Ausgezeichnete Diabetes-Apps
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Die beste Diabetes-App finden

Elektronisches Diabetes-Management statt handschriftlichem Tagebuch: Dafür gibt es reichlich Computer-Software und Diabetes-Apps für das Smartphone. Rechtsanwalt Oliver Ebert hat eine Checkliste veröffentlicht, die dabei hilft, die passende Diabetes-App zu finden. Sie kann kostenlos heruntergeladen werden.

Elektronisches Diabetiker-Tagebuch

Das elektronische Diabetiker-Tagebuch wird immer beliebter. Warum die Werte handschriftlich in ein Tagebuch schreiben, wenn es auch einfacher geht? Die meisten Blutzucker-Messgeräte speichern heute mindestens die letzten 500 Blutzuckerwerte mit Datum und Uhrzeit. Sie können ausgelesen und grafisch aufbereitet werden. Beliebt ist hier zum Beispiel die Software diabass, welche Daten aus den meisten Blutzucker-Messgeräten und Insulinpumpen verwalten kann. Einige Messgeräte wie Accu-Chek Connect und FreeStyle InsuLinx oder Insulinpumpen mit passendem Datenmanager wie Accu-Chek Insight bieten eine komplette Lösung für das Diabetes-Management ein. Messwerte und Insulingaben über die Insulinpumpe werden automatisch übernommen, ebenso wie Kohlenhydrate (wenn man den Bolusrechner nutzt). Weitere Daten können per Knopfdruck eingegeben werden. Teilweise ist es auch möglich, Daten in die „Cloud“ hochzuladen, so dass andere – wie der behandelnde Arzt – darauf zugreifen können.

Diabetes-Apps als Alternative

Als Alternative zur Software kann man für das Diabetes-Management eine entsprechende Smartphone-Diabetes-App nutzen. Hier können schnell Blutzuckerwerte, Insulingaben, Kohlenhydrate und mehr erfasst werden. Das Smartphone ist schließlich immer dabei. Vergleichende Tests zu Diabetes-Apps gibt es bisher zur wenige. Ohnehin gibt es nicht die beste App, weil jeder andere Schwerpunkte setzt. Für welche man sich entscheidet, hängt viel von den persönlichen Voraussetzungen und Anforderungen ab. Am besten probiert man einige aus. Die Basisversion ist meist kostenlos, einige Anbieter bieten für geringe Kosten eine Profi-Version sowie „In-App-Käufe“ an. Oliver Ebert, Rechtsanwalt aus Stuttgart und Spezialist für eHealth, hat eine neue Broschüre mit Checkliste veröffentlicht, die dabei hilft, die passende Diabetes-App zu finden. Hier können Anwender ihre App einem kritischen Test unterziehen. Bietet sie alle Funktionen, die Sie sich wünschen? Gibt es ein regelmäßiges Update? Hat die App ein CE-Kennzeichen? Das sind einige der Fragen, die zur Bewertung herangezogen werden.

Was Sie zu Diabetes-Apps wissen sollten

Eine große Rolle bei Gesundheits-Apps spielt das Thema Datenschutz. Oliver Ebert geht darauf in seiner Broschüre besonders ein. Er warnt davor, Diabetes- bzw. Gesundheitsdaten unkritisch in der Cloud bereit zu stellen, wenn nicht sicher geklärt ist, dass der App-Anbieter die Datenschutzbestimmungen einhält. Sicher sein muss auch die App selbst. Tagebuch-Apps, die nur zur Dokumentation der Werte genutzt werden, sind unkritisch. Arbeiten Diabetes-Apps jedoch in Verbindung mit Hilfsmitteln wie Blutzucker-Messgeräten und CGM-Systemen, dann fallen sie unter „Medizinprodukte“ und müssen ein CE-Kenzeichen tragen.

Empfohlene Diabetes-Apps

Testsieger 2015 der Zeitschrift Focus Diabetes und der Computerzeitschrift Chip ist die Diabetes-App mysugr. Sie wird auch von der Organisation diabetesDE empfohlen. mysugr hat ein CE-Kennzeichen und bietet über das elektronische Tagebuch hinaus einige interessante Funktionen, zum Beispiel ein Training zu Diabeteswissen. Die Basisfunktion ist kostenlos, die Pro-Version kostet € 2,99 im Monat oder € 27.- im Jahr. Auch empfehlenswert: Die Diabetes-Apps SiDiary Diabetes-Management und DiabetesConnect.

Die Broschüre „Wie finde ich die richtige Diabetes-App“ können Sie hier herunterladen.