Blutzuckermessgeräte – Übersicht

In neuerer Zeit sind Blutzuckermessgeräte auf den Markt gekommen, die es ermöglichen, das Blut für die Blutzuckermessungen auch an anderen Körperstellen zu entnehmen. Diese Geräte können helfen, wunde Fingerbeerenzu entlasten.

Diese Blutzuckermessgeräte benötigen nur kleine Blutmengen und können mit verschiedenen Adaptern sowohl am Finger als auch am Arm messen. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Messdaten am Arm nicht immer mit denen an der Fingerbeere übereinstimmen. Insbesondere bei niedrigen BZ-Werten und nach dem Essen können die Werte am Arm zeitverzögert ansteigen oder absinken. Die Geräte heißen FreeStyle (Fa. Disetronic) und OneTouch® Ultra® (Fa. Lifescan). Das Soft Sense Gerät der Fa. Medisense hat eine integrierte Vakuumpumpe und misst schmerzlos am Unterarm, nicht am Finger!

Die Präzision der Blutzuckermessgeräte ist vergleichbar gut. Entscheidend ist, wie man persönlich mit dem Handling alltäglich klarkommt. Ein Blutzuckermessgerät ist Hilfsmittel, kein Statussymbol. Seine Aufgabe ist, die Höhe des Blutzuckers anzuzeigen, damit einerseits Therapieanpassung möglich, andererseits Klarheit über Ursachen von „Unwohlsein“ bei Diabetikern gewonnen wird. Lässt sich letzteres durch Messung auf den Blutzucker zurückführen, sind Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Zu bedenken ist: Genauigkeit auf ± 1 mg/dl, ja meist sogar von ± 10 mg/dl ist nicht erforderlich.