BABYDIÄT Studie - Hintergrundinformationen
BABYDIÄT versucht als weltweit erste Studie, bereits die Autoimmunreaktion zu verhindern, die einer Typ 1 Diabeteserkrankung vorausgeht.
Bei dieser Reaktion richtet sich das Immunsystem gegen Bestandteile der Insulin produzierenden Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Das führt zur Entzündung und Zerstörung dieser Zellen und damit zu einer verringerten Insulinausscheidung.
Bis ein Typ 1 Diabetes mit vermehrtem Durstgefühl, Gewichtsabnahme und erhöhten Blutzuckerwerten zu Tage tritt, sind bereits bis zu 80 % der Insulin produzierenden Betazellen zerstört. Die Autoimmunreaktion ist oft bereits Jahre vor Auftreten der ersten Symptome an bestimmten Antikörpern im Blut feststellbar.
Wenn die Rekrutierungszahlen in den nächsten Jahren erreicht werden, rechnen die Wissenschaftler mit ersten Ergebnissen etwa 2008.
Institut für Diabetesforschung
Das Institut für Diabetesforschung ist eine Einrichtung des bayerischen Staatsministeriums der Wissenschaft. Es wurde 1968 mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ins Leben gerufen und wird von der Forschergruppe Diabetes e.V. auf dem Gelände des Krankenhauses München-Schwabing betrieben. Die Forschergruppe widmet sich Fragen der Entstehung und Verhinderung des Diabetes. Bisher wurden von den Mitarbeitern und Doktoranden über 1000 wissenschaftliche Original- und Übersichtsarbeiten publiziert.
Studienleiterin
Die BABYDIÄT Studie wird von Prof. Dr. med. Anette-G. Ziegler geleitet. Als Ärztin für Innere Medizin, Endokrinologie und Diabetologie ist sie Leitende Oberärztin am Städtischen Krankenhaus München-Schwabing und Leiterin der klinisch-experimentellen Abteilung des Instituts für Diabetesforschung.
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