Diabetes-Therapie ist Teamarbeit – 20 Jahre VDBD

Der Verband der Diabetesberatungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) feierte kürzlich sein 20-jähriges Jubiläum. Seit Gründung des VDBD hat sich die Diabetologie grundlegend gewandelt. Wie keinem anderen medizinischen Fachbereich wird in der Diabetologie die aktive Mitarbeit der Patienten benötigt. Dies erfordert wiederum sehr zeitaufwändige individuelle Gespräche und intensive Schulungen in kleinen Gruppen. Diese Leistungen können nur mit einem gut ausgebildeten Team erbracht werden, in dem neben dem Arzt die Diabetesberaterinnen, Diabetesassistentinnen und andere qualifizierte Fachkräften eingebunden sind. Als Basis einer optimalen Therapie schafft das Diabetes-Team die Möglichkeit, wiederholt persönlich über Ursache, Folgen und Therapiemöglichkeiten zu informieren. Nur so kann auf die unterschiedlichen Voraussetzungen des Patienten individuell eingegangen werden. Dazu gehören neben regelmäßigen Ernährungs- und Bewegungsberatungen die Blutzucker-Selbstkontrollen. Insulin spritzende Patienten erhalten das erforderliche theoretische Wissen und lernen die praktischen Techniken. Das Diabetes-Team achtet auch auf regelmäßige Kontrolluntersuchungen von den Augen bis zu den Füßen. Schließlich wird auch auf spezielle Probleme wie z.B. Diabetes und Sexualität oder Reisen mit Diabetes eingegangen.
Durch die Mithilfe der Diabetes-Teams können viele Patienten direkt nach der Diabetes-Manifestation ambulant in Praxen auf die antidiabetische Medikation eingestellt werden. Eine stationäre Therapie ist dazu meist nicht mehr nötig. Auf eine qualifizierte stationäre diabetologische Betreuung, z.B. bei schwerer Stoffwechselentgleisung mit Ketoacidose, kann dennoch nicht verzichtet werden. Wichtig ist deshalb die Intensivierung der Zusammenarbeit von ambulanten und stationären Behandlungsteams, basierend auf den von der DDG in Zusammenarbeit mit dem VDBD vorgegebenen  Qualitäts- und Fortbildungskriterien.
Quelle: Ärzte Zeitung, 24.05.2013