Diabetes und Bluthochdruck

Bluthochdruck ist die häufigste Krankheit in den Industrieländern. Unbehandelt ist er mitverantwortlich für Schädigungen der Nieren, des Gehirns und des Herzens. Herzinfarkte sind in Deutschland die häufigste Todesursache. Diese Seite erklärt den Zusammenhang zwischen Diabetes und Bluthochdruck.

Der Bluthochdruck verursacht über lange Zeit keine spürbaren Beschwerden. Nur gelegentlich kommt es zu Kopfschmerzen oder Müdigkeit. So wird der Bluthochdruck meistens nur zufällig entdeckt. Eine frühzeitige Erkennung und konsequente Behandlung des Bluthochdrucks sind jedoch sehr wichtig, um Folgeerkrankungen und Schäden an unseren Organen zu verhindern.

Bluthochdruck tritt häufig nicht allein auf, sondern im Zusammenhang mit dem Metabolischen Syndrom. Als Metabolisches Syndrom bezeichnet man das gemeinsame Auftreten eines Diabetes mellitus, einer Fettstoffwechselstörung und eines Bluthochdrucks. Fast alle Patienten (ungefähr 90%) mit Diabetes Typ 2 haben ein metabolisches Syndrom. Außer dem gestörten Zuckerstoffwechsel, der Fettstoffwechselstörung und des Bluthochdrucks haben die Patienten ein Übergewicht und eine erhöhte Harnsäure. Die Ursache des metabolischen Syndroms ist überwiegend genetisch. Es gibt sehr Fettleibige mit Adipositas Grad 3, die kein metabolisches Syndrom bekommen. Das Metabolische Syndrom entwickelt sich langsam. Mit zunehmendem Gewicht, Bewegungsmangel und ungesunder Ernährung nimmt das Risiko zu, dass eine der drei wesentlichen Erkrankungen Diabetes, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörung auftritt. Häufig beginnt es mit einer Erhöhung des Blutdrucks. Als weitere Veränderung senkt sich das HDL und die Triglyceride sind erhöht. Dies ist die typische diabetischer Fettstoffwechselstörung. Danach kommt dann noch der gestörte Blutzuckerstoffwechsel hinzu. Letztendlich bekommen die Patienten im Lauf der Zeit alle drei Erkrankungen. Den gestörten Blutzuckerstoffwechsel kann man häufig schon am HbA1c erkennen. Wenn der HbA1c zwischen 5,7 % und 6,4 % liegt, spricht man von einem Prädiabetes.