Reisetipps für Diabetiker
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Reisezeit: Jetzt den Urlaub mit Diabetes planen

Damit der Urlaub zur schönsten Zeit des Jahres wird, will er gut geplant sein. Für den Urlaub mit Diabetes gilt dies ganz besonders, denn eine gute Vorbereitung kann so manche unliebsame Überraschung ersparen.Tipps dazu finden Sie hier auf diabetes-news.

„Mit Diabetes auf Reisen“ war ein Thema beim 19. Forum Reisen und Gesundheit im Rahmen der Internationalen Tourismus Börse Anfang März 2018 in Berlin. Hier gab Dr. Andreas Leischker Tipps für alle, die einen Urlaub mit Diabetes planen.

Doppelte Menge an Diabetesbedarf einpacken

Diabetesbedarf, vor allem Blutzuckerteststreifen und Insulin, sollten in der doppelten Menge eingepackt werden – im Vergleich zu den Mengen, die man zu Hause braucht.  Am besten erstellt man sich dafür eine Checkliste bzw. greift auf eine Liste zurück, die im Internet heruntergeladen werden kann (hier ein Beispiel).

Insulin im Sommer kühl halten

Insulin muss bei mindestens 2°C und darf höchstens bei 30°C gelagert werden. Wer in Länder mit hohen Temperaturen reist, sollte entsprechend vorsorgen. Zur Aufbewahrung des Insulins und Diabetesbedarfs gibt es spezielle Boxen und Taschen, die im Diabetes-Fachhandel und in Apotheken erhältlich sind. Sie halten die Utensilien auch unterwegs im richtigen Temperaturbereich.

 Häufiger den Blutzucker messen

Im Urlaub verhält man sich meist anders als zu Hause. Manche Menschen sind aktiver, dann benötigen sie mehr Insulin. Andere ruhen sich mehr aus als zu Hause, dann sinkt ihr Insulinbedarf. Um Entgleisungen sowohl nach unten (Unterzuckerung) als auch nach oben (Ketoazidose) zu vermeiden, sollte der Blutzucker zwischendurch öfter kontrolliert werden. Eine Ketoazidose kann auch durch eine Infektion ausgelöst werden. Anzeichen dafür sind Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Wer solche Symptome hat, sollte zusätzlich zum Blutzucker auch den Urin auf Ketonkörper kontrollieren (dafür Ketonteststreifen nicht vergessen). Bei einer positiven Messung auf Ketonkörper lautet die richtige Vorgehensweise: Viel trinken und den Blutzucker über ein schnell wirksames Insulin korrigieren. Weitere Tipps zur Ketoazidose, die unbehandelt eine lebensbedrohliche Entwicklung nehmen kann, finden Sie hier auf Diabetes News.

Impfungen nicht vergessen

Menschen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Infektionen, insbesondere für Grippe, Pneumonie und Tuberkulose. Sie sollten sich daher unbedingt bei ihrem Arzt informieren, welche Impfungen für ihr Reiseland empfohlen werden. Eine Grippeschutzimpfung ist für Menschen mit Diabetes regelmäßig zu empfehlen, rät Dr. Andreas Leischker.

Welche Medikamente darüber hinaus in den Urlaubskoffer gehören, hängt auch vom Reiseland ab. In Gegenden mit schlechter medizinischer Infrastruktur könne es z.B. ratsam sein, ein Wunddesinfektionsmittel zur Behandlung von Fußwunden und Blasen sowie ein Antibiotikum für den Fall einer Infektion mitzunehmen, sagt Leischker. Dies sollten Diabetiker mit ihrem Arzt besprechen.

Bescheinigungen für den Urlaub mit Diabetes

Ärger an Zoll- und Grenzkontrollen erspart man sich mit einer ärztlichen Bescheinigung über die Notwendigkeit, dass Insulin und Diabetesbedarf mitführt werden müssen. Ein Muster für eine solche Bescheinigung, die der Arzt unterschreibt, finden Sie hier. Auch ein mehrsprachiger Diabetikerausweis kann hilfreich sein.

Weitere Informationen zum Thema Diabetes und Reisen lesen Sie hier auf diabetes-news.

Quellen: Äerzte Zeitung online (30.04.18) und eigene Recherchen