Diabetes und Bluthochdruck

Diabetes und Bluthochdruck

Durch Behandlung von Bluthochdruck sinkt Herzinfarkt-Risiko beim Diabetiker

Bei Bluthochdruck lässt sich meist keine konkrete Ursache finden, doch Bluthochdruck tritt häufig im Rahmen des metabolischen Syndroms, auch „Wohlstandssyndrom“ genannt, auf. Das berichtet in der aktuellen Ausgabe des DRUCKPUNKT, das Gesundheits-Magazin der Deutschen Hochdruckliga, Professor Dr. med. Hendrik Lehnert von der Universitäts-Klinik Magdeburg.

Unter dem Begriff „Wohlstandssyndrom“ wird das gemeinsame Auftreten von Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Übergewicht, erhöhten Blutfetten und einem zu hohen Harnsäurespiegel verstanden. Die fatale Konsequenz dieses Syndroms sind Folge-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nieren- oder Augenschäden. Mit dem wachsenden Anteil von übergewichtigen Menschen nimmt auch die Häufigkeit des „Wohlstandssyndroms“ rapide zu. Insbesondere Bluthochdruck und Diabetes verstärken sich in ihrer schädigenden Wirkung gegenseitig. Treffen beide Erkrankungen zusammen, ist das Risiko für einen Herzinfarkt beträchtlich erhöht. Bluthochdruck sollte deshalb bei Diabetikern sehr ernst genommen werden.

Bei Zuckerkranken senkt die konsequente Blutdruckbehandlung mit den Zielwerten 130 / 80 mm Hg das Infarktrisiko noch stärker als bei Bluthochdruck-Erkrankten ohne Diabetes. Hierfür sind häufig Kombinationen verschiedener Medikamente erforderlich. Grundsätzlich können alle von der Deutschen Hochdruckliga empfohlenen Wirkstoffe verwendet werden.

Das Gesundheitsmagazin DRUCKPUNKT kann bei der Deutschen Hochdruckliga angefordert oder abonniert werden, Mitglieder erhalten es kostenfrei.
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