Notrufnummer 112 gilt europaweit
© pattilabelle - fotolia.com

Notrufnummer: Europaweit gilt 112

Die Notrufnummer 112 kennen Sie sicher. Aber wussten Sie, dass sie auch im europäischen Ausland gilt? In allen 28 EU-Mitgliederstataten können Sie die 112 wählen, wenn schnelle Hilfe gefragt ist, zum Beispiel bei einem Schlaganfall oder einem Herzinfarkt. Die typischen Symptome können Sie hier noch einmal nachlesen.

Nicht zögern: Notrufnummer 112 wählen

Das Datum 11. Februar für den Europäischen Notruftag ist nicht zufällig gewählt. Durch das symbolische Datum des Aktionstages (11.2.) soll sich die Notrufnummer 112 weiter verbreiten. Nach einer Umfrage wissen nur 48 Prozent aller EU-Bürger, dass diese Rufnummer in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten einheitlich ist. Sie kann aus dem Festnetz und über das Mobiltelefon gewählt werden. Darauf weist die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe in einer Presseinformation hin, die wir hier gerne aufgreifen. Für Menschen mit Diabetes und ihre Angehörigen kann die Notrufnummer 112 überlebenswichtig sein, auch wenn sie im Urlaub unterwegs sind. Bei einem Schlaganfall oder Herzinfarkt zählt jede Minute.

Typische Symptome eines Schlaganfalls sind

  • eine Lähmung oder Taubheit (pelziges Gefühl) im Arm, Bein oder Gesicht
  • Sehstörungen
  • ein Schwindelgefühl
  • eine Sprachstörung

Risikofaktor Nummer 1 für Schlaganfall ist Bluthochdruck. Dies ist ein Grund, warum Menschen für Diabetes besonders häufig davon betroffen sind, denn Bluthochdruck und Diabetes hängen eng zusammen. Wenn Diabetiker bzw. ihre Angehörigen die typischen Anzeigen eines Schlaganfalls beobachten, sollten sie daher nicht zögern, die 112 zu wählen. Gleiches gilt für die Anzeichen eines Herzinfarktes:

Typische Symptome eines Herzinfarktes sind

  • Luftnot, die selbst bei Ruhe auftritt
  • Engegefühl in der Brust
  • Schmerzen, die in den linken Arm oder den Hals, Kiefer, Oberbauch oder Rücken ausstrahlen
  • in Verbindung mit Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen, Herzrasen Todesangst, Schweißausbruch

Bei Frauen können diese Herzinfarkt-Symptome zum Teil anders sein. Bei ihnen deuten, neben einem starken Druck- und Engegefühl in der Brust, vor allem heftige Übelkeit, Erbrechen und Beschwerden im Oberbauch auf einen Herzinfarkt hin. Dies kann leicht mit einem Magen-Darm-Infekt verwechselt werden.

Auch bei Unterzuckerungen mit Bewusstlosigkeit die 112 wählen

Diabetiker, die mit Insulin und/oder Sulfonylharnstoffen behandelt werden, haben das Risiko einer Unterzuckerung. Meist sind diese Unterzuckerungen leicht und können selbst durch die Einnahme von Traubenzucker bzw. schnell wirkender Glukose behandelt werden. Kommt es allerdings zu einer schweren Unterzuckerung mit Bewusstlosigkeit, sollten Angehörige die 112 wählen, um schnell Hilfe zu holen.

Weitere Informationen zum Thema Schlaganfall und Herzinfarkt sowie akute Komplikationen bei Diabetes finden Sie in unserer Rubrik Wissen.

Die Seite der Stiftung Deutsche Schlaganfall Hilfe finden Sie hier.