Vitamin B 6

Vitamin B6 (Pyridoxin) – ein kleiner Steckbrief

Vorkommen

Das wasserlösliche Vitamin ist in fast allen Lebensmitteln enthalten. Unsere wichtigsten Quellen sind Fleisch und Fisch, Getreide- und Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Avocados und Bananen.

Funktion

Vitamin B6 spielt als Coenzym besonders im Aminosäurestoffwechsel eine herausragende Rolle. Es ist zudem beteiligt an der Immunabwehr, der Hämoglobinbildung und an verschiedenen Funktionen des Nervensystems.

Empfohlene Zufuhr (Quelle: DGE)

Männer ca. 1,4-1,6 mg, Frauen 1,2 mg; Schwangere und Stillende 1,9 mg; Jugendliche 1,0-1,4 mg, Kinder 0,4-0,7 mg; Der Bedarf an Vitamin B6 kann sich durch eine längere Einnahme bestimmter Medikamente oder bei einer kontinuierlich erhöhten Proteinzufuhr erhöhen.

Mangelsymptome

Typische Mangelsymptome sind Hautschuppung vor allem am Kopf, Anämie bis hin zu neurologischen Störungen bzw. Krämpfen bei Säuglingen. Ein Vitamin-B6-Mangel ist bei normaler, gemischten Kost praktisch ausgeschlossen, zumal der Körper über Speicher für mehrere Wochen verfügt.

Besonderheiten und Wissenswertes

Wie alle B-Vitamine ist auch das Vitamin B6 sehr labil. Zerstört wird es vor allem durch Hitze und Licht. So reichen z. B. wenige Stunden Sonneneinstrahlung auf eine durchsichtige Milchflasche aus, um die Hälfte des enthaltenen B6 zu zerstören. Durchschnittlich verlieren unsere Lebensmittel durch die Zubereitung ca. ein Fünftel seines Gehalts.

Unsere wichtigsten Vitamin-B6-Quellen (Gehalt im mg pro 100 g)
Huhn 0,53
Schweinefleisch 0,50
Kalbfleisch 0,40
Sardinen 0,93
Hering 0,45
Kartoffeln roh 0,30
Kartoffeln gekocht 0,19
Sojabohnen roh 1,00
Walnüsse 0,87
Buchweizen 0,58
Avocado 0,50
Bananen 0,37

Quellen: Die große GU Nährwerttabelle, 2002/03