Kategorie-Archiv: D

Dusk-Phänomen

(engl. dusk = Abenddämmerung) Blutzuckeranstieg am späten Nachmittag. Die Ursachen für das Dusk-Phänomen entsprechen denen für das Dawn-Phänomen: eine verstärkte Ausschüttung von blutzuckersteigernden Hormonen sowie eine Verringerung der Insulinempfindlichkeit des Körpers. Im Unterschied zum Blutzuckeranstieg in den Morgenstunden ist das nachmittägliche Dusk-Phänomen nicht so stark ausgeprägt.

Doppelentleerung

Gemeint ist die Doppelentleerung der Harnblase. Gelegentlich bereitet es Schwierigkeiten, hohe Nüchternblutzuckerwerte bezüglich ihrer Ursache exakt zu beurteilen. Morgendlich hohe Blutzuckerwerte können sowohl Folge eines Insulinmangels während der Nacht sein, aber auch reaktiv nach durchgemachter Unterzuckerung im Rahmen der sogenannten Gegenregulation entstehen. Die Unterscheidung beider Ursachen ist aber für die weitere Behandlung sehr wichtig, da in dem einen Fall die abendliche Insulindosierung erhöht, nach Unterzuckerung aber reduziert werden müßte. Für den Fall, dass die Symptome nicht eindeutig auf Unterzuckerung hindeuten, bietet die Doppelentleerung der Blase zusätzlich Entscheidungshilfe. Sie wird folgendermaßen durchgeführt. Im Abstand von 60 Min. wird die Harnblase entleert und eine Harnzuckerkontrolle durchgeführt. Liegt ein Insulinmangel vor, so ist meist der Harnzuckergehalt der ersten Urinproben genau so hoch wie der, der zweiten. Im Falle einer vorausgegangenen Unterzuckerung, enthält die erste Harnportion in der Regel meist deutlich weniger Zucker als die zweite.

Diuretikum

(Mehrzahl Diuretika) Harntreibendes Medikament zum Ausschwemmen von unerwünschten Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme), z.B. bei Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Aufgrund ihrer Fähigkeit zur verstärkten Ausscheidung von Natrium werden Diuretika auch zur Blutdrucksenkung verordnet.

Differentialdiagnose

Erörterung bzw. Abgrenzung der verschiedenen Krankheiten, die als Ursache für eine Gesundheitsstörung, bzw. vorliegende Krankheitszeichen (Symptome) in Frage kommen. Beispiel: als Symptom werden Schmerzen in der Magengegend angegeben. Als Ursache kommen mehrere Störungen in Betracht: Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre, Magenschleimhautentzündung, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse usw. Die Aufzählung und Erörterung dieser verschiedenen Krankheiten, die alle das Symtpom „Schmerzen in der Magengegend“ machen könnten, nennt man Differentialdiagnose.

Diät

Besondere Kost und Ernährungsform, die je nach Zielrichtung verschiedenen Gesundheitsstörungen Rechnung tragen will. Es gibt vielfältige Diätformen. Durch die Diabetesdiät wird die Kohlenhydrataufnahme geregelt. Reduktionsdiät ist kalorienvermindert und soll helfen Gewicht zu reduzieren. Fettarme Diät wird bei Fettstoffwechselstörungen verordnet.

Diarrhoe

(gr. = „Durchfluß“) Durchfallerkrankung. Absetzen von dünnem ungeformten Stuhl mehrfach am Tage. Diarrhoen treten meist plötzlich (akut) auf und verschwinden auch rasch wieder. In der Regel sind virale oder bakterielle Infektionen die Ursache (z.B. Sommer- oder Reisediarrhoe). Längergehende (chronische) Durchfallerkrankungen können dagegen auf ernstere Gesundheitsstörungen hindeuten: Störung der Funktion von Bauchspeicheldrüse oder Gallenblase, Nahrungsmittelunverträglichkeit, entzündliche Darmerkrankungen, gelegentlich auch Darmtumoren. Länger anhaltender Durchfall bei Diabetikern ist gelegentlich durch eine Beeinträchtigung des vegetativen Nervensystems (autonome Neurophatie) bedingt. Dies betrifft vor allem Diabetiker mit langjährigem Diabetes und unzureichender Langzeitbehandlung.

Dialyse

(gr. = „Trennung“) Physikalisches Verfahren zur Trennung verschiedener Substanzen. In der Medizin steht der Begriff Dialyse gleichbedeutend für die Behandlung mit der „künstlichen Niere“. Das Verfahren wird angewandt bei Menschen mit unzureichender Nierenfunktion (Niereninsuffizienz). Beim Dialysieren wird das Blut über ein Schlauchsystem durch einen Filter geleitet, wobei die giftigen Stoffwechselabbauprodukte entfernt werden. Solche Behandlungen mit der künstlichen Niere werden an 2-3 Tagen der Woche über mehrere Stunden durchgeführt. Nach besonderer Anlernung kann man eine Dialyse auch zu Hause unter Mithilfe der Angehörigen durchführen (Heimdialyse).

Diagnostik

Aufwand, der betrieben wird (z.B. Blutuntersuchung, Röntgen, EKG usw.), um eine Krankheit zu erkennen, d.h. eine Diagnose zu stellen.

Diagnose

(griech.: „Erkenntnis“) Nachweis bzw. Benennen einer Erkrankung.