Tomate

Der Begriff Tomate leitet sich von dem Namen „tomatle“ ab, den diese Frucht ursprünglich in ihren Heimatländern Peru und Mexiko trug. Christoph Columbus brachte die Tomate 1498 von seiner zweiten Reise mit nach Europa. Jahrhunderte lang wurde sie jedoch nur als Zierpflanze bewundert, da sie zunächst als giftig galt. Wie man heute weiß, trifft dies aber nur auf die unreife Tomaten zu, die die Substanz Solanin enthalten. Außerdem wurde der Tomate nachgesagt, sie würde Liebeswahn hervorrufen, was ihr den Beinamen „Liebesapfel“ eintrug.

In Deutschland ist die Tomate erst seit der Zeit des ersten Weltkrieges so richtig beliebt. Heute ist die scharlachrote Frucht aus der deutschen Küche nicht mehr wegzudenken. Dementsprechend hoch ist auch ihr Verbrauch: mit 18,6 kg pro Kopf und Jahr steht sie unantastbar an der Spitze unserer Gemüse-Hitliste.

Und das aus gutem Grund: Tomaten sind nicht nur sehr schmackhaft, sondern auch vitalstoffreich. Sie versorgen uns mit zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen, insbesondere mit Vitamin C (25 mg pro 100 g Tomaten) und Kalium. Dazu kommt der hohe Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen. Vor allem dem farbgebenden Carotinoid Lycopin wird ein hoher Gesundheitswert zugeschrieben. Als natürliches Antioxidans schützt Lycopin Herz und Gefäße und hat darüber hinaus auch krebsvorbeugende Eigenschaften.

Außerdem gehören Tomaten zu den kalorienärmsten Gemüsesorten, 100 g dieser Früchte enthalten nur 17 kcal (73 kJ). Somit eignet sich die Tomate auch hervorragend für die Diätküche.

Nach ihrer Form und Größe werden vier Tomatensorten unterschieden:

  • Kugeltomaten: unsere „normalen“ Tomaten. Kugeltomaten sind nach wie vor die beliebteste Handelssorte. Ihrer Form nach sind sie rund oder hochrund.
  • Fleischtomaten: werden auch „gerippte“ Tomaten genannt. Fleischtomaten sind wesentlich größer und schwerer als Kugeltomaten und enthalten 5 oder mehr Fruchtkammern. Sie erfreuen sich wachsender Beliebtheit, da sie süßer als die üblichen Tomaten sind und weniger Fruchtsäuren enthalten. Außerdem sind sie kernarm.
  • Flaschentomaten: sind in der Schweiz auch als Peretti-Tomaten oder in Italien als Roma- oder San Marzano-Type bekannt. Diese länglichen, flaschen- oder birnenförmigen Tomaten werden nur im Mittelmeerraum angebaut. Sie finden immer mehr Freunde, da sie sehr süß und aromatisch sind und obendrein nur wenige Samen enthalten. Dabei sind sie dickfleischig und lassen sich sehr gut schälen.
  • Kirsch-Tomaten: heißen auch Cherry-, Cocktail- oder Partytomaten. Diese maximal 2,5 cm großen Minitomaten weisen wahrscheinlich die größte Ähnlichkeit mit der südamerikanischen Urform auf. Sie sind süßer als herkömmliche Tomaten und sind sehr beliebt als Garnitur oder Partysnacks.

Produktsteckbrief Tomate

1. Herkunft / Ursprung

Der Begriff Tomate leitet sich von dem Namen „tumatle“ ab, den diese Frucht ursprünglich in ihren Heimatländern Peru und Mexiko trug. Christoph Columbus brachte die Tomate 1498 von seiner zweiten Reise mit nach Europa. Jahrhunderte lang wurde sie jedoch nur als Zierpflanze bewundert, da sie zunächst als giftig galt. Außerdem wurde ihr nachgesagt, sie würde Liebeswahn hervorrufen, was ihr den Beinamen „Liebesapfel“ eintrug. In Deutschland ist die Tomate erst seit der Zeit des ersten Weltkrieges so richtig beliebt. Heute ist sie aus der deutschen Küche nicht mehr wegzudenken.

2. Sorten und Beschreibung

Tomatenpflanzen sind einjährige Nachtschattengewächse, die bis zu 1,50 groß werden können. In der Türkei und Italien wird aber auch eine niedrig wachsende, stark verzweigte Tomatenpflanze kultiviert, ihre Früchte sind mit grünen Zweigen als Busch- oder Strauchtomaten auf dem deutschen Markt erhältlich. Tomaten können ihrer Farbe nach von gelb über orangerot bis hin zu violett variieren, im Handel gibt es aber fast ausschließlich scharlachrote Tomaten.

