© drubig-photo - Fotolia.com

Gute Blutzuckereinstellung wichtig für die Potenz

Jeder zweite Mann mit Diabetes leidet unter Potenzstörungen. Die beste Therapie ist eine gute Blutzuckereinstellung. Darauf weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hin.

Hohe Blutzuckerwerte können im Körper die Blutgefäße schädigen. Die Folge sind Durchblutungsstörungen, die alle Organe betreffen. Oft sind es die Füße, an denen sich die Gefäßprobleme zuerst zeigen. Auch Augen, Herz und Nieren können betroffen sein.

Gründe für Potenzstörungen

Auswirkungen hat ein überhöhter Blutzuckerspiegel auch auf die Potenz. Wenn der Penis durch eine Schädigung der Blutgefäße nicht mehr richtig mit Blut versorgt wird, kommt keine bzw. keine zufriedenstellende Erektion zu Stande. Bleibt eine ausreichende Erektion in rund 70 Prozent der Versuche aus und halten die Probleme mindestens sechs Monate an, sprechen Ärzte von einer „erektilen Dysfunktion“ – besser bekannt unter dem Begriff „Potenzstörung“.

Arzt um Rat fragen

Jeder zweite Mann mit Diabetes ist betroffen, so die Deutsche Diabetes Gesellschaft. Betroffene sollten keinesfalls lange warten, bis sie ihren Arzt aufsuchen. „Denn die beste Therapie, die Potenz zu erhalten oder eine beginnende Erektionsstörung nicht schlimmer werden zu lassen, ist eine gute Blutzuckereinstellung“, sagt Privatdozent Dr. med. Erhard Siegel, Präsident der DDG.

Wie sie eine bessere Blutzuckereinstellung erreichen, besprechen die Patienten am besten mit ihrem Arzt. Betroffene können darüber hinaus selbst viel dazu beitragen, Potenzstörungen zu vermeiden: Nicht rauchen, übermäßigen Alkoholgenuss vermeiden, Gewicht reduzieren und sich mehr bewegen.

Erfülltes Sexualleben wieder möglich

Bessern sich die Potenzprobleme trotz dieser Maßnahmen nicht, stehen weitere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, damit ein erfülltes Sexualleben wieder möglich wird: Mit Abstand beliebtestes Hilfsmittel sind Tabletten mit den Wirkstoffen Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil. „Ihre Einnahme ist häufig trotz Herzerkrankung möglich“, erläutert Siegel. Kommen Tabletten nicht in Frage, kann zum Beispiel eine Vakuumpumpe Abhilfe schaffen.