Gute und schlechte Fette
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Gute Fette – schlechte Fette

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat in einer aktualisierten Leitlinie Empfehlungen zu Fett in der Nahrung abgegeben. Sie zeigen: Auf die Qualität kommt es an. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren haben die Nase vorn.

Fett hat deutlich mehr Kalorien

Gute Ernährung ist wichtig, um der Entstehung von Stoffwechselerkrankungen vorzubeugen. Eine Schlüsselrolle spielt dabei das Fett, das wir mit der Nahrung aufnehmen. Essen wir wenig Fett, wirkt sich dies günstig auf den Fettstoffwechsel aus – die Konzentration des Gesamtcholesterins und der schädlichen LDL-Cholesterins sinkt. Ein Zuviel an Fett trägt dagegen zu Übergewicht bei und ist schlecht für das Herz-Kreislaufsystem. Zum Vergleich: Fett hat mit neun Kilokalorien (Kcal) pro Gramm mehr als doppelt so viel wie Eiweiß und Kohlenhydrate, die pro Gramm je mit vier Kilokalorien zu Buche schlagen.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren bevorzugen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt zu „Fettzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten“ eine eigene Leitlinie heraus. Sie wurde Anfang 2015 aktualisiert. Danach sollten Lebensmittel mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren bevorzugt gegessen werden, denn sie senken das Risiko für Fettstoffwechselstörungen und koronare Herzkrankheit (KHK). Die Experten empfehlen, mehr pflanzliche Fette zu verzehren und Rapsöl oder Walnussöl zu bevorzugen. Gemüse, Obst und Vollkornprodukte wirken sich ebenfalls günstig auf den Stoffwechsel aus. Fettreiche Seefische wie Lachs oder Hering haben zwar mehr Kalorien, punkten aber durch hochwertige Fettsäuren. Sie können ebenfalls dazu beitragen, das Risiko koronarer Herzerkrankungen zu senken.

Trans-Fettsäuren meiden

In frittierten Lebensmitteln, Gebäcken und Süßigkeiten sowie Fertigprodukten verstecken sich häufig sogenannte Trans-Fettsäuren. Sie erhöhen das Risiko für Fettstoffwechselstörungen und koronare Herzkrankheit (KHK) und sollten daher eher die Ausnahme auf dem täglichen Speiseplan sein.

Fazit: Bei Fetten sollten Sie auf die Qualität achten. Die muss nicht immer teuer sein. So ist Rapsöl preiswert und in seiner positiven Auswirkung auf den Fettstoffwechsel mindestens ebenso gut wie Olivenöl. Dies haben Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in einer Studie herausgefunden.