Kategorie-Archiv: B

Biguanide

Blutzuckersenkende Medikamente in Tablettenform. Biguanide hemmen die Zuckeraufnahme über den Darm und die Zuckerneubildung in der Leber.

Bier, Diätbier

Diabetiker brauchen auf den Genuß von Bier nicht gänzlich zu verzichten. In maßvoller Menge getrunken kann es im täglichen Diätplan durchaus Berücksichtigung finden, jedoch nur nach Befragen des Arztes.

Bier, Diätbier

Diabetiker brauchen auf den Genuß von Bier nicht gänzlich zu verzichten. In maßvoller Menge getrunken kann es im täglichen Diätplan durchaus Berücksichtigung finden, jedoch nur nach Befragen des Arztes.

Beta-Blocker

Medikamentengruppe, die bei folgenden Erkrankungen eingesetzt wird: bei erhöhtem Blutdruck, bei schnellen Herzrhythmusstörungen, bei der koronaren Herzkrankheit. Bei Diabetikern sollten nur sogenannte kardioselektive Beta-Blocker eingesetzt werden, d.h. solche, die ihre Wirkung v.a. am Herz und weniger an den Gefäßen ausüben. Als Nebenwirkung werden Veränderungen der Serum-Fette beschrieben, diese sind aber im Vergleich zu den Wirkungen am Herzen zu vernachlässigen. Auch die häufig befürchtete Verschleierung einer Hypoglykämiewahrnehmung unter Beta-Blocker ist selten.

Bed-time-Dosis

Späte Gabe von Verzögerungsinsulin (zwischen 22.00 Uhr und 24.00 Uhr). Diese Maßnahme bewährt sich vor allem bei Patienten, die zu nächtlichen Hypoglykämien (zwischen 0.00 Uhr und 3.00 Uhr) neigen.

Basis-Boluskonzept

Modernes Konzept in der Insulinbehandlung, vor allem bei Typ-1-Diabetikern. Es wird versucht, durch kombinierte Gabe zweier unterschiedlich langwirkender Insuline die Insulinsekretion, d.h. die Insulingabe aus der Inselzelle des Stoffwechselgesunden nachzuahmen. Die Abgabe des Insulins aus gesunden Inselzellen erfolgt im wesentlichen unter zwei Gesichtspunkten: einmal werden ständig geringe Mengen an Insulin abgegeben, um den Grund- oder Basalbedarf des Stoffwechsels abzudecken. Dieser basale Insulinspiegel reicht jedoch nicht aus, um Blutzuckeranstiege durch Nahrungsaufnahme auszugleichen. Bei Nahrungszufuhr kommt es aus diesem Grunde zu einer zusätzlichen schnellen Ausschüttung von Insulin, so dass kein nennenswerter Blutzuckeranstieg entsteht. Um diese beiden Elemente der natürlichen Insulingabe zu imitieren, benötigt man bei einer Insulinbehandlung nach dem Basis-Boluskonzept zwei verschiedene Insuline: 1. ein langwirkendes (basales) Insulin mit einer Wirkdauer von 24 Stunden für den Grundbedarf und 2. ein kurzwirkendes Altinsulin, das vor jeder Mahlzeit als Bolus gespritzt werden muß, um mahlzeitenbedingte Blutzuckeranstiege abzufangen. Nach dem Basis-Boluskonzept arbeiten im übrigen auch die Insulinpumpen.

Basalrate

Begriff aus der Insulinpumpentherapie. Hinsichtlich des täglichen Insulinbedarfs muß man 2 Komponenten unterscheiden: einmal diejenige Insulindosis, die erforderlich ist, um einen mahlzeitenbedingten Blutzuckeranstieg abzufangen, und zum zweiten, den sogenannten Grundbedarf, den der Organismus zur Aufrechterhaltung insulinabhängiger Funktionen (z.B. die Unterdrückung der Blutzuckerneubildung in der Leber) benötigt. Die zur Deckung des Grundbedarfs notwendige Insulinmenge (etwa 40-50% des Gesamtinsulinbedarfs) bezeichnet man in der Insulinpumpentherapie als Basalrate. Durch die Ausschüttung von Hormonen verändert sich der Grundbedarf im Laufe des Tages. Da mit der Pumpe die Insulinabgabe für jede Stunde individuell voreingestellt wird, können so die Schwankungen des Grundbedarfs am besten ausgeglichen werden. Die Basalrate wird als Normal- oder Analog-Insulin entsprechend der Programmierung kontinuierlich (auch in der Nacht) und automatisch abgegeben, so dass im Unterschied zur ICT mit der Spritze oder Pen die einzelnen Injektionen des Verzögerungs-Insulins entfallen.

B-Zellen (auch Betazellen)

Zellgruppierung innerhalb der Langerhans’schen Inseln der Bauchspeicheldrüse. Die B-Zellen sind für die Insulinbildung verantwortlich. Bei Typ-1-Diabetes findet sich in der Regel eine völlige Zerstörung der Inselzellen und damit ein absoluter Insulinmangel. Bei Typ-2-Diabetes sind die B-Zellen äußerlich oft intakt, aber in ihrer Funktion gestört, wodurch unter Umständen eine verzögerte, bzw. verminderte Insulinabgabe resultiert. Unter einer künstlichen B-Zelle versteht man ein computerisiertes Gerät, das nach Anschluß an das Blutgefäßsystem eines Patienten selbständig in der Lage ist, Blutzuckermessungen durchzuführen und (wie die natürliche B-Zelle) in Abhängigkeit von der jeweiligen Blutzuckerhöhe Insulin zu infundieren. Die heute zur Verfügung stehenden Geräte haben Bedeutung für klinisch-wissenschaftliche Untersuchungen, spielen aber in der Diabetesroutinetherapie unter anderem auf Grund ihrer Größe keine Rolle.