Kategorie-Archiv: A

Azidose

(= Azidämie) Übersäuerung des Blutes. Die vielfältigen Funktionen des Organismus laufen nur in einem genau festgelegten Milieu ab. Dieses Milieu ist durch den sogenannten pH-Wert definiert. Er liegt bei Menschen im Mittel bei 7,40. Normalerweise schützt ein gut funktionierendes Regelsystem, in dem Nieren und Lunge eine wichtige Rolle spielen, vor Milieuverschiebungen. Übermäßiger Anfall von Säuren (z.B. aus Stoffwechselvorgängen) kann jedoch zu einer Übersäuerung des Blutes führen. Diese kann man an einem Absinken des pH-Wertes messen, man nennt dies eine Azidose. Häufigste Ursache für eine Azidose bei einem Diabetiker ist der Insulinmangel. Hierdurch kommt es zu einem vermehrten Abbau von Fett (Lipolyse). Die dabei entstehenden Ketonkörper (z.B. Azeton) sind Säuren und führen letztendlich zu einer starken Übersäuerung des Blutes, der Azidose. Wird dieser Ablauf nicht unterbrochen (d.h. der Insulinmangel behoben) kommt es letztendlich zum diabetischen Koma.

Azeton

Ketonkörper, die aus dem Abbau von Fett entstehen. Azeton fällt in natürlicher Weise während des Hungerns (Hungerazeton) vermehrt an. Beim Diabetes entsteht Azeton in der Regel infolge Insulinmangels, da in dieser Situation der Organismus den Blutzucker nicht ausreichend nutzen kann und zur Energiegewinnung auf den Fettabbau (Lipolyse) angewiesen ist. Azeton wird im Harn und mit der Atemluft (Obstgeruch!) ausgeschieden. Gelegentlicher Nachweis von Azeton auch nach Unterzuckerung möglich.

AVK

Arterielle Verschlußkrankheit. Chronische Verschlußkrankheit der peripheren Arterien in den Beinen. Ursache ist meist die Arteriosklerose. Andere Ursachen sind selten (rezidivierende Embolien [wandernde Blutgerinnsel] und andere). Hauptrisikofaktoren für die Entstehung der Arteriosklerose in den Beinen sind Nikotinabusus, hoher Blutdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus. Die Beschwerden reichen von Schmerzen nach längerer Gehstrecke bis hin zur Entstehung von Nekrosen (abgestorbenes Gewebe) oder Gangrän (trockene oder infizierte Geschwüre).

Autonome Neuropathie

Störung der autonomen (d.h. selbständig ablaufende Funktionen ohne direkte Willensbeeinflussung) Körperfunktionen durch Schädigung der autonomen Nerven; z.B. des Herzens, der Gefäße, des Magen-Darm-Traktes, der Pupille oder der Schweißdrüsen (siehe auch Neuropathie, diabetische).

Arteriosklerose

Arterienverkalkung. Veränderungen der Schlagadern unter anderem durch Einlagerung von Kalk in die Gefäßwand. Dadurch Verengung und im äußersten Fall Verschluß des Gefäßes. Ursachen: Fettstoffwechselstörung, Fehlernährung, Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes.

Arteriographie

Röntgenologische Darstellung einer Schlagader durch direkt in das Gefäß gespritzte Kontrastmittel, z.B. um Gefäßverkalkungen oder Gefäßverschlüsse darzustellen.

Arterie

Schlagader, Blutgefäß in dem das Blut vom Herzen weg in die verschiedenen Gewebe fließt. Gegensatz hierzu die Vene, in der das Blut zum Herzen zurückfließt.