Basalrate

Begriff aus der Insulinpumpentherapie. Hinsichtlich des täglichen Insulinbedarfs muß man 2 Komponenten unterscheiden: einmal diejenige Insulindosis, die erforderlich ist, um einen mahlzeitenbedingten Blutzuckeranstieg abzufangen, und zum zweiten, den sogenannten Grundbedarf, den der Organismus zur Aufrechterhaltung insulinabhängiger Funktionen (z.B. die Unterdrückung der Blutzuckerneubildung in der Leber) benötigt. Die zur Deckung des Grundbedarfs notwendige Insulinmenge (etwa 40-50% des Gesamtinsulinbedarfs) bezeichnet man in der Insulinpumpentherapie als Basalrate. Durch die Ausschüttung von Hormonen verändert sich der Grundbedarf im Laufe des Tages. Da mit der Pumpe die Insulinabgabe für jede Stunde individuell voreingestellt wird, können so die Schwankungen des Grundbedarfs am besten ausgeglichen werden. Die Basalrate wird als Normal- oder Analog-Insulin entsprechend der Programmierung kontinuierlich (auch in der Nacht) und automatisch abgegeben, so dass im Unterschied zur ICT mit der Spritze oder Pen die einzelnen Injektionen des Verzögerungs-Insulins entfallen.