Gangrän

(= „Brand“): Meist an Händen oder Füßen entstehendes Absterben von Gewebe. Ursache ist in der Regel eine schlechte Blutversorgung im Sinne von Durchblutungsstörungen. Manchmal mumifiziert absterbendes Gewebe (trockene Gangrän), es kann aber auch feucht und schmierig sein, insbesondere wenn bakterielle Infektionen vorliegen (feuchte Gangrän). Bei Diabetikern mit längerer Diabetesdauer ist die Gangrän keine seltene Komplikation. Oft entstehen, vor allem an den Füßen, gangränöse Veränderungen aus banalem Anlaß, z.B. infolge Blasenbildung, hervorgerufen durch schlechtsitzendes Schuhwerk. Daher ist gutes Schuhwerk die beste Vorbeugung zur Vermeidung von Gangrän. Abgestorbenes Gewebe kann nicht erhalten, sondern muß vom Chirurgen abgetragen werden. Das Ziel jeder Behandlung muß es daher zunächst sein, die gangränöse Veränderung so klein wie möglich zu halten, um weitere Ausbreitung, die dann unter Umständen zur Amputation eines Unterschenkels führen kann, zu vermeiden. Die internistischen Behandlungsmöglichkeiten bestehen in einer sehr scharfen Einstellung des Blutzuckers sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Durchblutung und Vermeidung von Infektionen. Wichtig ist immer ein sehr frühzeitiger Behandlungsbeginn.