Feldsalat

Die Urform des Feldsalats ist als „Unkraut“ seit jeher in ganz Eurasien, d.h. von Westeuropa bis weit in den Kaukasus hinein, verbreitet. Wie der Name Feldsalat schon sagt, fand man die Wildform früher vornehmlich an Weg- und Feldrändern – und zum Ärger der Bauern auch auf dem Getreideacker. Lange Zeit war das Pflänzchen deshalb alles andere als beliebt – bis es als wohlschmeckende Salatpflanze erkannt und kultiviert wurde. Heute erfreut sich das ehemalige Unkraut, das bei uns übrigens auch unter den Namen Rapunzel, Ackersalat, Mausöhrchen oder Nüsslisalat bekannt ist, großer Beliebtheit. Üblicherweise wird dieser Salat mit dem typisch nussartigen Aroma in einer Essig-Öl-Marinade serviert. Aber auch mit Kräuterdressing, mit Obst sowie mit deftigen Geflügelstreifen oder Meeresfrüchten ist Feldsalat ein Genuss!

Feldsalat ist hauptsächlich in der Zeit von Oktober bis Ende März auf dem Markt erhältlich. Er ist somit ein klassisches Wintergemüse, das auch regelmäßig auf unserem Speisezettel stehen sollte. Denn Feldsalat ist reich an Vitamin C und Provitamin A und stärkt somit gerade in den nassen, erkältungslastigen Wintermonaten unsere Abwehrkräfte. Außerdem liefert Feldsalat noch reichlich Folsäure und die Mineralstoffe Kalium, Eisen und Jod. Feldsalat versorgt uns aber nicht nur mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, sondern enthält auch ätherische Öle, die magenberuhigend wirken. In der Pharmazie werden diese Öle auch zur Herstellung venenstärkender Medikamente genutzt.

Typisch für den Feldsalat ist übrigens die rosettenförmige Anordnung seiner Blätter. Nach ihrer Form und Größe unterscheidet man zwei Formen des Feldsalats: Im Süden, so auch in Süddeutschland, bevorzugt man einen Feldsalat-Typ mit kurzen, spatelförmigen Blättern, die dunkelgrün gefärbt sind. Diese Rapunzeln werden als ganze Röschen im Handel verkauft, die bekannteste Sorte ist der „Dunkelgrüne Vollherzige“. Im nordeuropäischen Raum baut man dagegen vermehrt einen Feldsalat mit sehr langen, breiten Blättern von hell- bis mittelgrüner Farbe an. Diese werden einzeln geerntet und lose verkauft. Der bekannteste Vertreter dieser Gruppe ist der „Holländische Breitblättrige“.

Feldsalat ist kein Lagergemüse und sollte immer so frisch wie möglich verzehrt werden – am besten noch am selben Tag. Notfalls kann man den Salat aber einige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks lagern, wenn er sorgfältig geputzt und gut angefeuchtet in Plastikbeutel aufbewahrt wird. Auf jeden Fall sollte man beim Einkauf darauf achten, dass die Blätter des Feldsalats noch nicht welk oder gelblich verfärbt sind. Tipp: Wer den Salat besonders knackig liebt, legt ihn vor dem Verzehr einige Minuten in Eiswasser.

Produktsteckbrief Feldsalat

1. Ursprung/Herkunft

Die Urform des Feldsalats ist als „Unkraut“ seit jeher in ganz Eurasien, d.h. von Westeuropa bis weit in den Kaukasus hinein, verbreitet. Wie der Name Feldsalat schon sagt, fand man die Wildform früher vornehmlich an Weg- und Feldrändern – und zum Ärger der Bauern auch auf dem Getreideacker. Lange Zeit war das Pflänzchen deshalb alles andere als beliebt – bis es als wohlschmeckende Salatpflanze erkannt und kultiviert wurde. Heute erfreut sich das ehemalige Unkraut, das bei uns übrigens auch unter den Namen Rapunzel, Ackersalat oder Mausöhrle bekannt ist, großer Beliebtheit und ist aus unserer Gemüsetheke nicht mehr wegzudenken.

