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AID-Systeme auch bei Typ-2-Diabetes einsetzen – ist das sinnvoll?

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Systeme zur Automatisierten Insulinabgabe (AID-Systeme) sind die neueste Entwicklung in der Diabetestechnologie. Für Menschen mit Typ-1-Diabetes sind sie eine wichtige Option im Rahmen ihrer Insulintherapie. Wären AID-Systeme auch sinnvoll für Menschen mit Typ-2-Diabetes? Eine Einschätzung von Dr. Andreas Thomas, Experte für Diabetestechnologie aus dem diabetes-news-Redaktionsteam.

(04.10.2026) Diabetestechnologie ist inzwischen eine tragende Säule bei der Behandlung von Menschen mit Typ-1-Diabetes. Sie diskutieren heutzutage eher selten über das Insulin, das sie für ihre Therapie nutzen, sondern eher über ihren Glukosesensor, den SmartPen, ihre Insulinpumpe oder ihr AID-System (AID – automated insulin delivery bzw. automatische Insulininfusion).

Es ist daher nicht verwunderlich, dass auch ein Teil der Menschen mit Typ-2-Diabetes die moderne Diabetestechnologie nutzen möchte. Beispielsweise trägt bei ihnen die Anwendung des kontinuierlichen Glukosemonitorings (CGM mit einem Glukosesensor) im Vergleich zur Blutzuckerselbstkontrolle zur Verbesserung der Diabeteseinstellung bei. Dies hat eine Metaanalyse mit zwölf randomisierten, kontrollierten Studien gezeigt. [1] Dem trug in Deutschland auch das Bundesministerium für Gesundheit Rechnung, welches der Versorgung von Menschen mit Typ-2-Diabetes mit CGM als Kassenleistung zustimmte, wenn sie eine intensivierte Insulintherapie (ICT) duchführen. [2]

AID-Systeme bei Menschen Typ-1-Diabetes

AID-Systeme haben einen lang gehegten Wunsch von Menschen mit Typ-1-Diabetes erfüllt, nämlich eine Glukosestoffwechsel-Einstellung mit einem hohen Anteil an Werten im Glukosezielbereich (TIR; Time in Range von 70-180 mg/dl = 3,9 -10,0 mmol/l) von 70% und einen HbA1c um die 7% zu erreichen, ohne dass der tägliche Aufwand sehr hoch ist [3]. Dies ermöglicht ein freieres alltägliches Leben, weniger belastet durch die Diabetestherapie bei trotzdem einer guten Diabeteseinstellung.

Lassen sich diese Vorteile der AID-Systeme auf Typ-2-Diabetes übertragen?

Eine Antwort darauf gibt eine Metaanalyse von Studien mit AID bei Menschen mit Typ-2-Diabetes, die kürzlich veröffentlicht wurde [4]. Die Autoren hatten mehrere internationale Datenbanken nach Daten bis zum 10. März 2025 duchforstet.

Dabei fanden sie neun Studien, in denen AID-Systeme von Menschen mit Typ-2-Diabetes angewendet wurden, die vorher bereits eine Insulintherapie durchgeführt hatten. Insgesamt lagen die Daten von 1.530 Anwenderinnen und Anwendern vor. Bei nahezu allen verbesserten sich mit dem AID-System die Glukosewerte:

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