3. Anbau in der BRD

Heimische Tomaten aus Freilandanbau sind in der Zeit von Juli und Oktober auf dem deutschen Markt erhältlich. Sie werden hauptsächlich im Rheinland um Bonn, in der Pfalz und in Vierlande bei Hamburg angebaut. In der Vergangenheit hat es häufig witterungsbedingte Ernteschwankungen gegeben, deshalb werden Tomaten heute maßgeblich unter Glas angebaut. Sie kommen bereits im April in den Handel. Insgesamt ist der deutsche kommerzielle Tomatenanbau verglichen mit dem europäischen Ausland von sehr geringem Umfang, er deckt nur etwa 5 % des tatsächlichen Bedarfs. Allerdings wird die deutsche Produktion auch kräftig durch Hobbyanbau verstärkt, denn die Tomate erfreut sich bei Heimgärtnern sehr großer Beliebtheit!

4. Hauptlieferländer

Tomaten sind das ganze Jahr über im deutschen Handel erhältlich. Hauptlieferländer sind vor allem die Niederlande (ca. 50 %), Frankreich, Spanien sowie die kanarischen Inseln, die unsere Versorgung insbesondere in den Wintermonaten sichern. Je nach Jahreszeit finden wir auf dem deutschen Markt aber auch Tomaten aus Belgien, Italien und etwa 15 weiteren Staaten.

5. Pro-Kopf-Verbrauch

Die Tomate steht bei uns auf der Gemüse-Hitliste ganz oben, das zeigt auch der Verbrauch: Bundesbürger verbrauchen durchschnittlich 18,6 kg Tomaten pro Kopf und Jahr. Damit ist die Tomate mit Abstand das am meisten verzehrte Gemüse.

6. Haltbarkeit und Lagerbedingungen

Tomaten lagert man am besten bei 10-12° C, sie sind dann etwa 2 Wochen lagerfähig. Halbreife Tomaten mit erst einsetzender Rotfärbung müssen bei höheren Temperaturen (12-15° C) gelagert werden, damit sie noch nachreifen können. Tomaten sind sehr kälteempfindlich. Man sollte Tomaten deshalb niemals im Kühlschrank aufbewahren, da sie dadurch erheblich an Aroma verlieren. Reife Tomaten scheiden das Reifegas Ethylen aus. Blumenkohl, Gurken, Zucchini, aber auch viele Obstsorten reagieren auf Ethylen mit einer vorzeitigen Reife. Sie sollten daher nicht zusammen mit Tomaten gelagert werden.

7. Inhaltsstoffe

Tomaten gehören zu den kalorienärmsten Gemüsesorten, 100g dieser Früchte enthalten nur 17 kcal (73 kJ). Somit eignet sich die Tomate auch hervorragend für die Diätküche. Zusätzlich enthält sie viele Vitamine und Mineralstoffe, insbesondere Vitamin C (25 mg pro 100g Tomaten) und Kalium sowie große Mengen an dem sekundären Pflanzenstoff Lycopin. Der Gehalt ist allerdings stark von der Anbauart abhängig: Bei Treibhausanbau oder sterilisierter Anbauerde enthält die Tomate weit weniger wertvolle Inhaltsstoffe.

100 g Tomaten enthalten:
17 kcal (73 kJ), 1 g Protein, 0,2 g Fett, 2,6 g Kohlenhydrate, 1 g Ballaststoffe, 0,2 BE

8. Wissenswertes

Im unreifen Stadium enthalten grüne Tomaten die giftige Substanz Solanin, die in hoher Dosis Kopfschmerz, Erbrechen, Durchfall und eine trockene Haut verursacht. Beim Reifeprozess der Tomate wird es abgebaut, so dass die gereiften roten Früchte bedenkenlos verzehrt werden können. Allerdings sollte beim Verzehr von Tomaten der grüne Strunk entfernt werden.

Die Tomate ist nicht nur sehr schmackhaft, sondern darf auch in der Hausapotheke nicht fehlen. Die Säuren der Tomate wirken appetitanregend und aktivieren Magen und Bauchspeicheldrüse. Außerdem wirkt Tomatensaft entwässernd sowie blutdrucksenkend. Die allabendlich genossene Tomate sorgt für entspannte Nerven und ruhigen Schlaf. Der rote Farbstoff der Tomaten, das Lycopin, gehört in die Klasse der Carotinoide. Als solcher dient er in unserem Körper als Radikalfänger und ist somit als wirksames Krebsschutzmittel und als Schutzstoff für Herz und Kreislauf anzusehen.

9. Klassische Rezepte

  • Tomatensalat
  • Tomaten mit Mozzarella
  • Tomaten-Gratin
  • gefüllte Tomaten
  • Tomaten-Chutney
  • Bloody Mary
  • Pizza Margherita
  • Tomatencreme-Suppe
  • Spaghetti mit Tomatensauce