Ei Ei Ei ... Eier sind besser als ihr Ruf
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Nicht nur zu Ostern: Wie viele Eier dürfen es sein?

Eier haben verhältnismäßig viel Cholesterin. Wer bereits einen hohen Cholesterinspiegel bzw. eine Herzerkrankung hat, sollte es deshalb an Ostern nicht übertreiben. Wie viele Eier dürfen es sein? Prof. Dr. med. Helmut Gohlke vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung gibt Tipps.

Zu Ostern sind Ausnahmen erlaubt

Dass Hühnereier per se schlecht für die Gesundheit sind, kann man nicht behaupten. Allerdings haben sie tatsächlich vergleichsweise viel Cholesterin – nämlich ca. 250 mg pro Stück. Nach ärztlichen Empfehlung ist die empfohlene Tages-Cholesterinmenge damit fast schon erreicht. „Nach heutigem Wissensstand sollte die tägliche Cholesterinaufnahme nicht über 250-300 mg liegen“, erläutert Prof. Dr. med. Helmut Gohlke vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung. „Da Hühnereier besonders reich an Cholesterin sind (je nach Größe ca. 250 mg), werden pro Woche nicht mehr als zwei Eier empfohlen.“ Zu Ostern dürfen es schon einmal mehr sein, erklärt Prof. Gohlke. „Aber vielleicht kann man dann zum Ausgleich in den folgenden Wochen auch wieder etwas weniger Eier essen“, so der Rat des Herzspezialisten.

Bei Vorerkrankungen auf die Cholesterinmenge achten

Wie schädlich Cholsterin für den Organismus ist, hängt vom Einzelfall ab. Der eine resorbiert Cholesterin mehr, der andere weniger. Dies hängt auch von der „genetischen Grundausstattung ab“. Auf die Grenzwerte für die tägliche Cholesterinaufnahme sollten vor allem Menschen achten, die bereits hohe Cholesterinspiegel sowie eine (koronare) Herzerkrankung haben. „Wenn Sie keine koronare Herzerkrankung oder Gefäß-Arteriosklerose haben, ist der Konsum von Eiern weniger bedenklich, als wenn Sie bereits deutliche arteriosklerotische Veränderungen in den Herzkranzgefäßen oder z. B. den Halsgefäßen haben“, erklärt Prof. Gohlke.

Es kommt auf das Gesamt-Ernährungskonzept an

Für die Gesundheit zählt aber nicht nur, wie viele Eier man isst, bzw. wie viel Cholesterin man zu sich nimmt. „Es kommt darauf an, das Gesamtkonzept der Ernährung zu überdenken und sich für eine Ernährung zu entscheiden, die im Sinne der mediterranen Küche einen Schwerpunkt bei Gemüsen, Salat, Obst und Vollkornprodukten hat“, rät Prof. Gohlke. Schlecht in der Ernährungsbilanz schneiden übrigens auch Schokoeier ab. Sie enthalten viel Fett und Zucker. An Ostern naschen – kein Problem, aber: „Genießen statt reinstopfen“ muss das Motto sein, so Prof. Gohlke. Sein Tipp: „Wer clever ist, steigert seinen Kalorienverbrauch über die Feiertage mit vermehrter Bewegung. Empfehlenswert sind z. B. schöne Osterspaziergänge, ausgedehnte Fahrradtouren, ein Besuch im nahegelegenen Schwimmbad oder auch mal eine Joggingeinheit mit Freunden oder Bekannten.“

Wer nach Ostern über eine Diät nachdenkt, der findet ebenfalls Tipps hier auf www.diabetes-news.de.

Quelle: Expertenrat von Prof. Dr. med. Helmut Gohlke, Vorstand der Deutschen Herzstiftung, auf www.herzstiftung.de