2. Sorten und Beschreibung

Typisch für den Feldsalat ist die rosettenförmige Anordnung seiner Blätter und der ihm eigene nussartige Geschmack – eine Tatsache, die ihm in der Schweiz übrigens den Beinamen „Nüsslisalat“ eingetragen hat. Nach Form und Größe der Blätter unterscheidet man beim Feldsalat grundsätzlich zwei Formen: Im Süden, so auch in Süddeutschland, wird der kleinblättrige Feldsalat-Typ bevorzugt. Er hat kurze, spatelförmige Blätter, die dunkelgrün gefärbt sind. Diese Rapunzeln werden als ganze Röschen im Handel verkauft, die bekannteste Sorte ist der „Dunkelgrüne Vollherzige“. Im nordeuropäischen Raum wird dagegen vermehrt eine großblättrige Sorte angebaut. Diese zeichnet sich durch sehr lange, breite Blätter von hell- bis mittelgrüner Farbe aus, die einzeln geerntet und lose verkauft werden. Der bekannteste Vertreter dieser Gruppe ist der „Holländische Breitblättrige“.

3. Anbau und Saison in Deutschland

Feldsalat ist ein typisches Wintergemüse, da es auch Frosttemperaturen von bis zu -15° C verträgt und somit jederzeit frisch vom Feld geerntet werden kann. Allerdings wird Feldsalat heute vorwiegend unter Glasglocken, Folie oder Vlies angebaut, damit er ertragreicher ist. Auf dem deutschen Markt ist Feldsalat in der Zeit von Oktober bis Ende März erhältlich. Dabei wird der Handel fast ausschließlich aus der heimischen Ernte beliefert. Die deutschen Hauptanbaugebiete liegen in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz.

4. Haltbarkeit und Lagerbedingungen

Feldsalat ist kein Lagergemüse und sollte immer so frisch wie möglich verzehrt werden – am besten noch am selben Tag. Notfalls kann man den Salat aber einige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks lagern, wenn er sorgfältig geputzt und gut angefeuchtet in Plastikbeutel aufbewahrt wird. Auf jeden Fall sollte man beim Einkauf darauf achten, dass die Blätter des Feldsalats noch nicht welk oder gelblich verfärbt sind. Tipp: Wer den Salat besonders knackig liebt, legt ihn vor dem Verzehr einige Minuten in Eiswasser.

5. Inhaltsstoffe

Feldsalat gehört zu den kalorienärmsten Gemüsesorten überhaupt, 100g des Gemüses enthalten nur 14 kcal (57 kJ). Dafür ist das Gemüse aber reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Feldsalat liefert ist in erster Linie reichlich Vitamine C (35 mg pro 100 g Feldsalat) und Provitamin A (650 mg pro 100 g) – und stärkt somit gerade in den nassen, erkältungslastigen Wintermonaten unsere Abwehrkräfte. Sein hoher Folsäuregehalt ist ebenfalls hervorzuheben, 1 Portion (50g) decken schon ¼ unseres Tagesbedarfs. Deshalb ist der Salat für Schwangere besonders wertvoll. Außerdem ist Feldsalat reich an den Mineralstoffen Eisen und Kalium. Mit einem Gehalt von bis zu 62 mg Jod pro 100 g Salat sind die Rapunzeln die besten pflanzlichen Jodquellen – und somit eine echte Alternative zu Fisch oder Meeresfrüchten.

6. Wissenswertes

Feldsalat ist nicht nur als abwehrstimulierendes Wintergemüse wertvoll – es enthält auch ätherische Öle, die magenberuhigend wirken. In der Pharmazie werden diese Öle außerdem zur Herstellung venenstärkender Medikamente genutzt.

7. Klassische Rezepte

  • Feldsalat mit Himbeer-Essig-Marinade
  • Feldsalat mit Knoblauch-Croûtons
  • Feldsalat mit gebratenen Speckwürfeln