Diabetesrisiko: Zuviel süße Säfte machen zuckerkrank

Diabetesrisiko: Zuviel süße Säfte machen zuckerkrank
Fruchtsaft, Cola & Co
Ein Gläschen mehr pro Tag ist nicht nur beim Alkohol möglicherweise eins zuviel. Frauen, die täglich zuckersüße Softdrinks oder Fruchtsäfte genießen, hatten in einer großen Studie nach acht Jahren nicht nur am meisten zugenommen, sondern auch ihr Diabetesrisiko glatt verdoppelt.

Diabetesrisiko: Zuviel süße Säfte machen zuckerkrank Die Zahlen der Zuckerkranken und Übergewichtigen steigen seit Jahrzehnten etwa im selben Ausmaß wie der Konsum gezuckerter Softdrinks und Fruchtsäfte. Beide Getränke enthalten schnell resorbierbare Zucker.
Zufall oder nicht? In der Ernährung der Amerikaner z. B. machen die süßen Drinks satte 7,1 Prozent der gesamten Kalorienzufuhr aus. Amerikanische Ernährungsmediziner werteten zur Klärung des Zusammenhangs die detailliert vorliegenden Daten von 51600 Frauen aus der Nurses´ Health Study II aus, die zu Studienbeginn weder an Diabetes noch an anderen chronischen Krankheiten litten.
Ergebnis: Am wenigsten nahmen diejenigen Frauen zu, die in der Beobachtungszeit von 1991 bis 1999 ihren Konsum an zuckerhaltigen Getränken einschränkten. Ihr Gewichtszuwachs lag bei bescheidenen 1,5 kg in acht Jahren. Einflussfaktoren aus Lebensstil und sonstiger Ernährung waren aus dieser Auswertung herausgerechnet worden. Am meisten, nämlich rund ein Kilogramm jedes Jahr, legten diejenigen Frauen an Gewicht zu, die ihren Verbrauch an Cola & Co. gesteigert hatten: Wer seinen süßen Drink täglich genoss, nahm im Vergleich zu einmal wöchentlichem Konsum in den acht Beobachtungsjahren 8,9 Kilogramm zu.
Diabetesrisiko wächst mit
Doch nicht nur das. 741 der untersuchten Frauen entwickelten in den acht Jahren einen Typ-2-Diabetes. Wer täglich ein oder mehrere zuckerhaltige Softdrinks oder Fruchtsäfte konsumierte, steigerte das Risiko, zu dieser Gruppe zu gehören, um das 1,8-bis zweifache. Der Vergleich bezieht sich jeweils auf Frauen, die nur selten, einmal im Monat Süßes tranken, also praktisch auf eine "Plazebogruppe".
Fazit: Sicher ist, dass höherer Konsum von zuckerhaltigen Süßgetränken oder Fruchtsäften mit höherer Gewichtszunahme und steigender Diabeteshäufigkeit einhergeht. Ratsam wäre, auf die zuckersüßen Softdrinks entweder ganz zu verzichten oder auf solche mit Süßstoff statt Zucker auszuweichen. Konzentrierte, vitaminreiche Fruchtsäfte schmecken auch mit Wasser verdünnt noch gut.
Diese Ratschläge von Ernährungsexperten sollten vor allem bei Kindern bedacht werden, bei denen der Anteil an Übergewichtigen besorgniserregend gestiegen ist.
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