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Diabetes bei Kindern und Jugendlichen
Stiftung "Das zuckerkranke Kind" fördert Kinderdiabetologie - Forschung
Innovative Vorhaben zur Vorbeugung, Heilung oder Verhinderung der Folgeerkrankungen bei Kindern mit Diabetes fördert die Stiftung "Das zuckerkranke Kind".
Seit mehr als zehn Jahren bemüht sich die Stiftung "Das zuckerkranke Kind" nun schon, durch Förderung von Studien und anderen Forschungsarbeiten den Ärzten und Betroffenen mehr Wissen und dadurch mehr Möglichkeiten in der Behandlung von kleinen Patienten mit Diabetes zu verschaffen.
Und das mit Erfolg: Seit 1995 die ersten Auszahlungen stattfanden, hat die Tochterorganisation der Deutschen Diabetes Stiftung über 700.000 Euro ausgegeben und 55 Projekte gefördert - obwohl man 1993 mit keinem Pfennig Geld begann, wie Prof. Dr. med. Eberhard Heinze, Vorsitzender der Stiftung, erzählt.
Nicht nur die pure Zahl an unterstützten Projekten, sondern auch das weitere Schicksal der geförderten Forscher trägt zur Erfolgsbilanz der Stiftung bei. So hat jüngst mit Priv.-Doz. Dr. med. Markus Tiedge einer der Preisträger einen Ruf auf eine Professur nach Rostock bekommen. Sein Arbeitsgebiet ist die Frage, warum die Inselzelle so vulnerabel ist, eine Frage, auf die Tiedge Antworten von der molekular-biochemischen Seite her zu finden versucht.
Als weiteres Beispiel bemerkenswerter Leistungen von Stipendiaten nennt Heinze die Arbeiten von Priv-Doz. Dr. med. Andreas Neu auf dem Gebiet der Verbreitung von Typ-1-Diabetes bei Kindern. Der kürzlich habilitierte Neu habe die Inzidenzen in Baden-Württemberg direkt gemessen und so international anerkannte Zahlen produziert, die einzigen aus Deutschland, wie Heinze bemerkt.
Insgesamt gäbe es nur eine geringe Zahl an Förderanträgen aus der klinischen Forschung, "was ich ein wenig bedauere," wie der Ulmer Mediziner zugibt. Doch auf Art und Thema der Projekte habe die Stiftung keinen Einfluss.
Vor geraumer Zeit wurde die Stiftung deutschlandweit in die Bußgeldlisten aufgenommen, eine formale Voraussetzung dafür, dass Richter und Staatsanwälte in Gerichtsverfahren Bußgelder zugunsten der Stiftung verhängen können.
Da diese Quelle in letzter Zeit etwas weniger üppig sprudelte, will man sich zum Beispiel über Anzeigen in Fachzeitungen direkt an die Staatsanwälte wenden, in der Hoffnung dass zum Beispiel selbst Betroffene öfter bei der Bußgeldverhängung an die Schicksalsgenossen im Kindes- und Jugendalter denken.
Wichtig seien aber auch die Zuwendungen von Firmen, die im Diabetes-Bereich aktiv sind.
Bei gekoppelten Spendenaktionen hätten beide Seiten etwas davon, wie Heinze feststellt, die Stiftung stellt für die Aktion der Firma ihren guten Namen zur Verfügung und sorgt so für eine gewisse Aufmerksamkeit, die sich für die Stiftung dann in Geldspenden auszahlt.
Aktuell auf der DDG-Tagung 2004 fand anlässlich der Einführung von Metformin für Kinder eine Pressekonferenz mit Spendenübergabe der Firma Merck statt; weiterhin gab es eine Aktion der Firma Lifescan zugunsten der Stiftung.
Einmal eingeworben, müssen die Gelder zeitnah innerhalb eines Jahres ausgegeben werden, besonders neuartige Forschungsvorhaben und innovative Projekte junger Wissenschaftler, die bei den üblichen Mittelgebern wenig Chancen auf Förderung haben, werden bevorzugt unterstützt.
Dabei wird jeder Antrag von Gutachtern des entsprechenden Fachgebiets geprüft; 20 bis 30 solcher Gutacher helfen hier der Stiftung. Man ist stolz darauf, dass im Gegensatz zum schwerfälligen Begutachtungsverfahren der klassischen Forschungsförderung die Antragsteller nach einem unbürokratischen Verfahren in der Regel bereits nach sechs bis acht Wochen über die genehmigten Mittel verfügen können.
Schnell und unbürokratisch Forschung unterstützen - das verdient seinerseits Unterstützung:
Spendenkonto Stiftung
"Das zuckerkranke Kind"
Konto-Nr. 55 111
BLZ 472 501 01
Sparkasse Paderborn
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[24.08.2004], Quelle: Diabetes
>News
Zeitung für die Diabetologie, 3. Ausgabe Mai 2004
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