Kategorie-Archiv: P

Pyelonephritis

Entzündung der Nieren und ableitenden Harnwegen durch Bakterien. Die Erkrankung kann akut und chronisch verlaufen. Akute Verlaufsformen sind meist durch hohes Fieber, Schüttelfrost und allgemeines Krankheitsgefühl gekennzeichnet. Chronische Erkrankungen machen sich meist nur kaum bemerkbar. Weiterlesen

Pseudoperitonitis diabetica

Bauchbeschwerden, die im Rahmen einer schweren Stoffwechselentgleisung des Diabetes (Azidose) auftreten können. Die Ursache der Pseudoperitonitis diabetica ist nicht eindeutig geklärt. Klinisch bestehen Schmerzen, Übelkeit, Brechreiz und ein geblähter Bauch. Die Abgrenzung gegenüber schwerwiegender Erkrankungen innerhalb des Bauchraumes (z.B. geplatzter Blinddarm) kann mitunter schwierig sein.

Pruritus

= Juckreiz. Viele Erkrankungen gehen mit Juckreiz einher, wobei nicht nur Erkrankungen der Haut, sondern auch solche der inneren Organe (z.B. der Leber) vorliegen können. Juckreiz ist auch ein häufiges Symptom bei Diabetes. Generalisiert (d.h. überall) auftretender Juckreiz besteht bei 3% aller Diabetiker, wobei die Verbesserung der Stoffwechseleinstellung auch eine Besserung des Juckreizes mit sich bringen kann. Gelegentlich ist Juckreiz auch Folge einer zu trockenen (fettarmen bzw. falsch gepflegten) Haut.

Proteinurie

Allgemeiner Begriff, der die Ausscheidung von mehr als 150 mg Eiweiß über 24 Std. bezeichnet. Normalerweise ist der Urin eiweißfrei. Ein positiver Befund kann für eine fortgeschrittene oder beginnende Nierenfunktionsstörung sprechen. Aber auch andere Faktoren, z.B. Harnwegsinfekte, zu hoher Blutdruck, entzündliche Nierenerkrankungen können zu einer Proteinurie führen. Eine Eiweißausscheidung bei Patienten mit Diabetes mellitus muß sehr ernst genommen werden, da mit einem Fortschreiten der Nierenschädigung gerechnet werden muß.

Protein

= Eiweiß. Proteine sind sowohl für pflanzliche, als auch für tierische Organismen wichtige Baustoffe. Sie bestehen aus zahlreichen Einzelelementen (Aminosäuren), die zu Ketten aneinander gereiht sind.

Proinsulin

Vorstufe des Insulins, aus der durch Abspalten einer Eiweißkette (C-Peptid) Insulin entsteht. Proinsulin hat bereits blutzuckersenkende Wirkung, allerdings in wesentlich geringerem Ausmaß als Insulin selber.

Primärversagen

Nicht Ansprechen einer Behandlung mit Sulfonylharnstoffen bei deren erstmaliger Anwendung.

Praekoma-Diabetikum

Vorstadium des Koma Diabetikum. Im Gegensatz zum Koma Diabetikum besteht beim Praekoma nur eine geringe Bewußtseinstrübung. Wird die der Entstehung des Praekoma zugrunde liegende Ursache (z.B. Insulinmangel) nicht beseitigt, so entsteht zwangsläufig ein voll ausgeprägtes diabetisches Koma.

Praediabetes

Heute kaum noch gebräuchlicher Begriff, der ein Vorstadium eines später eintretenden Diabetes mellitus kennzeichnen sollte.

Polyurie

= vermehrtes Wasserlassen. Die Polyurie, die mit einer Steigerung der Urinproduktion einhergeht, ist beim Diabetiker in der Regel ein Symptom für einen schlecht eingestellten Diabetes. Nicht selten ist die Polyurie auch eines der ersten Symptome, das auf die bislang noch nicht entdeckte Stoffwechselerkrankung hindeutet. Die vermehrte Urinausscheidung kommt dadurch zustande, dass bei schlechter Stoffwechsellage und damit verbundenen hohen Blutzuckerwerten vermehrt Zucker über die Niere ausgeschieden wird (Glucosurie). Da Zucker aufgrund physikalischer Gesetze Wasser bindet, kommt es automatisch mit der verstärkten Zuckerausscheidung auch zu einer vermehrten Wasserausscheidung. Der erhöhte Flüssigkeitsverlust ist auch der Grund für das verstärkte Durstgefühl bei schlecht eingestelltem Diabetes, das letztendlich zu einem verstärkten Trinken Anlaß gibt (Polydypsie). Wird der Flüssigkeitsverlust nicht durch Trinken ausgeglichen, kommt es zwangsläufig zu einem Austrocknen des Körpers (Exsikkose), ein Zustand, der insbesondere bei älteren Menschen gefährliche Folgen haben kann.