochdruck müssen oft mit zwei Blutdrucksenkern behandelt werden. Welche Kombination der Substanzklassen am besten die Nieren der Patienten schützt, haben jetzt Forscher untersucht.
Patienten mit Diabetes stellen für den behandelnden Arzt meist eine besondere Herausforderung dar: Wenn sie an Infektionen erkranken, muss der Diabetes immer mit behandelt werden. Infektionen können dann auch gravierende Stoffwechselentgleisungen auslösen. Umso schwerer wiegt, dass Diabetes-Patienten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung anfälliger für Infektionserkrankungen sind.
Aus Anlass des Europäischen Diabetes Kongresses vom 1. – 5. Oktober in Berlin weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) auf die erschreckend hohe Zahl von Amputationen in Deutschland hin. Von den 60.000 Amputationen jährlich sind ca. 40.000 die Folge von Diabetes. Damit liegt Deutschland bei der Amputationsrate international im oberen Bereich.
Leitliniengerechte Behandlung in spezialisierten Zentren, Kliniken und Praxen erhöht die Versorgungsqualität der Patienten – insbesondere bei chronischen Krankheiten wie Diabetes. Seit 2005 zertifiziert die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) diabetes-spezifische Behandlungseinrichtungen nach Stufe 1 und Stufe 2. Stufe 1 entspricht ab sofort der „Basisanerkennung DDG“, Stufe 2 dem „Diabetologikum DDG mit diabetesspezifischem Qualitätsmanagement“.
In Deutschland haben etwa 250 000 Menschen mit Diabetes eine diabetische Fußverletzung. Wunden am „diabetischen Fuß“ heilen verzögert oder gar nicht ab. Auf diese Komplikation des Diabetes mellitus gehen jährlich mehr als 42 000 Amputationen von Füßen und Unterschenkeln zurück.
Etwa alle sechs Stunden erblindet ein Mensch an den Folgen der diabetischen Retinopathie. Diese Schäden an der Netzhaut treten bei bis zu 85 Prozent der Menschen mit Diabetes Typ 1 nach 25 Jahren auf. Jeder dritte Typ-2-Diabetiker leidet bereits bei der Diagnose der Stoffwechselkrankheit daran.
Etwa jeder zweite Mann mit Diabetes leidet an sexuellen Störungen. Betroffene quälen sich oft lange Zeit mit Komplexen und Partnerproblemen. Denn aus falsch verstandenem Schamgefühl ziehen sie keinen Arzt zu Rate. Dabei können Ärzte Erektionsstörungen oft erfolgreich behandeln.
Mehr als jeder dritte Mensch mit Diabetes entwickelt Schäden an den Nerven. Das diabetische Fußsyndrom stellt dabei eine der Hauptkomplikationen dar. Kommen Durchblutungsstörungen hinzu, verspüren Betroffene oft keinen Schmerz mehr.
Das glukozentrische Weltbild der Diabetologie wankt schon länger. Es wird zunehmend ersetzt durch eine vernetzte Sicht, die weitere Risikofaktoren – also Begleitkrankheiten wie Bluthochdruck und hohe Blutfette – stärker in den Blick rückt und Nutzen und Risiko individueller abwägt.