Vitamin D

Vitamin D (Calziferol) – ein kleiner Steckbrief

Vorkommen

Vitamin D oder auch Calziferol ist vor allem in fettreichem Fisch (z. B. in Heringen, Makrelen), in wesentlich geringeren Mengen aber auch in Eigelb, Leber, verschiedenen Käsesorten und Pilzen zu finden. Besonders wichtig ist die körpereigene Vitamin-D-Produktion. Diese findet unter Sonneneinstrahlung in der Haut statt. Wer sich täglich im Freien aufhält, kann seinen Bedarf größtenteils auf diesem Wege decken.

Funktion

Vitamin D ist entscheidend für die Aufnahme und den Transport von Kalzium und Phosphor im Körper. Es ist somit verantwortlich für die Knochenstabilität und -dichte. Darüber hinaus ist Vitamin D wichtig für die Zellerneuerung und zur Stärkung des Immunsystems.

Empfohlene Zufuhr

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt Säuglingen unter 12 Monaten sowie Senioren über 65 Jahren eine erhöhte Zufuhr von 10 µg pro Tag. Für alle anderen reichen 5 µg am Tag aus.

Mangelsymptome

Vitamin-D-Mangel führt zu einer Aufweichung der Knochen (Rachitis bei Kleinkindern, Osteomalazie bei Erwachsenen), da nicht mehr genügend Kalzium eingelagert wird. Eine Unterversorgung kann über Jahre hinweg auch die Entstehung von Osteoporose begünstigen.

Besonderheiten und Wissenswertes

Obwohl gestillte Babys im Normalfall nicht an Rachitis erkranken, empfiehlt die DGE für Säuglinge prophylaktisch eine zusätzliche Versorgung mit Präparaten. Eine zusätzliche Versorgung ist auch für Senioren über 65 sinnvoll, da die körpereigene Produktion im Alter nachlässt und sich viele Senioren zu wenig im Freien aufhalten. Ganz besonders ist dies natürlich bei bettlägerigen Patienten der Fall. Trotzdem ist bei der Aufnahme von Präparaten Augenmaß geboten, denn zuviel Vitamin D kann schaden. Allerdings muss man dazu täglich mindestens um das 20fache der empfohlenen Menge über Präparate aufnehmen.