Kategorie-Archiv: L

Lispro-Insulin

Insulin-Analogon. Senkt den Blutzucker und wird wie Alt- oder Verzögerungsinsulin subcutan gespritzt. Lispro-Insulin hat eine kürzere Wirkdauer (ca. 2,5 Std.) und einen schnelleren Wirkeintritt als Altinsulin. Es kann ohne Spritz-Eß-Abstand zu den Mahlzeiten gespritzt werden.

Lipolyse

Abbau der körpereigenen Fettbestände. Insulin übt eine hemmende Wirkung auf die Lipolyse aus.

Lipodystrophie

Umschriebene Rückbildung des Unterhautfettgewebes, bei der es sich wahrscheinlich um eine verspätet einsetzende allergische Reaktion des Fettgewebes auf Insulin handelt. Die Lipodystrophie wird heutzutage durch die Verwendung hochgereinigter Insuline kaum noch beobachtet. Stetiger Wechsel der Injektionsstellen hilft gleichfalls ihre Ausbildung zu vermeiden.

Lipidsenker

Medikamentengruppe zur Senkung erhöhter Lipid (= Fett)-Spiegel im Blut. Folgende Untergruppen gibt es:

  1. Fibrate: sie senken erhöhte Cholesterin- und Triglyceridspiegel.
  2. Nikotinsäurederivate werden ebenfalls bei erhöhten Triglycerid- und Cholesterinspiegeln eingesetzt.
  3. Die sogenannten Statine oder CSE-Hemmer sind die wirksamsten cholesterinsenkenden Medikamente.
  4. Ionenaustauscherharze binden im Dünndarm Gallensäuren und führen letztendlich zu einem Absinken des LDL-Cholesterins. Grundlage jeder medikamentösen Therapie sollte eine entsprechend cholesterin- oder triglyceridsenkende Diät sein.

Lipide

Oberbegriff für sämtliche Fettarten (= Familienname der Fette).

Lebenserwartung

Statistischer Mittelwert, der die Anzahl der zu erwartenden Lebensjahre erfaßt. In der Bundesrepublik Deutschland liegt die derzeitige mittlere Lebenserwartung für Männer bei 72, für Frauen bei 78 Jahren.

LDL

Abkürzung für Low density Lipoprotein = Lipoprotein niedriger Dichte. Lipoproteine sind Verbindungen aus Eiweiß und Fetten. Mit dieser Verbindung wird der Transport der normalerweise wasserunlöslichen Fette im Blut ermöglicht. Die Blutfette, insbesondere Cholesterin, werden ja bekanntermaßen neben anderen Risikofaktoren (Bluthochdruck, Nikotinmißbrauch) für die Entstehung der Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) verantwortlich gemacht. LDL haben einen hohen prozentualen Gehalt an Cholesterin und gelten als besonders förderlich für die Entstehung der Gefäßverkalkung.

Lävulose

(= Fructose = Fruchtzucker) Zählt zu den Zuckeraustauschstoffen, deren Verwertung fast ausschließlich insulinunabhängig erfolgt. Wird daher häufig in Diabetikerlebensmitteln zum Süßen verwendet. Lävulose hat die gleiche Kalorienmenge wie die übrigen Kohlenhydrate, so dass übermäßige Verwendung zur Gewichtszunahme führt. Lävulose muß daher bei der Ermittlung der BE-Menge einer Mahlzeit mitgerechnet werden.

Laser-Koagulation

Augenärztliche Behandlungsmöglichkeit der diabetischen Netzhauterkrankung (Retinopathie). Laserstrahlen sind intensive, besonders energiereiche Lichtstrahlen. Koagulation bedeutet: „auswirken, gerinnen“, in etwas weiterem Sinne verständlicher ausgedrückt „verkochen“. Diese Laser-Koagulation ist heutzutage die Methode der Wahl bei diabetischen Netzhautveränderungen (Retinopathia diabetica). Bei dieser Erkrankung zeigen die Netzhautgefäße Veränderungen, durch die es zu Blutungen wie auch zu Eiweiß- und Fettablagerungen kommt. Das „Verkochen“ dieser veränderten Gefäße, das mit dem Laserstrahl punktuell möglich ist, kann diese Vorgänge zumindest aufhalten. Eine vorhandene diabetische Netzhauterkrankung läßt sich durch die Laser- Koagulation nicht heilen, wohl aber kann das Fortschreiten im Hinblick auf die weitere Einschränkung der Sehkraft aufgehalten werden. Die Notwendigkeit zur Durchführung der Laser-Koagulation hängt vom Stadium der Netzhauterkrankung ab. Sie ist insbesondere dann angezeigt, wenn die Netzhaut zu stärkeren Gefäßneubildungen neigt, da die neugebildeten Gefäße die Netzhaut durchsprossen und so die Sehschärfe weiter einschränken. Die Laser-Koagulation wird vom Augenarzt meist ambulant, seltener stationär durchgeführt.