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Zwischenmahlzeit

Zwischen die Hauptmahlzeit eingeschobene Mahlzeit mit meist niedrigem BE-Gehalt. Die Zwischenmahlzeit dient bei starrem Insulinregime (1- oder 2-malige Insulininjektion einer nicht blutzuckeradaptierten Insulindosis) der Vermeidung von Unterzuckerungen.

Zuckerersatzstoff

Süßmittel, die im Gegensatz zu den Zuckeraustauschstoffen fast keine Kalorien enthalten und daher in der Diabetesdiät nicht berücksichtigt werden. Hierzu zählen Saccharin, Asparmate, Zyklamat.

Zuckeraustauschstoffe

= natürlich vorkommende Süßstoffe. Hierzu zählen Fructose (Fruchtzucker), Sorbit und Xylit. Zuckeraustauschstoffe haben eine hohe Süßkraft. Ihre wichtigste Eigenschaft liegt darin, dass sie nach Aufnahme in die Blutbahn nicht den Blutzucker erhöhen und ihre Verstoffwechselung weitgehend insulinabhängig erfolgt. Aufgrund ihres hohen Kaloriengehaltes (1 g Sorbit = 1 g Fructose = 1 g Zucker = 4,2 Kcal.) müssen Zuckeraustauschstoffe in der Diabetesdiät als BE („neue BE“) berücksichtigt werden (12 g Sorbit = 12 g Fructose = 1 BE). Dies gilt ganz besonders für übergewichtige Typ-2-Diabetiker. Das Anrechnen der insulinunabhängig verstoffwechselten Zuckeraustausch-BE auf die Diät des insulinpflichtigen Diabetikers kann zu Problemen führen: besteht bei unveränderter Insulindosis ein Teil der aufgenommenen Kohlenhydrate aus insulinabhängigen Zuckeraustausch-BE für die insulinabhängig zu verstoffwechselnde BE weggelassen werden, so entsteht die Gefahr der Unterzuckerung (Hypoglykämie).

Zielblutzucker

Begriff aus der intensivierten Insulintherapie. Als Zielblutzucker (der für jeden Patienten individuell definiert werden muß) wird der angestrebte Blutzucker vor dem Essen genannt. Ist dieser sogenannt präprandiale Blutzucker deutlich höher als der angestrebte Ziel-Blutzucker, wird entsprechend durch eine höhere Insulininjektion korrigiert (siehe auch Korrekturfaktor, Basis-Boluskonzept, ICT).