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Inzwischen steigen die Diabetes-Inzidenzen und -Prävalenzen in Entwicklungsländern schneller als in höher entwickelten Ländern. Von den zehn Staaten mit den höchsten Diabetes-Prävalenzen liegen sieben in Entwicklungsländern. Diese Daten stammen aus der dritten Auflage des Diabetes-Atlas, der derzeit gedruckt wird. Die IDF prognostiziert, dass im Jahr 2025 fast 80% aller Diabetesfälle in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu finden sein werden. Grund dafür seien nach neueren Erkenntnissen neben den schnellen Veränderungen der Umweltbedingungen, z.B. durch die immer häufigere urbane Lebensweise, vor allem auch genetische Aspekte. So steigt bei vielen Asiaten inzwischen der viszerale Fettanteil rapide an. Ein BMI von 22, der bei Europäern geradezu als ideal anzusehen ist, muss anscheinend in vielen Entwicklungsländern, bedingt durch unterschiedliche genetische Prädispositionen, bereits als Übergewicht gewertet werden - mit den entsprechenden negativen Folgen, erläuterte Silink. Silink: "Unterstützen Sie unsere Kampagne!" Die Idee zur UN-Resolution stammt ursprünglich von der 20-jährigen Clare Rosenfeld, einer engagierten IDF-Botschafterin. Die Typ-1-Diabetikerin reiste 2004 für den IDF durch mehrere Entwicklungsländer, darunter auch Tansania. "Ich sah Dinge, die es 80 Jahre nach Entdeckung des Insulins nicht mehr geben sollte", berichtete Rosenfeld während einer IDF-Pressekonferenz im Rahmen der Jahrestagung der American Diabetes Association (ADA) in Washington. "Es war schon lange mein Traum, die internationale Diabetesgemeinschaft dazu zu ermutigen, in einer gemeinsamen Aktion die Aufmerksamkeit der Führenden dieser Welt auf den Diabetes zu lenken." Ein blauer Ring zum Anstecken ans Revers, das ist das Symbol der konzertierten Aktion. "Blau steht für den Himmel, unter dem wir alle leben, der Ring symbolisiert die Weltgemeinschaft", sagte Rosenfeld, die bereits seit 2000 auch bei der ADA als Fürsprecherin für Kinder- und Jugendliche mit Diabetes arbeitet. Wenn am 14. November 2007 tatsächlich die angestrebte UN-Resolution verabschiedet werden wird, sieht Silink erst einmal Grund zum Feiern. Doch allen Beteiligten ist bewusst, dass der Hauptteil der Arbeit dann erst beginnt. Die IDF hofft, dass die UN-Resolution Entscheidungsträger dazu bringt, der Herausforderung Diabetes ins Auge zu schauen, Präventionsmaßnahmen zu ergreifen und die Diabetesbehandlung weltweit zu verbessern. Weitergehende Informationen finden Sie unter: www.unitefordiabetes.org [07.08.2006] Quelle: Diabetes>News Zeitung für die Diabetologie 4. Ausgabe Juli 2006
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