Netzhautschäden

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OP kann Diabetikern das Augenlicht retten

Netzhautschäden, die durch eine Zuckerkrankheit verursacht werden, müssen immer häufiger durch komplizierte Augenoperationen behandelt werden, um das Sehvermögen zu erhalten. Das berichtet die „Neue Apotheken Jllustrierte“ in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Juni 2007.

„Grundsätzlich gilt: Je länger der Diabetes besteht, desto wahrscheinlicher ist es, dass Netzhautveränderungen eintreten“, sagte Dr. Jörg Christian Schmidt, Chirurg an der Universitäts-Augenklinik in Marburg der Zeitschrift. Der Beitrag informiert darüber, wie bestimmte Netzhautschäden, so genannte diabetische Retinopathien, entstehen und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt. Schmidt rät Diabetikern, mindestens einmal im Jahr den Augenarzt aufzusuchen, bei schlecht eingestellten Blutzuckerwerten zweimal. Erkennt der Augenarzt dabei eine diabetische Retinopathie, könne er sie im Anfangsstadium noch durch eine Laserbehandlung beheben. Im fortgeschrittenen Stadium oder bei schweren Formen hingegen helfe oft nur noch eine Operation. Um das Augenlicht zu retten, entfernt der Chirurg den so genannten Glaskörper. Dieser besteht aus einer gelartigen Substanz und füllt den Raum zwischen Linse und Netzhaut aus. Bei der Operation ersetzt man ihn durch andere Substanzen, zum Beispiel Silikonöl. Das Verfahren sei in der Öffentlichkeit kaum bekannt, erläuterte Schmidt, werde aber heute in den Netzhautzentren der großen Augenkliniken täglich viele Male angewandt. Doch so weit muss es nicht kommen. Schmidt: „Eine gute Zucker- und Blutdruckeinstellung vermindern die Gefahr, dass die Netzhautveränderungen in ein bedrohliches Stadium übergehen.“

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