Verzögerungsinsulin

Insulin, das unter bestimmten Voraussetzungen längere Zeit an der Injektionsstelle im Gewebe verbleiben kann und nur verzögert in die Blutbahn gelangt. Da es wie ein „Depot“ längere Zeit an Ort und Stelle verbleibt, spricht man auch von Depot-Insulin. Der Depot-Effekt wird durch unterschiedliche Verfahren erreicht: zumeist werden den Insulinen Substanzen zugemischt, die aus kurzwirkenden langwirkende Insuline machen. Dabei findet Protamin am häufigsten Verwendung. Hierbei handelt es sich um einen Eiweißkörper aus Fischsperma. Die Verwendung von Protamin als Depotstoff führt zur Bildung von mittellang wirkenden Insulinen (Intermediär-Insuline). Durch die Beimengung von Zink erhalten die Insuline eine noch längere Wirkdauer.