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IQ – Wissenschaft und Forschung: Frühe Pubertät

Bayern2 (Radio), Dienstag, 9. Mai 2017, 18.05 – 18.30 Uhr

Als Johann Sebastian Bach im 18. Jahrhundert den Thomanerchor leitete, war es nicht ungewöhnlich, dass 17 jährige Jungen noch im Sopran sangen. Heute kommen viele Buben schon mit 12 Jahren in den Stimmbruch und immer mehr Mädchen haben schon mit neun ihre erste Periode. Für einige Wissenschaftler ein Grund, Alarm zu schlagen. Studien aus den USA behaupten, dass die Kindheit sich immer weiter verkürzt. Übergewicht und schädliche Chemikalien werden als Schuldige vermutet, wenn es um die beschleunigte sexuelle Reifung von Kindern geht. Ein frühes Einsetzen der ersten Monatsblutung steigere zudem das Risiko einer späteren Brustkrebserkrankung, warnen viele Ärzte. Doch setzt die Pubertät heute tatsächlich früher ein als noch vor 30 Jahren und besteht wirklich Grund zur Panik, wenn das eigene Kind schon in der Grundschule zu pubertieren beginnt? Wann ist ein frühes Einsetzen der Pubertät normal und wann der Gang zum Arzt unausweichlich? Denn die Ursache für eine „pubertas praecox“, für eine „vorzeitige Geschlechtsreife“, kann eine ernsthafte Erkrankung sein.