Azidose

(= Azidämie) Übersäuerung des Blutes. Die vielfältigen Funktionen des Organismus laufen nur in einem genau festgelegten Milieu ab. Dieses Milieu ist durch den sogenannten pH-Wert definiert. Er liegt bei Menschen im Mittel bei 7,40. Normalerweise schützt ein gut funktionierendes Regelsystem, in dem Nieren und Lunge eine wichtige Rolle spielen, vor Milieuverschiebungen. Übermäßiger Anfall von Säuren (z.B. aus Stoffwechselvorgängen) kann jedoch zu einer Übersäuerung des Blutes führen. Diese kann man an einem Absinken des pH-Wertes messen, man nennt dies eine Azidose. Häufigste Ursache für eine Azidose bei einem Diabetiker ist der Insulinmangel. Hierdurch kommt es zu einem vermehrten Abbau von Fett (Lipolyse). Die dabei entstehenden Ketonkörper (z.B. Azeton) sind Säuren und führen letztendlich zu einer starken Übersäuerung des Blutes, der Azidose. Wird dieser Ablauf nicht unterbrochen (d.h. der Insulinmangel behoben) kommt es letztendlich zum diabetischen Koma.